Lapoutroie

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Lapoutroie
Wappen von Lapoutroie
Lapoutroie (Frankreich)
Lapoutroie
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Ribeauvillé
Kanton Lapoutroie
Gemeindeverband Vallée de Kaysersberg.
Koordinaten 48° 9′ N, 7° 10′ O48.1527777777787.1694444444444421Koordinaten: 48° 9′ N, 7° 10′ O
Höhe 329–1.221 m
Fläche 21,12 km²
Einwohner 1.957 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 93 Einw./km²
Postleitzahl 68650
INSEE-Code

Mairie Lapoutroie

Lapoutroie (deutsch und elsässisch: Schnierlach, welsch: Lè Peutraille) ist eine französische Gemeinde mit 1957 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Ribeauvillé, zum 1997 gegründeten Kommunalverband Vallée de Kaysersberg und ist Hauptort (Chef-lieu) des Kantons Lapoutroie.

Geografie[Bearbeiten]

Lapoutroie liegt in einem Seitental der Weiss in den Vogesen. Die Straße von Colmar nach Saint-Dié führt über Lapoutroie. Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges.

Geschichte[Bearbeiten]

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts hieß Lapoutroie Sconerloch. Die ersten Dorfbewohner waren wahrscheinlich Kohlenhändler, die sich entlang der Straße niederließen. 1348 hieß der Ort Poutroye und entwickelte sich fortan zu einem politischen Zentrum der Region. Dort wurden ein Gericht und ein Gefängnis etabliert und zum Tode verurteilte Verbrecher gehängt. Im frühen 16. Jahrhundert lebten dort ungefähr 70 Menschen, und 1632, in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges waren es 206. 1681 war die Einwohnerzahl auf 36 gesunken. 1681 fielen 18 Häuser in Ribeaugoutte einem Brand zum Opfer. Im Jahr 1732 wurde in Lapoutroie eine Anzahl von 876 Einwohnern verbucht. Am 2. September 1750 schlug am späten Nachmittag ein Blitz ein und zerstörte die Kirche, die auf 1502 datiert ist, und 22 weitere Häuser.

Der Ort und sein gleichnamiger Kanton zählen zu den wenigen Gebieten des Elsass mit originär frankophoner Regionalsprache, dem Welche (dt. Welsch) oder Vosgien. Es handelt sich um einen galloromanischen Dialekt aus der Gruppe der Langues d'oïl, der eng mit dem Wallonischen verwandt ist.

Mit der bretonischen Gemeinde Lannilis besteht eine Städtepartnerschaft.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1601 1712 1810 1911 2000 2104 2049

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im nördlichen Teil des Ortes befindet sich das Musée des Eaux de Vie, ein Schnapsmuseum das in der ehemaligen Poststation aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist. Anhand der Exponate kann die Herstellung von Schnaps und Likör von den Früchten bis zum fertigen Destillat nachvollzogen werden. Das Museum ist privat geführt. Freier Eintritt, Degustation möglich.

Blick auf Lapoutroie
Musée des Eaux de Vie

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lapoutroie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien