Laura Rudas

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Laura Rudas (2013)
Laura Rudas (2008)

Laura Rudas [ˈrudɒʃ] (* 10. März 1981 in Wien) ist eine österreichische Politikerin (SPÖ) und war von Jänner 2007 bis März 2014 Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat.

Biographie[Bearbeiten]

Laura Rudas besuchte nach der Volksschule in Wien ein wirtschaftskundliches Realgymnasium, an dem sie 1999 maturierte. Anschließend studierte sie Politikwissenschaft[1] an der Universität Wien und spondierte im Jahr 2008[2] mit der Diplomarbeit „Soziale Selektion im österreichischen Schulsystem“[3].

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Laura Rudas mit Werner Faymann (2008)

Nach ihrer Matura 1999 begann sich Rudas in der Wiener SPÖ-Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus zu engagieren und die SPÖ-Bezirksjugendgruppe aufzubauen. Von 2002 bis 2005 war sie Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Rudolfsheim-Fünfhaus. Darüber hinaus übt sie mehrere Funktionen auf Bezirksebene aus, so unter anderem im Bezirksfrauenkomitee und als Mitglied des Kinderfreundevorstandes im Bezirk.

Im Jahr 2003 war sie Bezirksrätin in Rudolfsheim-Fünfhaus. Von 2004 bis 2007 war Rudas Wiener Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin. Mit 16. Jänner 2007 kam sie als Abgeordnete in den Nationalrat auf das Mandat von Doris Bures, die nach der Nationalratswahl 2006 als Frauenministerin in die Regierung wechselte.[4] Von September 2007 bis November 2008 war sie Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ. Nach der Nationalratswahl im Jahr 2008 übernahm sie am 24. November 2008 gemeinsam mit Günther Kräuter die Bundesgeschäftsführung der SPÖ. Im Dezember 2013, nach der Nationalratswahl 2013, folgte sie Elmar Mayer in der Funktion der Bildungssprecherin der SPÖ.

Am 25. Februar 2014 gab sie bekannt, sich in den kommenden Wochen aus allen politischen Ämtern und Funktionen zurückzuziehen, um ab Juni ein einjähriges Studium (MSx, Master of Science in Management for Experienced Leaders) im Sloan Fellows Programm der Stanford University zu absolvieren.[5][6]

Kritik[Bearbeiten]

Laut dem Informationsdirektor Elmar Oberhauser soll Laura Rudas ihm nahegelegt haben, als zukünftigen TV-Chefredakteur des ORF den SPÖ-nahen Fritz Dittlbacher zu bestellen.[7] Laura Rudas selbst bestreitet eine derartige Einflussnahme. [8]

Familie[Bearbeiten]

Laura Rudas ist die Tochter des österreichischen Psychiaters und Begründers der Wiener Psychiatriereform Stephan Rudas und Nichte des ehemaligen SPÖ-Bundesgeschäftsführers Andreas Rudas[4] und hat einen Bruder.

Privatleben[Bearbeiten]

Seit Anfang 2012 ist Laura Rudas mit dem Internet-Unternehmer Markus Wagner liiert.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laura Rudas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe Website von Laura Rudas. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  2. Siehe Biografie zu Laura Rudas auf der Website des österreichischen Parlaments. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  3. Laura Rudas: Soziale Selektion im österreichischen Schulsystem. 2008, abgerufen am 1. Oktober 2012.
  4. a b  Andreas Bachmann: Lässig, Luftig, Laura. In: DATUM. Nr. 4, 1. April 2009, S. 41-43 (online, abgerufen am 30. März 2013).
  5. Der Standard: Rudas zieht sich aus der Politik zurück, 25. Februar 2014
  6. Laura Rudas zieht sich aus Politik zurück. 25. Februar 2014, abgerufen am 25. Februar 2014.
  7. ORF Journalisten protestieren entsetzt gegen Diktat von Parteisekreatriaten auf derStandard.at (abgerufen am 14. November 2010)
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAndrea Heigl, Harald Fidler, Gerald John: Laura und die Buberlpartie. Der Standard, 15./16. Jänner 2011, abgerufen am 26. November 2013.
  9. Laura Rudas liebt Internet-Millionär. oe24, 4. Juni 2012, abgerufen am 25. Januar 2013.