Laupheim

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Laupheim. Zum gleichnamigen Asteroiden siehe (7167) Laupheim.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Laupheim
Laupheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Laupheim hervorgehoben
48.2288888888899.8797222222222528Koordinaten: 48° 14′ N, 9° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 528 m ü. NHN
Fläche: 61,78 km²
Einwohner: 20.213 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 327 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88471
Vorwahl: 07392
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 070
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
88471 Laupheim
Webpräsenz: www.laupheim.de
Bürgermeister: Rainer Kapellen (CDU)
Lage der Stadt Laupheim im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild
Laupheim um 1900

Laupheim ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Biberach. Sie liegt im Norden des Kreisgebiets, bildet ein Mittelzentrum in Oberschwaben und gehört zur Region Donau-Iller. Laupheim ist Standort des Hubschraubergeschwaders 64 sowie einiger überregional bekannter Firmen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Laupheim liegt rund 20 km süd-südwestlich von Ulm. Die Kernstadt wird in Nord-Süd-Richtung von der Rottum durchflossen, die etwas weiter nördlich in den von Süden kommenden Donau-Nebenfluss Dürnach mündet. Die westlichen Stadtteile Ober- und Untersulmetingen liegen an dem Donau-Nebenfluss Riß, der ost-nordöstliche Stadtteil Bihlafingen befindet sich an der Schmiehe.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Laupheim mit (2013) insgesamt 20.141 Einwohnern besteht aus der gleichnamigen Kernstadt mit 14.141 Einwohnern und aus den Stadtteilen Baustetten (2.000 Einwohner), Bihlafingen (767 Einwohner), Obersulmetingen (1.290 Einwohner) und Untersulmetingen (1.923 Einwohner). Der Stadtteil Bihlafingen liegt in einer Exklave.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An das Gebiet der Stadt Laupheim grenzen die Gemeinde Achstetten, der zur Stadt Ehingen gehörende Ort Rißtissen und die Gemeinde Griesingen im Norden, die zur Stadt Ehingen gehörenden Orte Schaiblishausen und Kirchbierlingen im Westen, die zur Gemeinde Schemmerhofen gehörenden Dörfer Ingerkingen und Schemmerberg sowie die Gemeinde Mietingen im Süden, die Gemeinde Schwendi im Südosten und die Gemeinde Burgrieden im Osten. Die Laupheimer Exklave Bihlafingen grenzt im Norden und im Osten zusätzlich an die Gemeinden Achstetten-Oberholzheim, Hüttisheim und Schnürpflingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Laupheim um 1726
Laupheim um 1850
Schloss Großlaupheim
Schloss Kleinlaupheim
Obersulmetingen um 1900
Der Notgeldschein von 1921 zeigt auf der Vorderseite das Laupheimer Wappen, auf der Rückseite eine Silhouette der Stadt (links das Schloss Großlaupheim)

Im Jahr 778 wurde der Ort als Loubhaim erstmals schriftlich erwähnt. Laupheim, damals Hauptort des Rammachgaus, wurde 926 von den Ungarn zerstört. Im 12. Jahrhundert kam es in den Besitz der Truchsessen von Waldburg, die den Ort 1331 an die Habsburger verkauften. Die österreichischen Habsburger verpfändeten Laupheim 1362 an die Herren von Ellerbach, blieben aber Landesherren bis in das Jahr 1805. 1434 wurde durch Kaiser Sigismund der Gemeinde das Marktrecht und dem Ritter Burkhard von Ellerbach die Halsgerichtsbarkeit verliehen. Während der Bauernkriege zerstörte 1525 der „Baltringer Haufen“ das Schloss, das nach Ende der Auseinandersetzungen wieder aufgebaut wurde. Nach dem Aussterben der Ellerbacher belehnte Österreich 1582 die Reichsfreiherren von Welden mit Laupheim, diese gründeten bereits zwei Jahre später die erste Schule der Gemeinde. Mit der Neuordnung Deutschlands nach dem Reichsdeputationshauptschluss kommt die Stadt 1806 zum Königreich Württemberg, wo sie zunächst zum Oberamt Wiblingen gehört. Erst 1836 wird die Leibeigenschaft abgeschafft. 1845 wird Laupheim anstelle von Wiblingen Sitz des Oberamts, das Oberamt Laupheim heißt. Laupheim erhält 1869 die Stadtrechte.

