Laudis Canticum

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Die Apostolische Konstitution Laudis Canticum von Papst Paul VI. wurde am 1. November 1970 zur amtlichen Einführung des erneuerten Stundengebetes veröffentlicht. Hiermit erfolgte die Promulgation der „Liturgia horarum“. Darin wird die Stundenliturgie verstanden als Erfüllung des Gebotes Christi, allezeit zu beten.

Konzilsbeschluss[Bearbeiten]

Das Zweite Vatikanische Konzil hatte in der Liturgiekonstitution „Sacrosanctum Concilium“ unter der Nummer 100 folgendes festgelegt: Zur Teilnahme am Stundengebet, als einem Handeln der Kirche, werden auch die übrigen Gläubigen je nach den Umständen nachdrücklich eingeladen. Dieses Stundengebet besteht aus Hymnen, Psalmen, Lesungen und Fürbitten.

Das kirchliche Stundengebet[Bearbeiten]

Das Stundengebet ist Gebet und Wesensvollzug der ganzen Kirche, nicht nur von Priestern und Ordensleuten. Papst Paul VI. hat dieses bei der Erneuerung des Stundengebetes so begründet:

„Das ganze Leben der Gläubigen ist zu allen Stunden des Tages und der Nacht gleichsam eine Leitourgia, ein öffentlicher Dienst, in dem sie sich Gott und den Menschen hingeben und sich so in das Tun Christi einschließen, der durch sein Leben und seine Hingabe das Leben aller Menschen geheiligt hat. Diese tiefe Wahrheit, die dem christlichen Leben zugrunde liegt, bringt das Stundengebet deutlich zum Ausdruck und bestätigt sie wirksam. Deshalb wird das Stundengebet allen Christgläubigen angeboten, auch denen, die es nicht pflichtgemäß verrichten müssen.“

Das Stundenbuch erschien ab 1971 in vier Bänden und stellt den gesamtkirchlichen Charakter des Stundengebets deutlich in den Vordergrund. Erst danach erwähnt es die von der Kirche mit diesem Dienst beauftragten Beter. In Laudis Canticum werden zur Erfüllung der Reformwünsche an erster Stelle die Priester genannt, die in den heutigen Lebensumständen ihren Dienst versehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Text der Apostolischen Konstitution (italienisch)