Laupheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Biberach | |
| Höhe: | 528 m ü. NN | |
| Fläche: | 61,78 km² | |
| Einwohner: |
19.992 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 324 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88471 | |
| Vorwahl: | 07392 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BC | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 26 070 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 1 88471 Laupheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rainer Kapellen (CDU) | |
| Lage der Stadt Laupheim im Landkreis Biberach | ||
Laupheim ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Biberach in Oberschwaben. Sie liegt im Norden des Kreisgebiets und bildet ein Mittelzentrum. Laupheim ist Standort des Mittleren Transporthubschrauberregiments 25 Oberschwaben sowie einiger überregional bekannter Firmen und des Sportvereins Olympia Laupheim.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Laupheim liegt rund 20 km süd-südwestlich von Ulm. Die Kernstadt wird in Nord-Süd-Richtung von der Rottum durchflossen, die etwas weiter nördlich in den von Süden kommenden Donau-Nebenfluss Dürnach mündet. Die westlichen Stadtteile Ober- und Untersulmetingen liegen an dem Donau-Nebenfluss Riß, der ost-nordöstliche Stadtteil Bihlafingen befindet sich an der Schmiehe.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Laupheim besteht neben der gleichnamigen Kernstadt aus den Stadtteilen Baustetten, Bihlafingen, Obersulmetingen und Untersulmetingen. Der Stadtteil Bihlafingen liegt in einer Exklave.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
An das Gebiet der Stadt Laupheim grenzen die Gemeinde Achstetten, der zur Stadt Ehingen gehörende Ort Rißtissen und die Gemeinde Griesingen im Norden, die zur Stadt Ehingen gehörenden Orte Schaiblishausen und Kirchbierlingen im Westen, die zur Gemeinde Schemmerhofen gehörenden Dörfer Ingerkingen und Schemmerberg sowie die Gemeinde Mietingen im Süden, die Gemeinde Schwendi im Südosten und die Gemeinde Burgrieden im Osten. Die Laupheimer Exklave Bihlafingen grenzt im Norden und im Osten zusätzlich an die Gemeinden Hüttisheim und Schnürpflingen.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Jahr 778 wird der Ort als „Loubhaim“ erstmals schriftlich erwähnt. Laupheim, damals Hauptort des Rammachgaus, wurde 926 von den Ungarn zerstört. Im 12. Jahrhundert kam es in den Besitz der Truchsessen von Waldburg, die den Ort 1331 an die Habsburger verkauften. Die österreichischen Habsburger verpfändeten Laupheim 1362 an die Herren von Ellerbach, blieben aber Landesherren bis in das Jahr 1805. 1434 wurde durch Kaiser Sigismund der Gemeinde das Marktrecht und dem Ritter Burkhard von Ellerbach die Halsgerichtsbarkeit verliehen. Während der Bauernkriege zerstörte 1525 der „Baltringer Haufen“ das Schloss, das nach Ende der Auseinandersetzungen wieder aufgebaut wurde. Nach dem Aussterben der Ellerbacher belehnte Österreich 1582 die Reichsfreiherren von Welden mit Laupheim, diese gründeten bereits zwei Jahre später die erste Schule der Gemeinde. Mit der Neuordnung Deutschlands nach dem Reichsdeputationshauptschluss kommt die Stadt 1806 zum Königreich Württemberg, wo sie zunächst zum Oberamt Wiblingen gehört. Erst 1836 wird die Leibeigenschaft abgeschafft. 1845 wird Laupheim anstelle von Wiblingen Sitz des Oberamts, das Oberamt Laupheim heißt. Laupheim erhält 1869 die Stadtrechte.
