Latexallergie

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Latexallergie ist eine Soforttyp-Allergie gegen Naturkautschuk mit einer wachsenden Anzahl betroffener Menschen.

Auslöser[Bearbeiten]

Auslöser der Allergie ist Naturlatex, das in zahlreichen Produkten verarbeitet wird.

Auch die als Zimmerpflanze weit verbreitete Birkenfeige (Ficus benjamina) ist bei vielen Latexallergikern ein Auslöser allergischer Reaktionen im Sinne einer Kreuzallergie. Auch in anderen Pflanzen findet sich Naturlatex (=Naturkautschuk), zu nennen sind sukkulente Euphorbien, der sogenannte „Weihnachtsstern“ und Maniok. Das Immunsystem kann auch auf ähnliche Stoffe reagieren (Kreuzallergie). So kann ein Latexallergiker z. B. auch auf Kiwis, Banane, Avocado, Walnuss und Esskastanie allergisch reagieren. Dieses heißt allgemein orales Allergiesyndrom. Speziell bei Latex handelt es sich um ein Latex-Frucht-Syndrom.

Symptome[Bearbeiten]

Der Schweregrad der Anaphylaxie (allergischen Reaktion) kann von leichten Juckreizen und Hautrötungen bis hin zu schweren anaphylaktischen Schockzuständen reichen.

Risikogruppen[Bearbeiten]

Besonders in der latexverarbeitenden Industrie und im medizinischen Bereich, in dem z. B. Latexhandschuhe als Operationshandschuh verwendet werden, finden sich vermehrt Latexallergiker (5 bis 17 %). Präventionskonzepte zur Verhütung latexbedingter Gesundheitsschäden wurden von den gewerblichen Berufsgenossenschaften und mehreren Allergie-Arbeitsgruppen erstellt und haben zum Rückgang der beruflich bedingten Belastungen von Beschäftigten im Gesundheitswesen geführt. Auch Menschen mit Spina bifida, atopischen Erkrankungen (z.B. Neurodermitis, Asthma bronchiale allergicum) oder angeborenen Urogenitalanomalien sind überdurchschnittlich häufig allergisch auf Latex. Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Kontrastmittelallergie können in einzelnen Fällen auch andere Allergien inkl. gegenüber Latex zugrunde liegen [1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Böhm I Latex allergy in patients suspected for contrast media hypersensitivity: a neglected differential diagnosis in Acta Radiologica 2010;51:709-10


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