Laternelaufen

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Abend an der Ostsee, Gemälde von Ernst Oppler (um 1920)
Ökumenischer St. Martinszug in Flensburg (10. November 2013)

Laternelaufen ist ein herbstlicher Brauch, bei dem Kinder nach Einbrechen der Dunkelheit singend mit einer Laterne von Haus zu Haus ziehen oder an einem Laternenumzug durch die Straßen teilnehmen.

Vor allem in katholisch geprägten Regionen gibt es Sankt-Martins-Umzüge mit Laternen am Gedenktag des hl. Martin von Tours prägend). In einigen evangelisch geprägten Regionen wird das Martinisingen zum Namenstag des Reformators Martin Luther bereits am 10. November (Luthers Geburtstag) gefeiert. Im alemannischen Raum ist zudem der Brauch der Räbenlichter verbreitet.

Das Laternelaufen ist in vielen Regionen verbreitet und steht oft in direktem Zusammenhang mit dem Brauchtum um den Martinstag am 11. November. Regional finden sich zumeist unterschiedliche Varianten, in allen Varianten werden bei den Umzügen Lieder wie Ich gehe mit meiner Laterne gesungen. Organisatorische Gründe führen manchmal zu geringen Terminverschiebungen um den 10./11. November.

Auch findet das Laternelaufen im Herbst, unabhängig vom 10. oder 11. November, in einigen Regionen im Rahmen eines oder mehrerer Laternenumzüge statt. Diese reichen von kleinen Gruppen eines Kindergartens bis zu den von Gemeinden, Vereinen oder anderen Einrichtungen organisierten Laternenzügen, die von einem Spielmannszug begleitet sein können. Während des Umzugs werden spezielle Lieder gesungen.

Die Laternen und Räbelichter werden oftmals, teils von den Kindern, selbst hergestellt. Gleichwohl werden vielerorts auch Laternen oder Lampions aus dem Handel verwendet, die mittlerweile auch mit einer elektrischen Lampe statt einer herkömmlichen Kerze ausgestattet sind.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]