Am 30. Oktober 2011 zählte die Stadt Laupheim 20.143 Einwohner und erreichte damit die für die Ernennung zur Großen Kreisstadt erforderliche Marke. Ein entsprechender Antrag beim zuständigen Innenministerium des Landes Baden-Württemberg wird nun gestellt.[2]
siehe auch Burg Bihlafingen, Wasserburg Bihlafingen, Burg Laupheim, Burg Kreppach
Religionen [Bearbeiten]
Bereits im 10. Jahrhundert ist eine Pfarrkirche in Laupheim nachgewiesen, noch heute ist die Stadt überwiegend römisch-katholisch geprägt. Seit 1845 gibt es eine evangelische Gemeinde. Ferner existiert in Laupheim das Dreifaltigkeitskloster der Steyler Missionsschwestern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Entstehung einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten). Zunächst fanden Zusammenkünfte in Wohnzimmern statt. Seit 1962 hat die Gemeinde ein eigenes, als Kapelle bezeichnetes Kirchengebäude. Die Baptisten-Gemeinde zählt ca. 60 Mitglieder, hinzu kommen 20-30 Kinder.[3]
Seit 1993 existiert in Laupheim auch eine zum Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden gehörende Ecclesia-Gemeinde, zu der sich etwa 100 Personen (einschließlich Kinder) bekennen.[4]
Judentum in Laupheim [Bearbeiten]
Die 1724 gegründete Jüdische Gemeinde Laupheim, zeitweise die größte jüdische Gemeinde Württembergs, erreichte um 1869 mit 843 Personen ihre höchste Mitgliederzahl. Durch Ab- und Auswanderung nahm sie danach kontinuierlich ab. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 flohen 126 von 235 jüdischen Einwohnern ins Ausland, die meisten von ihnen nach der sogenannten Reichspogromnacht im November 1938. Im folgenden Jahr wurden die noch verbliebenen jüdischen Bürger innerhalb von Laupheim in das Barackenlager Wendelinsgrube zwangsumgesiedelt und in den Jahren 1941 und 1942 schließlich in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Nach dem letzten von vier Transporten am 19. August 1942 hörte die jüdische Gemeinde in Laupheim auf zu existieren. 62 jüdische Laupheimer wurden verschleppt und ermordet, nur zwei überlebten.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
- 1. Januar 1972: Baustetten und Untersulmetingen
- 1. April 1972: Bihlafingen
- 1. Januar 1975: Obersulmetingen
- Historische Wappen der früheren Gemeinden
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
| Amtsjahre | Name |
|---|---|
| 1838–1850 | Johann Gottfried Brigel |
| 1850–1872 | Franz Seraph Müller |
| 1872–1880 | Konrad Hepperle |
| 1880–1882 | Heinrich Hepperle |
| 1883–1924 | Johannes Schick |
| 1924–1934 | Franz Konrad |
| 1934–1945 | Ludwig Marxer |
| 1945–1946 | Adolf Scheffold |
| 1946 | Josef Hyneck |
| 1946–1949 | Karl Wiest |
| 1949–1963 | Alfons Hagel |
| 1963–1966 | vakant |
| 1966–2002 | Otmar Schick |
| 2002–2010 | Monika Sitter |
| seit 5. März 2010 | Rainer Kapellen[5] |
Gemeinderat [Bearbeiten]
Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich bei insgesamt 27 Gemeinderäten folgende Sitzverteilung:
| Partei | Stimmen | ± | Sitze | ± |
|---|---|---|---|---|
| FW | 36,5 % | (−3,8) | 10 | (−2) |
| CDU | 34,7 % | (−2,5) | 10 | (−2) |
| SPD | 14,6 % | (−1,8) | 4 | (−1) |
| Offene Liste | 11,7 % | (+8,0) | 3 | (+2) |
| FDP | 2,4 % | (±0,0) | 0 | (0) |
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: Geteilt und oben gespalten von Grün mit silbernem Balken und Rot; unten in Silber aus goldenem Dreiberg wachsend drei grüne Laubzweige.
Die Schilde stammen von Sebastian Röttinger, Comes palatinus und Stadtherr in Nördlingen (1596). Der obere rechte Teil zeigt das Schild der Welden-Familie, da diese Familie die Stadt im Zeitraum 1570–1840 regiert hat. Die Hügel symbolisieren, dass die Stadt auf Hügeln um die Rottum gelegen ist[6].
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Laupheim pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Feyzin in Frankreich und Neustadt an der Orla in Thüringen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Laupheim liegt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße:
- Stadtpfarrkirche St. Petrus und Paulus
Planetarium und Sternwarte [Bearbeiten]
Das von der Volkssternwarte Laupheim e. V. auf ehrenamtlicher Basis betriebene astronomische Bildungszentrum vereint Sternwarte und Planetarium unter einem Dach. Der Verein existiert seit 1975 und betreibt seit 1990 das Planetarium. Die technische Ausstattung wurde 2012 vollständig modernisiert.
