Latifundium

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Als Latifundium (lateinisch lātifundium; aus lātus „großräumig“, fundus „Bauernhof, Anwesen“) wurde im Römischen Reich ein ausgedehntes Landgut bezeichnet.

Latifundien kamen in Italien nach dem Zweiten Punischen Krieg auf und verdrängten in der späten Republik in vielen Gegenden die bisherige kleinbäuerliche oder auf Gutshöfe mittlerer Größe gestützte Landwirtschaft. Sie wurden unter Einsatz zahlreicher Sklaven bewirtschaftet, neben denen freie Landarbeiter als Saisonkräfte zum Einsatz kamen. Hauptsächliche Wirtschaftsform der Latifundien war die Viehzucht, daneben auch der Oliven- und Weinanbau. Der Getreideanbau hingegen war im Rahmen der Sklavenwirtschaft unrentabel.

In der Kaiserzeit waren Latifundien die vorherrschende Bewirtschaftungsform in Teilen des Reiches, in Italien und auf Sizilien, sowie in Nordafrika, Spanien und Gallien. Organisatorischer Mittelpunkt eines Latifundiums war die Villa rustica.

Nach römischem Vorbild werden auch große Landgüter späterer Zeit, so in Portugal, Spanien und Lateinamerika, als Latifundien bezeichnet.

Der Grundeigentümer eines solchen landwirtschaftlichen Großbetriebes verteilt seinen Besitz auf mehrere Kleinpächter und lebt von den Pachtzinsen. Diese sind unabhängig vom Ertrag der Pächter. Der Kleinpächter trägt also das gesamte Risiko. Zusätzlich fehlt dem Pächter meist das Kapital für Investitionen, und der Grundeigentümer hat keinen Anreiz, Investitionen zu fördern.

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