Laterns

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Laterns
Wappen von Laterns
Laterns (Österreich)
Laterns
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 43,75 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 9° 42′ O47.2666666666679.7921Koordinaten: 47° 16′ 0″ N, 9° 42′ 0″ O
Höhe: 921 m ü. A.
Einwohner: 676 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 15 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6830
Vorwahl: 05526
Gemeindekennziffer: 8 04 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Laternserstraße 6
6830 Laterns
Website: www.laterns.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Ludescher
Gemeindevertretung: (2015)
(12 Mitglieder)
Mehrheitswahl
Lage der Gemeinde Laterns im Bezirk Feldkirch
Altach Düns Dünserberg Feldkirch Frastanz Fraxern Göfis Götzis Klaus Koblach Laterns Mäder Meiningen Rankweil Röns Röthis Satteins Schlins Schnifis Sulz Übersaxen Viktorsberg Weiler Zwischenwasser VorarlbergLage der Gemeinde Laterns im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
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Laterns, gesehen von der gegenüberliegenden Gulmalpe
Laterns, gesehen von der gegenüberliegenden Gulmalpe
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Laterns ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 676 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015).

Geographie[Bearbeiten]

Laterns liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Feldkirch auf 921 Metern Höhe im langgezogenen Laternsertal und reicht bis zum Furkajoch (1761 m). Mit einem Gemeindegebiet von 43,75 km² ist Laterns die flächenmäßig größte Gemeinde des Bezirks Feldkirch. 40,9 % der Fläche sind bewaldet, 45,3 % gehören zu den Alpen. An der Grenze zur Nachbargemeinde Damüls liegt der Hochrohkopf. Ortsteile der Gemeinde sind: Innerlaterns, Laterns-Bonacker, Laterns-Thal.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Laterns ist eine von nur zwei Gemeinden Vorarlbergs, die an alle politischen Bezirke des Landes angrenzt. Selbst im Bezirk Feldkirch liegend grenzt Laterns an die Stadt Dornbirn im gleichnamigen Bezirk Dornbirn, Damüls im Bezirk Bregenz, Blons, Sankt Gerold und Thüringerberg im Bezirk Bludenz sowie die Gemeinden Schnifis, Dünserberg, Übersaxen, Rankweil und Zwischenwasser im gleichen Bezirk wie die Walsergemeinde. Es ergibt sich somit eine gemeinsame Gemeindegrenze mit 10 anderen Gemeinden.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon zu rätoromanischer Zeit wurden Teile des Gebietes alpwirtschaftlich und jagdwirtschaftlich genutzt. Der Hauptort des Laternser Tales wurde im Jahre 1177 als Montem Clauturni urkundlich erwähnt und führt noch bis ins 17. Jahrhundert die Bezeichnung Glaterns. Die eigentliche Besiedelung erfolgte, wie bei vielen Siedlungen in den Seitentälern Vorarlbergs, durch die Walser zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Laterns seit der Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 12 Mitgliedern. Bei der Gemeindevertretungswahl 2015 wurden diese nicht per Parteilisten, sondern per Mehrheitswahl gewählt. Bürgermeister der Gemeinde ist seit 2015 Heinz Ludescher.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Laterns wurde dieser am 22. Juli 1938 verliehen. Es zeigt einen von Silber und Rot gespaltenen Schild, der von einer eingeschobenen, aufsteigenden, eingebogenen, bis zum Schildhaupt reichenden blauen Spitze durchzogen wird. Darauf befinden sich elf fünfstrahlige Sterne mit jeweils gewechselten Tinkturen in senkrechten Reihen, je vier in jedem Schildfeld, und drei - deren unterster durch die Spitze durchschlagen wird - etwas erhöht auf der Teilungslinie. In der Spitze erhebt sich aus der erhöhten Mittelkuppe ein grün bewachsenen Dreiberges eine bewurzelte, golden befruchtete Tanne.

Gestalterisch ist das Wappen stark an jenes des Kanton Wallis angelehnt, was vom Staatsrat des selbigen im Jahr 1936 ausdrücklich gut geheißen wurde. Entworfen wurde das Wappen 1936 vom „Zimbapfarrer“ Gebhard Wendelin Gunz.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Laterns

Sport[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befindet sich das Skigebiet Laterns-Gapfohl. Dieses verfügt über eine kuppelbare 4er-Sesselbahn, eine kuppelbare 6er-Sesselbahn und drei Schlepplifte. Außerdem gibt es im Bereich des Skigebiets mehrere Einkehrmöglichkeiten.

In den Sommermonaten befindet sich unter der 4er-Sesselbahn eine Sommerrodelbahn. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Wanderwege im Bereich des Skigebiets. Der markanteste Gipfel im Gemeindegebiet von Laterns ist der Hohe Freschen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 14 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 73 Beschäftigten und 4 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 335. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 23.491 Übernachtungen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Ortschaft ist mit einer Landesstraße über Zwischenwasser an das Rheintal und während der Sommermonate über das im Winter wegen Lawinengefahr gesperrte Furkajoch an Damüls und somit auch an den Bregenzerwald oder an das Große Walsertal angeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laterns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Gapfohl-Laterns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorarlberger Landesregierung (Hrsg.): 96 Gemeindewappen – Hoheitszeichen und Bürgerstolz. Vorarlberger Landesarchiv, Bregenz 2008. ISBN 978-3-902622-04-4