Laufzeit (Elektrotechnik)
Unter der Laufzeit versteht man in der Elektrotechnik die zeitliche Differenz zwischen dem Eintritt eines Signals in ein (kausales) System und dem Austritt. Der Begriff des Systems ist hierbei sehr weit gefasst.
Ein Beispiel ist die so genannte Gatterlaufzeit, also die Zeit, die bei der Verarbeitung von Informationen in einem Logikgatter vergeht. Die Gatterlaufzeit ist heute eine bestimmende Größe für die maximale Leistungsfähigkeit von Rechnersystemen. Konkrete Methoden zur Ermittlung von Laufzeiten in Netzwerken stellt die sogenannte Laufzeittoleranzrechnung bereit.
Die Laufzeit von frei fliegenden Elektronen ist in Laufzeitoszillatoren wie Magnetron und Klystron frequenzbestimmend.
Bei Hochleistungsradar wird das Magnetron mit sehr kurzen, aber leistungsstarken Impulse betrieben. Deren Länge wird durch die Signallaufzeit in einem Koaxkabel definiert.
Ein Bereich, der sich wesentlich mit der Laufzeit von elektrischen Signalen und deren Charakteristika befasst, ist die Zeitbereichsreflektometrie.