Laufwasserkraftwerk Ingolstadt

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Laufwasserkraftwerk Ingolstadt

BW

Lage
Laufwasserkraftwerk Ingolstadt (Bayern)
Laufwasserkraftwerk Ingolstadt
Koordinaten 48° 45′ 1,3″ N, 11° 24′ 43″ O48.75036666666711.411952777778369.5Koordinaten: 48° 45′ 1,3″ N, 11° 24′ 43″ O
Land: DeutschlandDeutschland Deutschland
Ort: Ingolstadt[1]
Gewässer: Donau[1]
Gewässerkilometer: km 2459,3 [2]
Höhe Oberwasser: 369,5 m ü. NHN
Kraftwerk
Eigentümer: Donau Wasserkraft AG[3]
Betreiber: E.ON Wasserkraft
Betriebsbeginn: 1971[1]
Technik
Engpassleistung: 19,8[1] Megawatt
Durchschnittliche
Fallhöhe:
5,1 [2] m
Ausbaudurchfluss: 501 [2] m³/s
Turbinen: 3 Kaplan-Turbinen [2]
Generatoren: Bahnstrom-Generatoren
Sonstiges
Website: eon-wasserkraft.com

Das Laufwasserkraftwerk Ingolstadt ist ein an der Staustufe Ingolstadt an der Donau gelegenes Wasserkraftwerk, welches 1971[1] in Betrieb ging. Es verfügt über drei Kaplan-Turbinen mit einer Leistung von je 6,6 Megawatt. Eigentümer ist die Donau-Wasserkraft AG. Es wird von E.ON Wasserkraft betrieben und erzeugt nur Bahnstrom. Der Netzanschluss erfolgt auf der 20-kV-Mittelspannungsebene in das Bahnstromnetz der DB Energie.[4]

Die Staustufe verfügt über ein dreifeldriges Wehr und ist weitgehend baugleich mit den zeitgleich entstandenen anderen bayerischen Staufstufen. Der Stausee diente lange Zeit noch dem Kiesabbau. Mittels eines Schwimmbaggers und Förderbändern wurde das Abbaumaterial direkt zum Kieswerk an Land transportiert.

Der Stausee verfügt über eine Insel, die als Vogelinsel dem Naturschutz dient und donauaufwärts über zahlreiche im Wasser gelegene Landstreifen, die älteren Datums sind. Er verhindert das in früheren Jahren oft übliche Zufrieren der Donau, verringert allerdings zugleich die Hochwassergefahr für die umliegenden Gemeinden. Die früher regelmäßige Überflutung der nahe gelegenen Auwaldgebiete wird durch die Staustufe auf ein Minimum reduziert, soll allerdings im Rahmen des Naturschutzes eventuell wieder aufgenommen werden.

Am Stausee befinden sich neben dem Kieswerk noch ein Betonwerk, auf dessen Gelände sich ein Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins (DAV) befindet. Neben dem Stausee befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ingolstädter Baggersee inmitten eines Naherholungsgebiet. Die Schüttel setzt sich als donauspezifisches Auwaldgebiet donauauf- wie abwärts fort. In rund einem Kilometer Entfernung findet sich mit dem Ingolstädter Nordosten dichtere Bebauung, dazwischen liegen landwirtschaftliche Flächen, ein Schrebergartengebiet (das Moos) sowie die Schutter und Ludl, im Süden grenzt die Bebauung mit Tennisplätzen und dem Ingolstädter Südosten näher an den Stausee an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Vogelperspektive. Wo befinden sich die Kraftwerke der E.ON Wasserkraft? E.ON Wasserkraft GmbH, abgerufen am 13. September 2011.
  2. a b c d Seifert, K., BNGF Büro für Naturschutz-, Gewässer- und Fischereifragen: Masterplan Durchgängigkeit, Teilprojekt 1 Durchgängigkeit der bayerischen Donau. 2008.
  3. Kraftwerksliste. Rhein-Main-Donau AG, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  4. Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 02.07.2012. Abgerufen am 21. Juli 2012 (Microsoft-Excel-Datei, 1,6 MiB).