Laurel und Hardy: Die Teufelsbrüder

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Filmdaten
Deutscher Titel Dick und Doof – Die Teufelsbrüder[1]
Originaltitel Pack Up Your Troubles
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1932
Länge 68 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie George Marshall,
Raymond McCarey,
Harry Black,
Lloyd French
Drehbuch H. M. Walker
Produktion Hal Roach
Musik Leroy Shield,
Marvin Hatley,
Felix Powell
Kamera Art Lloyd
Schnitt Richard Currier
Besetzung

Dick und Doof – Die Teufelsbrüder (Alternativtitel Die Teufelsbrüder, Originaltitel Pack Up Your Troubles) ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Komiker-Duos Laurel & Hardy aus dem Jahr 1932, es war außerdem der zweite Langfilm der beiden.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung beginnt im Jahre 1917 in den Vereinigten Staaten. Nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den Ersten Weltkrieg geraten Stan und Olli widerwillig als „Freiwillige“ in die Armee: Sie versuchen sich zunächst vor dem Kriegseinsatz zu verdrücken, indem sie vorgaukeln, dass sie Fälle von Armamputation sind. Als der Rekutierungs-Offizier ihnen aus Mitleid etwas Geld gibt, nimmt Stan es mit der Hand an und ihre Tarnung ist aufgeflogen - woraufhin ihnen nichts anderes übrig bleibt, als in die Armee einzutreten. Schon bei der Absolvierung ihrer Grundausbildung erregen die beiden durch ihre Tollpatschigkeit den Zorn des Drill-Seargents und werden zu Küchendienst verdonnert. Dort machen sie sich den cholerischen Regimentskoch Pierre zu ihrem Intimfeind. Als sie Pierres ironische Bemerkungen wörtlich nehmen und den Küchenabfall in die Wohnung des Generals bringen, werden sowohl Stan und Ollie als auch Pierre vom General inhaftiert. Pierre schwört im Gefängnis, dass wenn er die beiden irgendwanneinmal zufüllig wiedertreffen würde, ihnen mit seinem Küchenmesser etwas antun wird. Unterdessen freunden sich Stan und Ollie mit dem Soldaten Eddie Smith an, welcher privat Probleme hat: Seine Ehefrau hat ihn verlassen und nun ist er ihr gemeinsames kleines Kind alleine verantwortlich.

Schließlich kommen Laurel und Hardy vom Gefängnis an die Front. Stan und Ollie haben sich unterdessen - wiederum unbeabsichtigt - „freiwillig“ zu einem Himmelfahrtskommando gemeldet. Dies bewältigen sie mit bewährter Tollpatschigkeit, indem sie mit einem Panzer, in dem sie sich eigentlich nur verstecken wollten, die feindlichen Linien aufrollen und zahlreiche Gefangene machen. Allerdings fällt ihr Freund Eddie Smith im Kampfeinsatz, sodass seine Tochter nun völlig alleine dasteht. Nach Kriegsende und ihrer Heimkehr in die USA beschließen die arbeitslosen Veteranen, sich um die hinterbliebene, ledige Tochter ihres verstorbenen Kriegskameraden zu kümmern. Sie wollen das Kind zu seinen ahnungslosen Großeltern bringen; allerdings wissen sie vom Großvater nur den Nachnamen: Smith, ein recht häufiger. Stan und Ollie befreien das Kleinkind aus der Hand des grimmigen Pflegeonkels Jack, bei dem der Alltag von häuslicher Gewalt gegen Frau und Kind dominiert ist. Sie klappern in ungewöhnlich zielstrebiger Art sämtliche Adressen mit dem Namen Smith ab, allerdings ohne Erfolg. Einmal sorgen sie durch ihre Trotteligkeit dafür, dass eine High-Society-Hochzeit zum Skandal wird und platzt. Das niedliche Mädchen findet unterdessen Gefallen am Familienleben mit seinen beiden Betreuern, beginnt schon deren Verhaltensweisen nachzuahmen.

Unterdessen holt Onkel Jack - welcher gerne weiter das Geld für Eddies Tochter bekommen möchte - die Wohlfahrtsbehörde zur Hilfe. Der herzlose Wohlfahrtsbeamte fordert Stan und Ollie auf, ihm das Kind zu geben, was diese vehement allerdings ablehnen - und das auch deutlich machen, indem sie ihn mit Lebensmitteln aus ihrem fahrenden Hot-Dog-Wagen vollkleistern. Bei der Bank wollen sie sich für eine mögliche Flucht vor der Wohlfahrtsbehörde Geld leihen, wobei Stan und Ollie eher unabsichtlich zu Bankräubern werden. Die Polizei und der Wohlfahrtbeamte können schließlich Stan und Ollie aufspüren, welche verhaftet werden. Als Stan und Ollie schließlich vom Bankdirektor Mr. Smith als Bankräuber identifizieren werden sollen, stellt sich dieser als der lang gesuchte Großvater des Mädchens herausstellt. Es kommt zu einem glücklichen Treffen aller Beteiligter und der Bankdirektor verspricht dem Duo, dass sie für die Zukunft ausgesorgt haben. Da tritt der Koch des Bankdirektors, es ist ein alter Bekannter des Duos - der Armeekoch Pierre mit seinem Küchenmesser, welcher die beiden unsanft nach draußen jagt.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Dreharbeiten fanden im Mai 1932 statt.
  • Für die Kriegsszenen wurden dem Filmteam Panzer und insgesamt 1000 Soldaten zur Verfügung gestellt.
  • Der Boxer Smith, der den „Teufelsbrüdern“ dicke Nasen verpasst, wurde von dem realen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr populären Schwergewichtsboxer „Gunboat“ Smith (Edward J. Smyth) dargestellt. (Gunboat Smith hatte unter anderem mit dem legendären Boxweltmeister Jack Dempsey im Ring gestanden). Zudem hat Paulette Goddard vor ihrem Durchbruch einen kurzen Auftritt als Brautjungfer.
  • Das erste Mal kam er 1952 unter dem Titel Dick & Doof als Rekruten in die deutschsprachigen Kinos. 1967 fand unter seinem bis heute erhaltenen Titel im Frankfurter „Alemannia-Theater“ eine Wiederaufführung statt.

Im deutschsprachigen Raum wurde er unter mehreren alternativen Namen vertrieben, am seltensten unter dem originalgetreuen Namen „Vergiss Deine Sorgen“. Weitere Alternativtitel im Fernsehen waren „Laurel & Hardy – Als Rekruten“ und „Laurel & Hardy – Die Teufelsbrüder“ in Deutschland und „Zwei Väter und ein Kind“ oder „Die Retter der Kompanie“ in Österreich.

Die deutsche Synchronfassung[Bearbeiten]

  • Die deutschen Dialog-Bücher wurden von Werner Schwier geschrieben, der insgesamt acht Laurel & Hardy- Dialogbücher geschrieben hat.
  • In diesem Film wird Stan nicht wie immer von Walter Bluhm gesprochen, da dieser zu jener Zeit verhindert war. Als Ersatz fungierte Helmut Ahner.
  • Ebenfalls wird Ollie nicht mehr von Arno Paulsen gesprochen, da dieser schwer erkrankte und 1969 verstarb. Sein Nachfolger war Gerd Duwner.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dick, Rainer: Laurel und Hardy: Die größten Komiker aller Zeiten. – Orig. ausg. – München: Heyne, 1995 (Heyne Filmbibliothek; 32/221) – ISBN 3-453-09006-3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laurel und Hardy: Die Teufelsbrüder im Lexikon des Internationalen Films. Abgerufen am 20. Januar 2013