Die unterhaltsamen und informativen Sternenshows des Planetariums finden jährlich bei rund 40.000 Besuchern Zuspruch. Die Programme werden von Vereinsmitgliedern komplett selbst produziert und wechseln etwa alle drei Monate. Mit den Teleskopen der Sternwarte steht der Öffentlichkeit der Blick ins All offen. Sonderprogramme, Vorträge und Jugendarbeit runden das Programm ab.
Zu Ehren der Volkssternwarte wurde 1999 der Asteroid 7167 Laupheim, 1985 von Carolyn Shoemaker entdeckt, nach der Stadt benannt.
Museen [Bearbeiten]
Das Museum zur Geschichte von Christen und Juden im Schloss Großlaupheim stellt auf eindrückliche Weise das Zusammenleben der Jüdischen Gemeinde Laupheim, der ehemals größten jüdischen Gemeinde Württembergs, mit den Christen in Laupheim dar.
Gedenkstätten [Bearbeiten]
- Ein Gedenkstein am Evangelisch-freikirchlichen Gotteshaus an der Bronnerstraße/Synagogenweg erinnert an die Synagoge, die beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört wurde.
- Eine Gedenktafel am Wärterhaus des jüdischen Friedhofs auf dem Judenberg nennt 100 Namen während der NS-Diktatur verfolgter und ermordeter jüdischer Einwohner.
- Seit 1955 wird auch auf dem Gefallenen-Denkmal mit einer Tafel der jüdischen Opfer der NS-Herrschaft gedacht.
- Mit einer Erinnerungstafel an der Fernvermittlungsstelle Obere Radstraße gedenkt die Stadt der ehemaligen jüdischen Schule und ihrer Schüler.
- Sein Geburtshaus in der Kapellenstraße 44 und ein Straßenname erinnern an den deutsch-jüdischen Kunstgewerbe-Professor Friedrich Adler, der 1942 im KZ Auschwitz ein Opfer der Shoa wurde.[7]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Schloss Großlaupheim
- Jugendstil-Café Hermes in der Kapellenstraße, im Stil der italienischen Spätrenaissance erbautes Geburtshaus von Professor Friedrich Adler
- Wohnhaus Judenberg 16, von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats Januar 2005“ ernannt
- Leonhardskapelle aus dem Jahre 1448
- St. Georg und Sebastian (Untersulmetingen), auch Niederkirch genannt, Grabstätte von Abt Romuald Weltin
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Internationales A-Jugend Fussballturnier des FV Olympia Laupheim
- Kinder- und Heimatfest Laupheim im Juni
- Summernight Festival im Juni
- Brunnenfest mit Flohmarkt im September
- Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt
- Reggae-Night der Kolpingjugend
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Die Kernstadt von Laupheim wird im Westen von der vierspurigen Bundesstraße 30 (Ulm–Friedrichshafen) begrenzt. Laupheim ist durch drei Anschlussstellen an die B 30 angebunden: Laupheim-Nord (Achstetten), Laupheim-Mitte und Laupheim-Süd. Es ist geplant, diese Bundesstraße zur Bundesautobahn 89 auszubauen.
Am 1. Juni 1850 eröffneten die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen die Württembergische Südbahn von Ulm nach Friedrichshafen, die 2 Kilometer von Laupheim entfernt am Stadtrand vorbei führt und an der ein Bahnhof Laupheim errichtet wurde. Am 17. Mai 1904 wurde eine am Bahnhof Laupheim von der Südbahn abzweigende Stichstrecke nach Schwendi eröffnet, an der in der Laupheimer Stadtmitte der Bahnhof Laupheim Stadt (Stadtbahnhof) erbaut wurde. Der Bahnhof Laupheim wurde damit zum Keilbahnhof und in Laupheim Hbf umbenannt, später erhielt er den Namen Laupheim West (Westbahnhof). Am 23. Mai 1971 wurde auf dem Abschnitt von Laupheim Stadt nach Schwendi der Personenverkehr und am 28. September 1984 auch der Güterverkehr eingestellt und die Strecke abgebaut, am 27. Mai 1983 endete auch der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt von Laupheim West nach Laupheim Stadt. Am 30. Mai 1999 wurde der Personenverkehr auf der Stichstrecke bis zum vollständig sanierten Stadtbahnhof wieder in Betrieb genommen und eine stündliche Regionalbahn-Verbindung zum Ulmer Hauptbahnhof eingerichtet. Seit dem 12. Juni 2011 gibt es am Bahnhof Laupheim West eine zusätzliche Verbindungskurve, auf der die Züge, ohne Kopf machen zu müssen, vom Stadtbahnhof in Richtung Biberach an der Riß oder umgekehrt fahren können. Am Bahnhof Laupheim West halten neben den Regionalbahnen stündlich Interregio-Express-Züge von Ulm und Stuttgart nach Lindau.
Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) an.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
- Hersteller von Präzisionsteilen für die Automobilindustrie (Burgmaier)
- Hersteller für Pharmaverpackungsmaschinen (Uhlmann)
- Luftfahrtunternehmen (Diehl Aircabin Laupheim)
- Fahrzeugbauer (Geländefahrzeuge, Pistenbully und Strandreinigungsgeräte (Kässbohrer Geländefahrzeug AG)
- Auto-Tuning: Hamann Motorsport GmbH
- Forschung für die Pharmaindustrie: Rentschler Biotechnologie (seit 1927)
Ehemalige Unternehmen [Bearbeiten]
Medien [Bearbeiten]
- In Laupheim gibt es eine Lokalredaktion der Schwäbischen Zeitung.
- Wochenblatt Biberach
Gerichte und Einrichtungen [Bearbeiten]
- In Laupheim befand sich eine Außenstelle des Amtsgerichts Biberach an der Riß. Die inzwischen aufgelöste Außenstelle führte die Tradition des seit 1845 am Ort bestehenden Oberamtsgerichts Laupheim fort.
- Die Stadt ist Sitz des Dekanats Laupheim des Bistums Rottenburg-Stuttgart, das zum Dekanatsverband Biberach gehört.
- Notariat
- Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Schillerstraße 8)
Militär [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Heeresflugplatz Laupheim
Laupheim ist Standort des Mittleren Transporthubschrauberregiments 25 „Oberschwaben“ der Heeresflieger und der Heeresfliegerunterstützungsstaffel 10. Das Gelände des 1964 eingerichteten Standorts diente vor und während des Zweiten Weltkriegs als Luftwaffenstützpunkt. Seit dem 21. Juni 1989 trägt der Flugplatz den Namen Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne. Zur medizinischen Versorgung gibt es am Standort auch ein Sanitätszentrum.
Das Mittlere Transporthubschrauberregiment 25 verfügt über Sikorsky CH-53 (mittlere Transporthubschrauber) und Bölkow Bo 105M (VBH Ausführung, Verbindungs- und Beobachtungs-Hubschrauber).
Bis Anfang der 1990er Jahre wurden die Heeresflieger aus Laupheim nur innerhalb des NATO-Gebiets eingesetzt, etwa bei Katastropheneinsätzen in Italien, Griechenland, in den französischen Pyrenäen, in den Lawinengebieten der Alpen und bei Manövern auf dem Gebiet von NATO-Verbündeten, seitdem jedoch auch im Rahmen von UN- und NATO- Einsätzen außerhalb des NATO-Gebiets, zunächst nach dem Zweiten Golfkrieg im Irak, danach auf dem Balkan als Teil der multinationalen Friedenstruppen IFOR, KFOR, SFOR und EUFOR sowie zuletzt in Afghanistan als Teil der NATO-Mission ISAF.
Mit insgesamt rd. 1.600 Arbeitsplätzen ist der Heeresfliegerflugplatz der größte Arbeitgeber Laupheims. Lt. Presseerklärung des Bundesverteidigungsministers vom 27. Oktober 2011 soll der Standort nicht geschlossen werden.
Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]
In Laupheim bestehen folgende kommunale Schulen: Carl-Laemmle-Gymnasium, Friedrich-Adler-Realschule, Friedrich-Uhlmann-Schule (Haupt- und Werkrealschule), Grund-, Haupt- und Werkrealschule Obersulmetingen, Ivo-Schaible-Grund- und Hauptschule, Anna-von-Freyberg-Grundschule, Grundschule Bronner Berg, Gemeinschaftsgrundschule Rot-Bihlafingen, Grundschule Untersulmetingen und die Wieland-Förderschule. Außerdem gibt es die Kilian-von-Steiner-Schule als Kreisberufsschule.
Angehende Grund- und Hauptschullehrer werden am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Laupheim ausgebildet. Außerdem verfügt Laupheim über eine Volkshochschule.
