Lasko – Die Faust Gottes
| Seriendaten | |
|---|---|
| Originaltitel | Lasko – Die Faust Gottes |
| Produktionsland | Deutschland, Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Produktionsjahr(e) | 2008–2010 |
| Produktions- unternehmen |
action concept Film- & Stuntproduktion GmbH |
| Länge | 45 Minuten |
| Episoden | 15 in 2 Staffeln |
| Genre | Actionserie |
| Produktion | Hermann Joha |
| Musik | Kay Skerra, Nik Reich, Jaro Messerschmidt |
| Erstausstrahlung | 18. Juni 2009 auf RTL, ORF 1 |
| Besetzung | |
Lasko – Die Faust Gottes war eine deutsche Actionserie der Stuntfirma action concept und RTL in Koproduktion mit dem ORF. Titelgebend war die Figur des jungen Mönchs Lasko, der bereits in dem Fernsehfilm Lasko – Im Auftrag des Vatikans in Erscheinung trat. Erstmals war die Serie am 18. Juni 2009 um 20:15 Uhr auf RTL und dem ORF 1 zu sehen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Die Vorgeschichte der Figur Lasko wird im Fernsehfilm Lasko – Im Auftrag des Vatikans erzählt. Lasko war ursprünglich ein Soldat der KFOR-Friedenstruppe, der nach einem traumatischen Erlebnis seinen Dienst im Kosovo quittiert und sich als Mönch in ein Kloster zurückgezogen hat.
In den Mauern des Klosters wird Lasko von Bruder Magnus zu einem Ringträger des Ordens „Pugnus Dei“ („Die Faust Gottes“) ausgebildet. Innerhalb des Ordens erhalten die sogenannten Ringträger (Agenten) eine Ausbildung in Kampfkünsten asiatischer Prägung, wobei der Stil von Folge zu Folge verschieden sein kann (z.B. Kung-Fu, Muay Thai oder Jiu Jitsu), und manchmal auch verschiedene Elemente in einer Kampfszene zu finden sind. Seine Fähigkeiten setzt er ein, um Bösewichte aller Art, beispielsweise die „Geheimloge“ Ares, die eine Stärkung des Vatikans in den westlichen Gesellschaften durch Methoden wie Folter, Mord oder auch Terrorismus anstrebt, zu bekämpfen. Trotz des asiatischen Kampfstils handelt es sich bei dem fiktiven Orden nicht um eine christliche Version des Shaolin, da die Kampfausbildung der Mönche nicht dazu dient, das eigene Kloster zu verteidigen, sondern sie eher eine Art Agenten des Vatikans darstellen.
Während Lasko als Hauptfigur der Serie den disziplinierten, starken und bescheidenen Helden verkörpert, steht sein „Assistent“ und engster Freund Gladius eher für den leicht verführbaren Sünder, der oft von hübschen Frauen schwärmt oder gerne mal ein Glas zu viel trinkt.
Neben den Mönchen des Ordens hilft auch die BKA-Ermittlerin Sophia von Erlen Lasko regelmäßig bei seinen Aufträgen. Bereits in der ersten Folge taucht sie als Ermittlerin auf, die einem internationalen Waffenhändler das Handwerk legen will. Sie gerät jedoch in die Gefangenschaft der Loge Ares und wird durch Lasko befreit. Sie hat ein besonderes Interesse an dem Orden, da ihr verschwundener Vater ebenfalls ein Ringträger war und sie ihn suchen und finden will.
[Bearbeiten] Produktion
- Die erste Staffel von Lasko – Die Faust Gottes wurde von Hermann Joha (Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei, Der Clown), Rolant Hergert (Fire) und Stefan Weidenbacher von Mai bis Dezember 2008 produziert.
- Regie und Kamera führte Axel Sand.
- Für Laskos Kampfstil orientierte sich Choreograph Ramazan Bulut an fernöstlicher Kampfkunst und Techniken des deutschen Box- und Ringsports.
- Die Musik wurde eigens für die Serie komponiert.
- Das Kostümbild der Serie wurde von Till Fuhrmann kreiert.
[Bearbeiten] Ausstrahlung
[Bearbeiten] Staffel 1
Auf ORF 1 wurde die erste Staffel vom 18. Juni bis zum 29. Juli 2009 ausgestrahlt. Auf RTL lief die erste Staffel vom 18. Juni bis zum 30. Juli 2009 donnerstags um 20:15 Uhr.
In Italien strahlte Rai 2 die erste Staffel ab dem 13. Juli 2010 dienstags um 21:50 Uhr aus.[1]
[Bearbeiten] Staffel 2
Die Ausstrahlung der acht neuen Folgen begann am 21. Oktober 2010 und endete auf RTL am 16. Dezember 2010.[2] Da RTL die Einschaltquoten nicht durchgehend zufriedenstellend fand, wurde auf die Produktion weiterer Fortsetzungen verzichtet.[3] Produzent Hermann Joha selbst wies später rückblickend auf einige Umstände und Entscheidungen hin, die es schwierig gemacht hatten, mit diesem Format ein breites Publikum auf Dauer zu binden.[4]
[Bearbeiten] Besetzung
| Figur | Schauspieler | Rolle | Folgen | Ausstiegsgrund | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruder Lasko | Mathis Landwehr | Mönch | 1–15 | ||
| Bruder Gladius | Stephan Bieker | Mönch | 1–15 | ||
| Novize Michael | Oliver Bender | Novize | 8–15 | ||
| Abt Georg | Heio von Stetten | Abt | 8–15 | ||
| Clarissa de Angelo | Julia-Maria Köhler | Vatikan-Polizei | 8–15 | ||
| Ehemalige Figuren | |||||
| Bruder Magnus | Karl Merkatz | Mönch | 1–7 | Wurde nicht mehr erwähnt | |
| Abt Patrizius | Burkhard Driest | Abt | 1–5 | Wurde von Quintus umgebracht | |
| Bruder Quintus | Tim Wilde | Mönch | 1–5 | Wurde erschossen, als er sich für Lasko vor eine Kugel warf. | |
| Sophia von Erlen | Simone Hanselmann | BKA-Beamtin | 1, 3, 5, 7 | wurde nicht mehr erwähnt[5] | |
| Hans Keller | André Hennicke | BKA-Beamter | 1, 2, 3, 5, 7 | wurde nicht mehr erwähnt[5] | |
[Bearbeiten] Drehorte
Die Region um die Kreisstadt Naumburg an der Saale, hier unter anderem das Internatsgymnasium Landesschule Pforta[6] sowie Schloss Neuenburg in Freyburg (Unstrut) in Sachsen-Anhalt, diente als Hauptmotiv für das Kloster des Ordens Pugnus Dei. Weitere Drehorte sind unter anderem die Basteibrücke[7] im Elbsandsteingebirge, die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz, die Rappbode-Talsperre im Harz, das Schiffshebewerk Niederfinow, sowie die in Sachsen-Anhalt stehende Burg Querfurt und die Bundeshauptstadt Berlin.
[Bearbeiten] Kritik
Lasko - Die Faust Gottes erhielt viele schlechte Kritiken. So schrieb Heike Barnitzke von TV Spielfilm:
„Die gute Nachricht für RTL vorweg: Die Fans von "Cobra 11" werden wohl auch diesen Kampfkunst-Quatsch mögen. Denn außer verklemmter Männerfreundschaft und sonstiger Ehrpusseligkeiten kommen im neuen Machwerk der Stunt-Schmiede Action Concept noch Schwurbel-Esoterik, ein Geheim-Orden mit dem bescheuerten Namen Pugnus Dei, gotische Gewölbe und eine amtliche Verschwörung, natürlich im Vatikan, hinzu. Klingt nach einem Quoten-Renner.“
– Heike Barnitzke: TV Spielfilm
[Bearbeiten] Episoden
[Bearbeiten] DVDs
Die komplette erste Staffel zur Serie wurde am 28. August 2009 veröffentlicht und enthält neben den 7 Episoden auch den Pilotfilm Lasko – Im Auftrag des Vatikans, sowie das Making Of zum Spielfilm und ein Interview mit Mathis Landwehr[8] Die zweite ist am 17. Dezember 2010 erschienen und enthält alle 8 Episoden der Staffel.[9]
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite der Produktionsfirma action concept
- Lasko – Die Faust Gottes in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Rai 2: Lasko
- ↑ Lasko: Zweite Staffel startet im Oktober. Serienjunkies (3. September 2010). Abgerufen am 8. Januar 2011.
- ↑ Keine neuen Folgen mehr: RTL stellt "Lasko" ein. DWDL.de (4. Februar 2011). Abgerufen am 4. Februar 2011.
- ↑ Hermann Joha: Abschließende Analyse. Quotenmeter.de (4. Februar 2011). Abgerufen am 25. Februar 2011.
- ↑ a b Play By Day: Lasko geht auf RTL in die zweite Runde Serienjunkies
- ↑ Webseite vom Drehort: Landesschule Pforta
- ↑ Webseite zum Drehort der Basteibrücke
- ↑ Universum Film Lasko – Die Faust Gottes Staffel 1
- ↑ Universum Film Lasko – Die Faust Gottes Staffel 2