Nachdem die Einwohnerzahl von Laupheim basierend auf der Fortschreibung der Volkszählungsergebnisse von 1987 die Marke von 20.000 Einwohnern im Jahr 2011 überschritten hatte, stellte die Stadt beim baden-württembergischen Innenministerium den Antrag auf Ernennung zur großen Kreisstadt. Nach der Veröffentlichung des Zensus 2011, nach der Laupheim diese Marke erst 2013 überschritten hat, ruht der Antrag.[2][3]

siehe auch Burg Bihlafingen, Wasserburg Bihlafingen, Burg Laupheim, Burg Kreppach

Religionen[Bearbeiten]

Bereits im 10. Jahrhundert ist eine Pfarrkirche in Laupheim nachgewiesen, noch heute ist die Stadt überwiegend römisch-katholisch geprägt. Seit 1845 gibt es eine evangelische Gemeinde. Ferner existiert in Laupheim das Dreifaltigkeitskloster der Steyler Missionsschwestern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Entstehung einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten). Seit 1962 hat die Gemeinde ein eigenes, als Kapelle bezeichnetes Kirchengebäude. Die Baptisten-Gemeinde zählt ca. 60 Mitglieder, hinzu kommen 20-30 Kinder.[4]

Seit 1993 existiert in Laupheim auch eine zum Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden gehörende Ecclesia-Gemeinde, zu der sich etwa 100 Personen (einschließlich Kinder) bekennen.[5]

Judentum in Laupheim[Bearbeiten]

Die 1724 gegründete Jüdische Gemeinde Laupheim, zeitweise die größte jüdische Gemeinde Württembergs, erreichte um 1869 mit 843 Personen ihre höchste Mitgliederzahl. Durch Ab- und Auswanderung nahm sie danach kontinuierlich ab. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 flohen 126 von 235 jüdischen Einwohnern ins Ausland, die meisten von ihnen nach der sogenannten Reichspogromnacht im November 1938. Im folgenden Jahr wurden die noch verbliebenen jüdischen Bürger innerhalb von Laupheim in das Barackenlager Wendelinsgrube zwangsumgesiedelt und in den Jahren 1941 und 1942 schließlich in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Nach dem letzten von vier Transporten am 19. August 1942 hörte die jüdische Gemeinde in Laupheim auf zu existieren. 62 jüdische Laupheimer wurden verschleppt und ermordet, nur zwei überlebten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • 1. Januar 1972: Baustetten und Untersulmetingen
  • 1. April 1972: Bihlafingen
  • 1. Januar 1975: Obersulmetingen

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Amtsjahre Name
1838–1850 Johann Gottfried Brigel
1850–1872 Franz Seraph Müller
1872–1880 Konrad Hepperle
1880–1882 Heinrich Hepperle
1883–1924 Johannes Schick
1924–1934 Franz Konrad
1934–1945 Ludwig Marxer
1945–1946 Adolf Scheffold
1946 Josef Hyneck
1946–1949 Karl Wiest
1949–1963 Alfons Hagel
1963–1966 vakant
1966–2002 Otmar Schick
2002–2010 Monika Sitter
seit 5. März 2010 Rainer Kapellen[6]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[7]
Wahlbeteiligung: 52,3 % (2004: 52,3 %)
 %
40
30
20
10
0
36,5 %
34,7 %
14,6 %
11,7 %
2,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,8 %p
-2,5 %p
-1,8 %p
+8,0 %p
± 0,0 %p

Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich bei 27 (zuvor 30) Gemeinderäten folgende Sitzverteilung:

Partei Stimmen Sitze
FW 36,5 % 10 (−2)
CDU 34,7 % 10 (−2)
SPD 14,6 % 4 (−1)
Offene Liste 11,7 % 3 (+2)
FDP 2,4 % 0 (±0)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt und oben gespalten von Grün mit silbernem Balken und Rot; unten in Silber aus goldenem Dreiberg wachsend drei grüne Laubzweige.

