Laufamholz
49.46652777777811.162777777778Koordinaten: 49° 28′ 0″ N, 11° 9′ 46″ O
| Laufamholz
Stadt Nürnberg
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|---|---|
| Höhe: | 309–321 m ü. NN |
| Fläche: | 1,39 km² |
| Einwohner: | 5024 (31. Dez. 2005) |
| Eingemeindung: | 1. April 1938 |
| Postleitzahl: | 90482 |
| Vorwahl: | 0911 |
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Lage der Gemarkung 3441 Laufamholz in Nürnberg |
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Laufamholz ist seit dem 1. April 1938 ein Ortsteil von Nürnberg.[1] Der Ort liegt östlich von Mögeldorf zwischen der Pegnitz und der S-Bahnstrecke Richtung Lauf an der Pegnitz.
Inhaltsverzeichnis |
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Schlossruine Oberbürg[Bearbeiten]
Im 13. Jahrhundert als Wasserschloss gebaut, war Oberbürg einer der zahlreichen Patrizier-Landsitze, die für Nürnberg typisch sind. Im Zweiten Weltkrieg brannte Oberbürg 1943 bei einem Luftangriff aus. Von der Seite nach Laufamholz zu sieht es wie eine kleine Burg aus; die Bauherrn hatten es mit Mauer und Wassergraben und zwei kleinen flankierenden Türmen am Eingang versehen.
Industriegut Hammer[Bearbeiten]
In Nürnberg gab es bereits vor der Industrialisierung architektonische Ausprägungen industrieller Entwicklungen. So weisen beispielsweise die Satzingermühle in Mögeldorf und die Hammerwerke[2] in Hammer[3] bei Laufamholz bereits auf erste Entwicklungen der späteren Industrialisierung hin. Bereits 1537 wurden Kupfer- und Eisenhammer zu einem Messinghammer umgewandelt. 1807 wurde hier Johann Gabriel Friedrich Poppel geboren. Am 1. April 1938 wurde Hammer gemeinsam mit Laufamholz, Mühlhof, Oberbürg und Unterbürg in die Stadt Nürnberg eingemeindet. Das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte ehemalige Hammerwerk liegt direkt an der Pegnitz. Hammer wurde restauriert und wird von einem Verein denkmalpflegerisch betreut. Noch während des Zweiten Weltkriegs wurde in Hammer Messingblech hergestellt. Der Gesamtkomplex besteht heute aus der Ruine des Herrenhause, das infolge von Bombenangriffen zerstört wurde, einem Gasthaus, dem Uhrenhaus sowie Wohnhäuser für Arbeiterfamilien. Von der ursprünglichen Befestigung des Industrieguts sind noch Mauern, eine Tordurchfahrt und Wehrtürme erhalten geblieben. Insgesamt vermittelt die Anlage einen einheitlichen Gesamteindruck. Im Uhrenhaus, das nach dendrochronologischen Untersuchungen 1554 erbaut wurde, befindet sich ein Museum. Interessierten bietet es eine Ausstellung zur Geschichte des Guts und Informationen zur Industrialisierung. Sehenswert ist ein barocker Obelisk mit Hieroglyphen, der vom früheren Volckamer'schen Gartenanwesen in Gostenhof nach dort versetzt wurde.[4]
Literatur[Bearbeiten]
- Wittek, Ansgar: Der Nürnberger Vorort Laufamholz – Herrensitz; Bauerndorf; Stadtteil; mit dem mittelalterlichen Fabrikort Hammer. Hrsg.: Vorstadtverein Nürnberg-Laufamholz e. V., Nürnberg-Laufamholz: Vorstadtverein, 1984, IDN: 860337693.
- Leben und Arbeiten im Fabrikgut Hammer, eine Ausstellung zur Geschichte und Technik der spätmittelalterlichen Industriesiedlung Hammer und zur Entwicklung von Laufamholz; [Ausstellung im Uhrenhaus Hammer]/EWAG Trinkwasser. [Red.: Christian Koch]. Verlag W. Tümmels, Nürnberg 1994, ISBN 3-921590-19-1.
- Laufenholtz anno 1256 – Laufamholz 2006. Beiträge zur Geschichte des Nürnberger Vorortes, Hrsg.: Vorstadtverein Nürnberg-Laufamholz
- Rodenhäuser, Heinrich: Die Geschichte des Zeidelhofes und späteren Schlosses in Laufamholz 1505 - 1834; herausgegeben vom Vorstadtverein Nürnberg-Laufamholz (VNL) mit einem Vorwort des 1. Vorstandes Eike Brand und Herrn Betriebsleiter Roland Blank vom Forstbetrieb Nürnberg.
Baptist Hussennether
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602
- ↑ private Webseite mit Fotos zum Industriegut Hammer
- ↑ Artikel im FrankenWiki der Nürnberger Zeitung: http://www.franken-wiki.de/index.php/Industriegut_Hammer
- ↑ Baukunst NürnbergEpoche: Industrialisierung - Ehemaliges Industriegut Hammer
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