Laulara

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem osttimoresischen Ort und Subdistrikt Laulara. Für den indischen Ort siehe Laulara (Indien).
Subdistrikt Laulara
Laulara (Osttimor)
Red pog.svg
Eucalyptus urophylla-Wälder im Suco Madabeno
Hauptstadt Laulara
Fläche 60,87 km²[1]
Einwohnerzahl 7.173 (2010)[1]
Sucos Einwohner (2010)[2]
Cotolau 1.342
Fatisi 1.156
Madabeno 1.510
Talitu 2.471
Tohumeta 694
Übersichtskarte
Verwaltungsgliederung von Aileu
Lage des Distrikts Aileu

Laulara (Lauloro, Dara Laulara) ist der Hauptort des Subdistrikts Laulara im osttimoresischen Distrikt Aileu.

Der Ort[Bearbeiten]

Zur Landeshauptstadt Dili sind es vom Ort Laulara in Luftlinie etwa 5 km nach Norden, zur Distriktshauptstadt Aileu etwa 15 km nach Süden. Der Ort liegt auf der Grenze zwischen den Sucos Dare (Subdistrikt Vera Cruz, Distrikt Dili) und Cotolau (Subdistrikt Laulara, Distrikt Aileu) und trotz seiner Nähe zur Küste bereits 642 m über dem Meer. Im Ort gibt es ein kommunales Gesundheitszentrum, eine Grundschule und eine prä-sekundäre Schule.[3]

Der Subdistrikt[Bearbeiten]

Laulara im Norden des Distrikts Aileu

Der Subdistrikt Laulara bildet einen schmalen Streifen zwischen dem Distrikt Dili im Norden und dem Subdistrikt Aileu im Süden. Im Westen liegen die Distrikte Ermera und Liquiçá, im Osten der Subdistrikt Remexio.

Laulara teilt sich in fünf Sucos auf: Fatisi, Cotolau (Kotolau), Madabeno, Talitu (Talito) und Tohumeta. Die Sucos Bocolelo, Fucuculau und Maneluma wurden mit der Gebietsreform 2004 aufgelöst.

Im Subdistrikt leben 7.173 Einwohner (2010, 2004: 5.448[5]). Der Altersdurchschnitt beträgt 17,4 Jahre (2010,[1] 2004: 16,2 Jahre[6]). Die größte Sprachgruppe hier bilden die Sprecher der Nationalsprache Mambai.

68 % der Haushalte bauen Maniok an, 66 % Mais, 58 % Kokosnüsse, 54 % Kaffee und 53 % Gemüse.[2]

Von der UNDESA (United Nations Department of Economic and Social Affairs) wurde zwischen 2005 und 2008 eine gemeindliche Solaranlagen aufgebaut und sieben Wasseranlagen wieder hergestellt.

Der Administrator des Subdistrikts wird von der Zentralregierung in Dili ernannt. Im Februar 2014 ist dies Abilio Alves.[7]

Geschichte[Bearbeiten]

In Tohumeta gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[8]

1984 wurden die Einwohner von Fatisi deportiert, weil ihr Suco unter dem Verdacht stand eine FALINTIL-Basis zu sein. Sie wurden nach Dili und Aileu gebracht. Bis 1990 blieb der Suco unbewohnt.[8]

Während der Krise in Osttimor 1999 kam es auch im Subdistrikt Laulara zu Gewalttaten und Deportationen. So wurden Häuser von der AHI-Miliz (Aku Hidup dengan Integrasi/Indonesia) in Talitu niedergebrannt und Familien in das indonesische Westtimor deportiert.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laulara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF-Datei; 2,5 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF-Datei; 9,4 MB)
  3. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008. Abgerufen am 25. November 2012 (PDF; 530 kB).
  4. a b Seeds of Life
  5. Statistisches Amt Timor-Leste Census 2004
  6. Direcção Nacional de Estatística: Census of Population and Housing Atlas 2004 (PDF-Datei; 13,3 MB)
  7. Descentralização Administrativa na República Democrática de Timor-Leste: Laulara, abgerufen am 7. Februar 2014
  8. a b c „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF-Datei; 1,2 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)

-8.6030555555556125.59388888889Koordinaten: 8° 36′ S, 125° 36′ O