Die Schilde stammen von Sebastian Röttinger, Comes palatinus und Stadtherr in Nördlingen (1596). Der obere rechte Teil zeigt den Schild der Welden-Familie, welche die Stadt im Zeitraum 1570–1840 regiert hat. Die Hügel weisen darauf hin, dass die Stadt auf Hügeln um die Rottum gelegen ist.[8]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Laupheim pflegt Städtepartnerschaften seit Juni 1998 zu Feyzin (bei Lyon) in Frankreich und seit 1993 zu Neustadt an der Orla in Thüringen. Der Stadtteil Baustetten pflegt seit 1968 eine Partnerschaft zu sechs Gemeinden im Tal der Béthune in Frankreich.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Oberschwäbische Barockstraße[Bearbeiten]

Die katholische Stadtpfarrkirche St. Petrus und Paulus, manchmal auch kurz St. Peter und Paul bezeichnet, in Laupheim mit Pfarrhaus, Zehntscheuer und Lindenbaum ist eine Station auf der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße, die weltliche und sakralen Bauwerke der Barockzeit in der Region verbindet. Sie wurde in den Jahren 1623 bis 1667 von Martino Barbieri erbaut. Die Deckenfresken stammen von Anton Wenzeslaus Haffe.[10]


Planetarium und Sternwarte[Bearbeiten]

Das von der Volkssternwarte Laupheim e. V. auf ehrenamtlicher Basis betriebene astronomische Bildungszentrum vereint Sternwarte und Planetarium unter einem Dach. Der Verein existiert seit 1975 und betreibt seit 1990 das Planetarium, dessen technische Ausstattung 2012 vollständig modernisiert wurde. Das Zeiss-Planetarium zählt seither zu den modernsten seiner Art weltweit.

Die unterhaltsamen und informativen Sternenshows des Planetariums finden jedes Jahr bei rund 40.000 Besuchern Zuspruch. Die von Vereinsmitgliedern selbst zusammengestellten Programme wechseln etwa alle drei Monate. Mit den Teleskopen der Sternwarte steht der Öffentlichkeit der Blick ins All offen. Sonderprogramme, Vorträge und Jugendarbeit runden das Programm ab.

Zu Ehren der Volkssternwarte wurde 1999 der Asteroid 7167 Laupheim, 1985 von Carolyn Shoemaker entdeckt, nach der Stadt benannt.

Schloss Großlaupheim um 1907

Museen[Bearbeiten]

Das Museum zur Geschichte von Christen und Juden im Schloss Großlaupheim stellt auf eindrückliche Weise das Zusammenleben der Jüdischen Gemeinde Laupheim, der ehemals größten jüdischen Gemeinde Württembergs, mit den Christen in Laupheim dar.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Ein Gedenkstein am Evangelisch-freikirchlichen Gotteshaus an der Ecke Bronner Straße / Synagogenweg erinnert an die Synagoge, die an eben dieser Stelle stand und beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört wurde. Mit anderen Worten: Die Kapelle und das Grundstück der Baptisten stehen auf den Ruinen der abgetragenen Synagoge.
  • Eine Gedenktafel am Wärterhaus des jüdischen Friedhofs auf dem Judenberg nennt 100 Namen während der NS-Diktatur verfolgter und ermordeter jüdischer Einwohner.
  • Seit 1955 wird auch auf dem Gefallenen-Denkmal mit einer Tafel der jüdischen Opfer der NS-Herrschaft gedacht.
  • Mit einer Erinnerungstafel an der Fernvermittlungsstelle Obere Radstraße gedenkt die Stadt der ehemaligen jüdischen Schule und ihrer Schüler.
  • Sein Geburtshaus in der Kapellenstraße 44 und ein Straßenname erinnern an den deutsch-jüdischen Kunstgewerbe-Professor Friedrich Adler, der 1942 im KZ Auschwitz Opfer der Shoa wurde.[11]

Bauwerke[Bearbeiten]

Geburtshaus von Friedrich Adler

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Kulturnacht im Mai
  • Kinder- und Heimatfest Laupheim im Juni
  • Summernight Festival im Juni
  • Brunnenfest mit Flohmarkt im September
  • Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt
  • Reggae-Night der Kolpingjugend
  • Kaltblutpferdemarkt im Oktober

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Stadtbahnhof 1904

Verkehr[Bearbeiten]

Die Kernstadt von Laupheim wird im Westen von der vierspurigen Bundesstraße 30 (Ulm–Friedrichshafen) begrenzt. Laupheim ist durch drei Anschlussstellen an die B 30 angebunden: Laupheim-Nord (Achstetten), Laupheim-Mitte und Laupheim-Süd. Es ist geplant, diese Bundesstraße zur Bundesautobahn 89 auszubauen.

