Lauben (Unterallgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lauben
Lauben (Unterallgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauben hervorgehoben
48.06111111111110.291666666667590Koordinaten: 48° 4′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Erkheim
Höhe: 590 m ü. NHN
Fläche: 18,38 km²
Einwohner: 1323 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 87761,
87743 (Betzenhausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08336
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 163
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstr. 1
87746 Erkheim
Webpräsenz: www.gemeinde-lauben.de
Bürgermeister: Thomas Klein
Lage der Gemeinde Lauben im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Lauben ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Erkheim.

Geografie[Bearbeiten]

Lauben liegt ca. 10 km nord-östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag liegt bei 948 mm und ist damit vergleichsweise hoch, da er in das obere Viertel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 81 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 2,7 mal mehr Niederschläge als im Januar. Die jahreszeitlichen Schwankungen sind groß. An nur 5 % der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Lauben und Frickenhausen.

Zur Gemeinde Lauben gehören unter anderem die Orte Lauben, Frickenhausen, Lauberhart und Ziegelstadel.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte Lauben[Bearbeiten]

Laut der Gründungsurkunde des Klosters Ochsenhausen wurde Lauben am 31. Dezember 1099 unter Bezeichnung Loba erstmals urkundlich erwähnt. Die Straßenführung des Ortskernes lässt jedoch vermuten, dass sich bereits viel früher eine Ansiedlung in Lauben befand.
Das Laub’ner Rittergeschlecht, einst zu den mächtigsten in unserem Raum gehörend, starb 1383 aus. Nach mehreren Ortsherrenwechsel, wurde das Dorf 1383 an den Memminger Bürger Nikolaus Tagbrecht verkauft. Damit gehörte Lauben zum Hoheitsgebiet der Reichstadt Memmingen. 1399 stiftete Nikolaus Tagbrecht den gesamten Ort mit allen Gütern und Leibeigenen der Dreikönigskapellenstiftung in Memmingen.
Im Zuge der Reformation wurde Lauben deshalb evangelisch, umgeben von katholischen Nachbargemeinden. Das typisch ländliche Dorf hatte eigene Handwerksbetriebe, die aber gleichzeitig ihre Landwirtschaft mit betrieben.
Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Geschichte Frickenhausen[Bearbeiten]

Frickenhausen ist im 8. Jahrhundert entstanden und wurde 1167 erstmals urkundlich erwähnt. Nach häufigem Besitzerwechsel kam 1460 das Dorf in die Hände des Memminger Patriziers Erhard Vöhlin. 1480 baute die Familie Vöhlin ihr Landschloss in Frickenhausen, das ab 1789 als Pfarrhaus genutzt wurde. Im Jahr 1520 kaufte die Reichstadt Memmingen den ganzen Ort. Den gesamten Besitzstand übergab die Stadt 1547 dem Unterhospital in Memmingen.

Am 1. Mai 1978 wurde Frickenhausen nach Lauben eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1065 Einwohner[2]
  • 1970: 1112 Einwohner[2]
  • 1987: 1168 Einwohner
  • 2000: 1282 Einwohner
  • 2011: 1347 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[3]
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70
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62,8 %
12,4 %
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5,1 %
2,6 %
4,1 %
2,5 %
6,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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+1,1 %p
-9,1 %p
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+4,1 %p
+2,5 %p
-6,0 %p

Seit dem 1. Mai 2014 ist Reiner Rössle Bürgermeister von Lauben. Bis zum 30. April 2014 war Thomas Klein von der Bürgergemeinschaft Bürgermeister von Lauben. Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Georg Motz (Bürgergemeinschaft/Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 460 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 33 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 30. April 1985 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „In Silber über schwarzem Schildfuß, darin ein silberner Sechsberg, ein gesenkter schwarzer Balken, der mit drei silbernen Großbuchstaben „P“ belegt ist, darüber ein sechsstrahliger roter Stern.“

Die Gemeinde besteht im Wesentlichen aus den beiden Pfarrdörfern Lauben und Frickenhausen. Lauben wurde 1383 von Nikolaus Tagbrecht, einem reichen Memminger Bürger verkauft und der von ihm gestifteten Dreikönigskapelle (mit Armenpflege) in Memmingen geschenkt. Frickenhausen wurde 1520 von der Reichsstadt Memmingen erworben, die es 1547 an das Unterhospital weiterverkaufte. Das Wappen von Lauben verbindet die Wappen der Tagbrecht (Sechsberg und Stern) mit dem Wappen der Vöhlin (Balken mit den drei Großbuchstaben „P“).

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens realisierten der Laubener Hannes Steinlehner und der Münchner Dr. Reinhard Heydenreuter.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

ehemaliger Landsitz der Familie Vöhlin

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im produzierenden Gewerbe 29 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zwölf Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 435. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.279 ha, davon waren 371 ha Ackerfläche und 908 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 51 Kindern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lauben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014