Freizeit- und Sportanlagen [Bearbeiten]
- PaBa – Parkbad: städtisches Hallen- und Freibad mit Natursee und Riesenrutsche, Lange Straße
- Minigolf/Tennishalle – Kleemeisterei
- Tennisplätze des Tennisclubs Laupheim 1904 e. V.
- Sporthalle Herrenmahd
- Sporthalle Bronner Berg
- Sporthalle Bühler Straße
- Rottumhalle
- Neue Mehrzweckhalle des Turn- und Sportvereins Laupheim 1862 e. V.
- Kunstrasenplatz "Grasiger Weg"
- Stadion des FV Olympia Laupheim
- Gretel-Bergmann-Stadion
- Freizeitbereich Risstal (Baggersee)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Carl Laemmle (1867–1939), deutsch-amerikanischer Filmproduzent u. a. Im Westen nichts Neues) und Mitbegründer von Hollywood (Ehrenbürgerwürde 1919 verliehen).
- Ivo Schaible SDS (1912–1990), dem für seinen künstlerischen Nachlass ein Raum im Museum für Christlich-Jüdische Kultur im Schloss Großlaupheim eingerichtet wurde.
- Josef Braun (1910–2003), Konrektor und Gründer des Laupheimer Heimatmuseum, Historiker
- Otmar Schick (* 8. September 1935), Bürgermeister 1966–2002
- Ernst Schäll (* 18. März 1927; † 28. Oktober 2010), Lokalhistoriker
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Ludwig von Welden (1780–1853), österreichischer Feldzeugmeister
- Kilian von Steiner (1833–1903), Bankier
- Moritz Henle (1850–1925), deutsch-jüdischer Kantor und Komponist am Hamburger Reformtempel
- Carl Laemmle (1867–1939), Filmproduzent in Hollywood, Gründer der Universal Studios
- Franz Laub (1872–1945), Komponist, Stadtmusikdirektor, Bundesmusikdirektor des Oberschwäbischen Musikverbandes
- Friedrich Adler (1878–1942), Designer (Jugendstil und Art Déco)
- Hertha Nathorff (1895–1993), Kinderärztin
- Franz Pfender (1899–1972), deutscher Politiker (Zentrum, später CDU), Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der GWO Laupheim
- Marie-Luise Leutrum zu Ertingen (1905–1980), Diplom-Landwirtin, Gründerin und Ehrenpräsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes
- Hugo Mann (1913–2008), Einzelhandelsunternehmer
- Gretel Bergmann (* 1914), Hochspringerin
- Siegfried Einstein (1919–1983), Erzähler, Lyriker, Essayist, Redner, Journalist (Tucholsky-Preis 1964)
- Franz Baum (* 1927), ehemaliger CDU-Landtagsabgeordneter
- Gertrud Zelinsky (* 1937), Schriftstellerin
- Franz Romer (* 1942), CDU-Bundestagsabgeordneter
- Ivo Gönner (* 1952), SPD-Kommunalpolitiker, Oberbürgermeister von Ulm
- Gerd Scheffold (* 1954), CDU-Politiker, Landtagsabgeordneter
- Hermann Gaub (* 1954), Biophysiker
- Sandra Hoffmann (* 1967), Schriftstellerin
- Winfried Gogg (* 1970), Handballspieler und -trainer
Namenspatenschaften [Bearbeiten]
Die Stadt Laupheim ist Namenspate für einen Airbus A320 der Lufthansa. Ebenso steht die Stadt Pate für den nach ihr zu Ehren der Volkssternwarte Laupheim e.V. benannten, 1985 von Carolyn Shoemaker entdeckten Kleinplaneten "7167 Laupheim". Er umkreist die Sonne in einem Abstand von 469 Mio. km.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Internetseite der Stadt
- Laupheim und seine jüdische Geschichte
- Historische Ansichtskarten von Laupheim
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Schwäbische Zeitung vom 31. Oktober 2011: Laupheim knackt die 20 000-Marke
- ↑ Angaben auf der Homepage der EFG Laupheim, abgelesen am 19. April 2011.
- ↑ Angaben auf der Homepage der Freien Christengemeinde Ecclesia Laupheim, Stand: 24. Januar 2013.
- ↑ szon.de: Monika Sitter sagt Laupheim Lebewohl 3. März 2010
- ↑ Übersetzung von www.ngw.nl, einer niederländischen Heraldik-Seite von Ralf Hartemink.
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I, Bonn 1995, S. 54, ISBN 3-89331-208-0.
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