Am 1. Juni 1850 eröffneten die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen die Württembergische Südbahn von Ulm nach Friedrichshafen, die 2 Kilometer von Laupheim entfernt am Stadtrand vorbei führt und an der ein Bahnhof Laupheim errichtet wurde. Am 17. Mai 1904 wurde eine am Bahnhof Laupheim von der Südbahn abzweigende Stichstrecke nach Schwendi eröffnet, an der in der Laupheimer Stadtmitte der Bahnhof Laupheim Stadt (Stadtbahnhof) erbaut wurde. Der Bahnhof Laupheim wurde damit zum Keilbahnhof und in Laupheim Hbf umbenannt, später erhielt er den Namen Laupheim West (Westbahnhof). Am 23. Mai 1971 wurde auf dem Abschnitt von Laupheim Stadt nach Schwendi der Personenverkehr und am 28. September 1984 auch der Güterverkehr eingestellt und die Strecke abgebaut, am 27. Mai 1983 endete auch der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt von Laupheim West nach Laupheim Stadt. Am 30. Mai 1999 wurde der Personenverkehr auf der Stichstrecke bis zum vollständig sanierten Stadtbahnhof wieder in Betrieb genommen und eine stündliche Regionalbahn-Verbindung zum Ulmer Hauptbahnhof eingerichtet. Seit dem 12. Juni 2011 gibt es am Bahnhof Laupheim West eine zusätzliche Verbindungskurve, auf der die Züge, ohne Kopf machen zu müssen, vom Stadtbahnhof in Richtung Biberach an der Riß oder umgekehrt fahren können. Am Bahnhof Laupheim West halten neben den Regionalbahnen stündlich Interregio-Express-Züge von Ulm und Stuttgart nach Lindau.

Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) an.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Ehemalige Unternehmen[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

Gerichte und Einrichtungen[Bearbeiten]

Militär[Bearbeiten]

Hauptartikel: Heeresflugplatz Laupheim

Laupheim ist Standort des Hubschraubergeschwaders 64 der Luftwaffe, das durch die Neuausrichtung der Bundeswehr die Aufgaben des früheren Mittleren Transporthubschrauberregiments 25 Anfang 2013 übernahm.

Sikorsky CH-53 im Landeanflug

Das Hubschraubergeschwader 64 verfügt über mittlere Transporthubschrauber des Typs Sikorsky CH-53.

Das Gelände des 1964 eingerichteten Standorts diente vor und während des Zweiten Weltkriegs als Luftwaffenstützpunkt. Seit dem 21. Juni 1989 trägt der Flugplatz den Namen Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne. Zur medizinischen Versorgung gibt es am Standort auch ein Sanitätszentrum.

Bis Anfang der 1990er Jahre wurden die damaligen Heeresflieger aus Laupheim nur innerhalb des NATO-Gebiets eingesetzt, etwa bei Katastropheneinsätzen in Italien, Griechenland, in den französischen Pyrenäen, in den Lawinengebieten der Alpen und bei Manövern auf dem Gebiet von NATO-Verbündeten, seitdem jedoch auch im Rahmen von UN- und NATO- Einsätzen außerhalb des NATO-Gebiets, zunächst nach dem Zweiten Golfkrieg im Irak, danach auf dem Balkan als Teil der multinationalen Friedenstruppen IFOR, KFOR, SFOR und EUFOR sowie zuletzt in Afghanistan als Teil der NATO-Mission ISAF.

Mit insgesamt rund 1.600 Arbeitsplätzen ist der Luftwaffenflugplatz der größte Arbeitgeber Laupheims. Laut Presseerklärung des damaligen Bundesverteidigungsministers soll der Standort fortgeführt werden.[13]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

In Laupheim bestehen folgende kommunale Schulen: Carl-Laemmle-Gymnasium, Friedrich-Adler-Realschule, Friedrich-Uhlmann-Schule (Haupt- und Werkrealschule), Grund-, Haupt- und Werkrealschule Obersulmetingen, Ivo-Schaible-Grund- und Hauptschule, Anna-von-Freyberg-Grundschule, Grundschule Bronner Berg, Gemeinschaftsgrundschule Rot-Bihlafingen, Grundschule Untersulmetingen und die Wieland-Förderschule. Außerdem gibt es die Kilian-von-Steiner-Schule als Kreisberufsschule.

