Laser Squad

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Laser Squad ist ein rundenbasiertes Computerspiel, ursprünglich für den ZX Spectrum veröffentlicht und später für weitere Plattformen wie den Commodore 64, Amstrad CPC, MSX, Amiga, Atari ST und PC. Es wurde von Presse und Spielern positiv aufgenommen und erhielt hohe Wertungen in Reviews und Spielemagazinen. Laser Squad beeinflusste viele spätere Spiele im gleichen Genre deutlich, bspw. X-COM oder Jagged Alliance.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Screenshot von Laser Squad in der ZX Spectrum-Version

Das Konzept stammt von Julian Gollop und wurde bei Target Games (inzwischen Codo Technologies) entwickelt, veröffentlicht wurde es von Blade Software.[1] Das Spiel baut auf den Ideen der Rebelstar-Serie auf, einem Vorläufer ebenfalls von Gollop.

Mit der der Veröffentlichung von X-COM: UFO Defense, einer Art Nachfolger zu Laser Squad, durch Microprose wird der Spieltyp des taktischen Squadshooters weitreichender bekannt. Der durchschlagende Erfolg führt dazu, dass schon bald ein Sequel auf derselben technischen Grundlage erscheint. Auch der dritte Teil der Spielereihe hält sich an das allgemeine X-COM-Konzept und bietet taktische Schlachten nun sogar in mehreren Dimensionen an. Kurz nach dem Erscheinen von X-COM: Apocalypse wird 1998 mit Magic & Mayhem das letzte Spiel des bislang erfolgreichen Entwicklungsstudios veröffentlicht.

Nur kurze Zeit später gründen Julian und sein Bruder eine neue Entwicklerfirma mit dem Namen Codo Technologies. 2002 wurde die Laser Squad Serie von Codo Technologies wiederbelebt mit dem Play-by-email-Spiel Laser Squad Nemesis (jedoch ohne das Aktionspunktesystem und anpassbare Waffen). Seit September 2005 gibt es auf dem GameBoy Advance mit Rebelstar Tactical Command ein weiteres Taktikspiel, das an Laser Squad anknüpft, in dem man auf taktischen Karten rundenbasiert gegen Aliens antritt.

Spielmechanik[Bearbeiten]

Laser Squad ist ein rundenbasiertes Taktik Kriegsspiel in dem der Spieler Missionsaufgaben erfüllen muss, wie Rettungs- oder Rückholungsmissionen oder einfach der Eliminierung aller Gegner. Der Spieler steuert hierzu die einzelnen Mitglieder seiner Gruppe über die Karte, begrenzt durch Aktionspunkte die für Aktionen wie Bewegung, Drehen, Schießen, Aufheben und weitere, verwendet werden können. Durch geschicktes agieren mit Deckung suchen, Verwendung militärischer Gruppentaktiken, wie Feuerschutz, ein gut gewählte Bandbreite an Waffen der Gruppe können die Missionsziele erreicht werden. Die Modellierung vieler Aspekte ist realitätsnah mit Vor- und Nachteilen, bspw. sind Waffen mit hoher Feuerkraft typischerweise schwerer und ermüden die verwendende Einheit schnell. Auch spielt die Gemüts- und Geistesverfassung eine wichtige Rolle, der Tod von Teamkameraden kann im Extremfall zur Panik einer Einheit führen, die dann nicht mehr durch den Spieler kontrollierbar ist.

Das Spiel besteht aus fünf Missionsszenarien; mit einer Erweiterung, welche für die 8-Bit-Version veröffentlicht wurde, kamen zwei weitere Szenarien hinzu. Einige der gewählten Namen für Charaktere und Organisationen in den Spielen von Mythos und Codo verbinden alle Laser Squad und Rebelstar Spiele, beispielsweise der Charakter Corporal Jonlan und der Waffenproduzent Marsec (Mars Security).

Rezeption[Bearbeiten]

Es wurde von Presse und Spielern positiv aufgenommen und erhielt hohe Wertungen in Reviews und Spielmagazinen.

Beispielsweise, ein Review 1990 im Dragon #158 von Hartley, Patricia und Kirk Lesser in "The Role of Computers" Kolumne, gab dem Spiel 4½ von 5 Sternen.[2]

Bedeutung[Bearbeiten]

Rebelstar und Laser Squad gehören zu den frühsten Beispielen für rundenbasierte Taktikspiele mit einigen Einzeleinheiten. Viele der Laser Squad-Spielmechanikkonzepte wurde in der spätere X-COM-Serie wiederverwendet, ebenfalls von Gollop entwickelt jedoch bei Microprose veröffentlicht. Bei X-COM sind die Missionen jedoch nicht unzusammenhängend sondern Teil einer größeren Kampagne und Geschichte.

Jedes dieser Spiele besitzt die Eigenschaften, dass sie die Zeit über Aktionspunkte modellieren, ein Moralsystem besitzen, "Sichtlinien" und "Fog of War", Feuerschutz und die Möglichkeit der Ausrüstung der eignen Einheiten aus einem großen Sortiment ballistischer und Laserwaffen, Granaten und Nahkampfwaffen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edge Staff: The Making of: X-COM: Enemy Unknown (englisch) In: Edge-Magazin. next-gen.biz. 15. Mai 2009. Abgerufen am 8. April 2011.
  2. Lesser, Hartley, Patricia, and Kirk: The Role of Computers. In: Dragon. Nr. 158, 1. Juni 1990, S. 47–54.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Stellar Forces, ein Remake im PBEM-Stil von Laser Squad mit Game-Lobby-System.