Laubach (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Laubach
Laubach (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Laubach hervorgehoben
50.2341666666677.0744444444444550Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Kaisersesch
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 3,58 km²
Einwohner: 645 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56759
Vorwahl: 02653
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 052
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 47
56759 Kaisersesch
Webpräsenz: laubach.kaisersesch.de
Ortsbürgermeister: Manfred Adams
Lage der Ortsgemeinde Laubach im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild

Laubach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaisersesch an und ist eine staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Laubach liegt fünf Kilometer westlich der Stadt Kaisersesch auf einem mit dem hier entspringenden Kaulenbach nach Süden abfallenden Gelände. Die Ortschaft umfasst Höhenlagen zwischen 485 m ü. NN und 550 m ü. NN. Naturräumlich lässt sich das zu über einem Drittel bewaldete[2] Gemeindegebiet in der Östlichen Hocheifel noch dem Müllenbacher Riedelland zuordnen, befindet sich aber bereits am Übergang in die sich nördlich anschließenden Elzbachhöhen. Es gehört größtenteils zum Landschaftsschutzgebiet „Moselgebiet von Schweich bis Koblenz“ und umfasst im Süden auch einen Teil des Naturschutzgebiets „Müllenbachtal – Kaulenbachtal“.

Laubach grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Ortsgemeinden Eppenberg, Masburg, Leienkaul, Müllenbach und die Stadt Ulmen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Laubachs stammt aus dem Jahre 1455, als das Dorf an die Grafen von Virneburg verkauft wurde. 1548 übernahm Kurtrier die landesherrlichen Rechte. Laubach gehörte zum Amt Monreal und zum Hochgericht Masburg. Das Hochgericht Masburg war ein Lehen der Grafen von Virneburg. Im Trierer Feuerbuch aus dem Jahr 1563 sind 15 Feuerstellen (Haushalte) in Laubach (Laupach) verzeichnet.[3]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer annektiert, von 1798 bis 1814 gehörte Laubach zum Kanton Kaisersesch im Arrondissement Koblenz des Rhein-Mosel-Departements. Der Munizipalrat (Laubacher Gemeindevertreter in der Mairie Kaisersesch) war 1808 der Bürger Velling.[4]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam die Gemeinde Laubach zur Bürgermeisterei Kaisersesch im Kreis Cochem, der zum neuen Regierungsbezirk Koblenz sowie von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.[5]

Seit 1946 ist die Gemeinde Laubach Teil des Landes Rheinland-Pfalz, seit 1968 gehört sie der Verbandsgemeinde Kaisersesch an und seit 1969 zum Landkreis Cochem-Zell.

Haupteinnahmequelle für die Bewohner des Ortes war jahrhundertelang der Schieferbergbau. Urkundlich belegt ist der Bergbau ab 1695, kleinere Gruben bestanden schon viel früher. 1959 wurde die letzte Grube nach einem Wassereinbruch stillgelegt.

Der Name des Ortes stammt wahrscheinlich vom mittelhochdeutschen „lôbach“. Lôb und das heutige Laub verweisen dabei auf einen Wald, während das ach auf ein sumpfiges Gelände hinweist.

Bis 2004 war die heutige Ortsgemeinde Leienkaul ein Ortsteil der Gemeinde Laubach.[6]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Laubach bezogen auf das heutigen Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 192
1835 481
1871 642
1905 856
1939 851
Jahr Einwohner
1950 887
1961 877
1970 966
1987 956
2005 695

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Laubach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen. 2004 fand eine Mehrheitswahl statt.[7]

2014 wurde Manfred Adams mit 82 % der Stimmen erneut zum Ortsbürgermeister gewählt.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Maria Martental liegt in der seit Juni 2004 eigenständigen Gemeinde Leienkaul.

Unter Denkmalschutz stehender Schieferabbau

Die Geschichte der Orte Müllenbach, Laubach und Leienkaul ist eng mit dem Schieferbergbau verknüpft. Zwischen den Orten liegt das Kaulenbachtal, in dem hauptsächlich der Schieferbergbau stattfand. Durch dieses Tal führt der Schiefergrubenwanderweg.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Laubach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laubach liegt an der Bundesautobahn 48.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laubach (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 138, 155, 210.
  4. Handbuch für die Bewohner vom Rhein-Mosel-Departement, Koblenz: Prefektur-Buchdruckerey, 1808, S. 65 (www.dilibri.de)
  5. Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, S. 38 (www.dilibri.de)
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 184 (PDF)
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Laubach - Ortsbürgermeister Laubach 2014. Abgerufen am 2. Juli 2014