Angehende Grund- und Hauptschullehrer werden am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Laupheim ausgebildet. Außerdem verfügt Laupheim über eine Volkshochschule.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

  • PaBa – Parkbad: städtisches Hallen- und Freibad mit Natursee und Riesenrutsche, Lange Straße
  • Minigolf/Tennishalle – Kleemeisterei
  • Tennisplätze des Tennisclubs Laupheim 1904 e. V.
  • Sporthalle Herrenmahd
  • Sporthalle Bronner Berg
  • Sporthalle Bühler Straße
  • Rottumhalle
  • Neue Mehrzweckhalle des Turn- und Sportvereins Laupheim 1862 e. V.
  • Kunstrasenplatz „Grasiger Weg“
  • Stadion des FV Olympia Laupheim
  • Gretel-Bergmann-Stadion
  • Freizeitbereich Risstal (Baggersee)
St. Peter und Paul

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Carl Laemmle (1867–1939), deutsch-jüdisch-amerikanischer Filmproduzent (u. a. Im Westen nichts Neues) und Gründer der Universal Studios, einer der Keimzellen von Hollywood (Ehrenbürgerwürde 1919 verliehen, ab 1921 wegen ausländischer Staatsbürgerschaft außer Kraft gesetzt)
  • Ivo Schaible SDS (1912–1990), dem für seinen künstlerischen Nachlass ein Raum im Museum für Christlich-Jüdische Kultur im Schloss Großlaupheim eingerichtet wurde (Ehrenbürger des Teilorts Baustetten, verliehen 1968)[14]
  • Josef Braun (1910–2003), Konrektor und Gründer des Laupheimer Heimatmuseums, Historiker
  • Otmar Schick (* 8. September 1935), Bürgermeister 1966–2002 (verliehen 2002)
  • Ernst Schäll (* 18. März 1927; † 28. Oktober 2010), Lokalhistoriker (verliehen 2007)[15]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Namenspatenschaften[Bearbeiten]

Airbus A320-200 Laupheim

Die Stadt Laupheim ist Namenspate für einen Airbus A320 der Lufthansa. Ebenso steht die Stadt Pate für den nach ihr zu Ehren der Volkssternwarte Laupheim e.V. benannten, 1985 von Carolyn Shoemaker entdeckten Kleinplaneten (7167) Laupheim. Er umkreist die Sonne in einem Abstand von 469 Mio. km.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laupheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Schwäbische Zeitung vom 31. Oktober 2011: Laupheim knackt die 20 000-Marke
  3. Laupheim wird 2014 nicht große Kreisstadt. In: Schwäbische Zeitung. Abgerufen am 19. Januar 2014.
  4. Angaben auf der Homepage der EFG Laupheim, abgelesen am 19. April 2011.
  5. Angaben auf der Homepage der Freien Christengemeinde Ecclesia Laupheim, Stand: 24. Januar 2013.
  6. szon.de: Monika Sitter sagt Laupheim Lebewohl 3. März 2010
  7. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Kommunalwahlen_2009/GTabelle.asp?G=GE426070
  8. Übersetzung von www.ngw.nl, einer niederländischen Heraldik-Seite von Ralf Hartemink.
  9. Partnerschaft zwischen Baustetten und Tal der Béthune (Normandie) in Frankreich, seit 1968, Ortsverwaltung Baustetten, abgerufen 31. Oktober 2013
  10. http://www.sankt-petrus-und-paulus.de/. In: Diözese Rottenburg-Stuttgart. Abgerufen am 6. April 2014.
  11. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I, Bonn 1995, S. 54, ISBN 3-89331-208-0.
  12. Uhlmann-Fechtsport.com
  13. Schwäbische Zeitung vom 27. Oktober 2011: Aufatmen: Die Entscheidung für Laupheim war knapp
  14. Pater Ivo Schaible. In: Homepage Museum Laupheim. Abgerufen am 15. Juni 2014.
  15. Erinnerung an Ernst Schäll. In: Homepage der Gesellschaft für Geschichte und Gedenken e.V. 30. Oktober 2010, abgerufen am 15. Juni 2014.
  16. en.wikipedia.org/wiki/Sepp_Uhlmann
  17. www.sports-reference.com/olympics/athletes/uh/sepp-uhlmann-1.html