Laudenbach (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Laudenbach
Laudenbach (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Laudenbach hervorgehoben
49.7458333333339.1761111111111127Koordinaten: 49° 45′ N, 9° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kleinheubach
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 4,94 km²
Einwohner: 1415 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 286 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63925
Vorwahl: 09372
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 135
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obernburger Straße 10
63925 Laudenbach
Webpräsenz: www.laudenbach-am-main.de
Bürgermeister: Bernd Klein (FW)
Lage der Gemeinde Laudenbach im Landkreis Miltenberg
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Gemeindefreies Gebiet Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Laudenbach in der Spessartkarte von Paul Pfinzing von 1594 (Norden ist rechts)
Luftbild 2008
Ortszentrum, Luftbild 2008
Blick zur Kirche

Laudenbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kleinheubach.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Laudenbach liegt direkt am westlichen Ufer des bayerischen Untermains zwischen Miltenberg und Obernburg und grenzt an den Odenwald. An das Straßenverkehrsnetz ist der Ort gut über die B 469 angeschlossen, das Zentrum des Rhein-Main-Gebietes kann per Auto und Bahn schnell erreicht werden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es gibt nur den Ortsteil Laudenbach[2].

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Mainabwärts ist die nächste Nachbargemeinde Klingenberg am Main, mainaufwärts Kleinheubach.

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Seinen Namen hat Laudenbach gleichnamigen Laudenbach,[3] der im Ort in den Main mündet.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1133 Lůtenbach
  • 1144 Lutenbach
  • 1212 Ludenbach
  • 1248 Lůtinbach
  • 1252 Lutinbach
  • 1291 Lutenbach
  • 1315 Laudenbach
  • 1542 Lautenbach
  • 1625 Laudenbach

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Miltenberg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Laudenbach lag. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Laudenbach war nun eine der 31 Gemeinden im Altkreis Miltenberg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Obernburg am Main zum neuen Landkreis Miltenberg zusammen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Der zu Vielbrunn (Stadt Michelstadt) gehörende Weiler Brunnthal in Hessen, wird von Laudenbach aus mitverwaltet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Es gibt eine leichte Zunahme der Einwohnerzahl in den letzten Jahren, die vor allem auf die Erschließung neuer Baugebiete (z.B. Sommerberg II, Bocksberg) zurückzuführen ist.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[4]
Wahlbeteiligung: 76,04 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,03 %
36,89 %
18,08 %

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist Bernd Klein.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Laudenbach (b Kleinheubach) liegt an der Maintalbahn (AschaffenburgWertheim). Am östlichen Ortsrand von Laudenbach verläuft die Bundesstraße 469 und die Kreisstraße MIL3 führt Richtung Westen in den Odenwald nach Vielbrunn. Der nächste Autobahnanschluss 57 (Kreuz Stockstadt am Main) der Bundesautobahn 3 ist über die B469 ca. 31 km entfernt.

Radfernwege[Bearbeiten]

Durch das Ort entlang des Mains führen folgende Radwanderwege:

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Die Mittelschule Kleinheubach unterhält in Laudenbach eine Außenstelle für den Primärbereich.
  • Die Kindertagesstätte Karolusheim.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Musikverein Harmonie
  • Sängerlust Laudenbach
  • INTAKT – der Chor

Vereine[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Heimat- und Geschichtsverein
  • Turnverein
  • Angelsportverein ASV Laudenbach am Maintalradweg
  • Motorradclub

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schloss Laudenbach

Parks[Bearbeiten]

Schlosspark Laudenbach

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Mammutbaum im Schlosspark

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Pfarr- und Kindergartenfest im Sommer
  • Dorffest des Fußballvereins im Sommer
  • Johannisfeuer des Gesangvereins
  • Maifeier des Musikvereins
  • Brunnenfest des Turnvereins
  • Anlassfahrt und Abschlussfahrt des Motorradclubs
  • Theaterveranstaltung der Theater Truppe Laudenbach seit mittlerweile weit über 40 Jahren. Meist im April/Mai

Bildung[Bearbeiten]

Grund- und Hauptschule innerhalb des Schulverbands Kleinheubach/Laudenbach/Rüdenau

Kurioses[Bearbeiten]

Waren die Breitendieler die „Hasenbäuerli“ so waren die Laudenbacher die „Kröpfer“. Eine besonders beliebte Haustaubenrasse bei den Taubenzüchtern waren die Brünner Kröpfer. Später kamen dann die Reisetauben hinzu, man bildete Schlaggemeinschaften und erzielte Preise, Auszeichnungen und Trophäen. Den Spitznamen - Ortsnecknamen hatten die „Laudenbacher-Kröpfer“ schon lange von ihren Nachbarorten erhalten[5].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. bayerische-landesbibliothek-online (abgerufen im Jan. 2013)
  3. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 128.
  4. http://www.kombn-web.de/2008/wahlen/6_MAIN_E_GEMEINDERATSWAHL_2008__LAUDENBACH.html
  5. Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Lkr.Miltenberg 2003

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laudenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien