Laplatasaurus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Laplatasaurus
Zeitliches Auftreten
Oberkreide (spätes Campanium)[1]
76,4 bis 72 Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Sauropoden (Sauropoda)
Eusauropoda
Neosauropoda
Titanosauriformes
Titanosauria
Laplatasaurus
Wissenschaftlicher Name
Laplatasaurus
Huene, 1927
Art
  • Laplatasaurus araukanicus Huene, 1929

Laplatasaurus („La-Plata-Echse“[2]) ist eine Gattung von sauropoden Dinosauriern aus der Oberkreide von Südamerika. Nur die von Huene 1929 wissenschaftlich beschriebene Typusart L. araukanicus wurde bislang in die von ihm 1927 aufgestellte Gattung eingeordnet.[3][4]

Beschreibung[Bearbeiten]

Der zu den Titanosauridae zählende Laplatasaurus lebten während der Oberkreide[3] (spätes Campanium). Er war wie alle Sauropoden ein Pflanzenfresser und bewegte sich vierbeinig fort. Er wurde bis zu 18 Meter lang und glich einem um 50 Prozent vergrößerten Titanosaurus, jedoch mit schlankeren Gliedmaßen, und wies, ähnlich wie Saltasaurus, auf dem Rücken eine Hautpanzerung auf. Von Huenes Beschreibung stützt sich auf etwa 20 Schwanzwirbel (davon 10 zusammenhängend), zwei oder drei Präsakralwirbel (Wirbelknochen vor dem Becken (Sacrum)) und den größten Teil der Extremitäten. Schädelmaterial ist nicht erhalten.[4][5]

Fundorte und Typus[Bearbeiten]

Fossilien von Laplatasaurus wurden in Argentinien (Castillo-Formation, Bajo-Barreal-Formation, Laguna-Palacios-Formation, Provinz Rio Negro und Los-Blanquitos-Formation, Provinz Salta) und in Uruguay (Asencio-Formation) gefunden.[5]

Laplatasaurus war der erste Sauropode, bei dem eine Körperpanzerung entdeckt wurde.[5] Er ist benannt nach der Region um die argentinischen Stadt La Plata, in der seine Fossilien gefunden wurden.[2] Bedingt durch das Fehlen eines Holotypus wählten Bonaparte und Gasparini 1979 das Exemplar MLP. 26-306 (Schien- und Wadenbein) als Lectotypus aus.[3][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gregory S. Paul: The Princeton Field Guide To Dinosaurs, 2010. ISBN 978-0-691-13720-9, S. 209 Online
  2. a b Ben Creisler: Dinosauria Translation and Pronunciation Guide L. Archiviert vom Original am 10. November 2011, abgerufen am 10. Juli 2013.
  3. a b c The Paleobiology Database (Stand: 25. August 2005)
  4. a b The Dinosaur Encyclopaedia (webarchive) Version 4.0, 1999.
  5. a b c d DinoData (PDF-Dokument) (Stand: 29. November 2007)

Literatur[Bearbeiten]

  • F. v. Huene (1927): „Short review of the present knowledge of the Sauropoda.“ Memoirs of the Queensland Museum 9(1):121-126.
  • F. v. Huene (1929): „Los Saurisquios y Ornitisquios del Cretáceo Argentino.“ An. Mus. La Plata, 3 (2), 53.
  • J. F. Bonaparte, Z. Gasparini (1979): „Los saurópodos de los grupos Neuquén y Chubut, y sus relaciones cronologicas“. Actas del VII Congreso Geológico Argentino, Neuquén 2:393-406.