Laurel und Hardy: Die brennende Nachbarin

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Filmdaten
Deutscher Titel Die brennende Nachbarin
Originaltitel Unaccustomed as we are
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1929
Länge 21 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Lewis R. Foster, Hal Roach
Drehbuch Leo McCarey (Geschichte), H. M. Walker (Buch)
Produktion Hal Roach
Kamera John MacBurnie, Len Powers, Jack Roach, George Stevens
Schnitt Richard Currier
Besetzung

Die brennende Nachbarin ist eine US-amerikanische Kurzfilm-Komödie des Komiker-Duos Laurel & Hardy.

Handlung[Bearbeiten]

Da Die brennende Nachbarin die Vorlage für den späteren Film "Die Klotzköpfe" war, liegt die Handlung sehr nah an diesem. Dass Stan 20 Jahre umsonst Stellung hält, kommt jedoch in diesem Film nicht vor. Er beginnt damit, dass Ollie Stan zu sich nachhause mitnimmt und ihm von den saftigen Steaks seiner Frau vorschwärmt. Diese wiederum hat es satt, ständig für Ollie und seine Freunde zu kochen, weswegen sie wütend die Wohnung verlässt. Zufällig kommt die Nachbarin, Mrs. Kennedy, dazu und will den beiden helfen, sich selbst etwas zu kochen. Dabei gerät ihr Kleid in Brand und wird zerstört. Sie zieht sich Sachen von Mrs. Hardy an und als die zurückkommt, versteckt sie sich in einer Truhe, die Stan und Ollie heimlich aus der Wohnung „schmuggeln“ wollen. Allerdings kommt dann auch noch Mr. Kennedy, der Polizist ist, dazu und erzählt den Jungs, dass er manchmal hinter dem Rücken seiner Ehefrau auch andere Frauen trifft. Mrs. Kennedy hört dies von der Truhe aus und als Mr. Kennedy die Truhe zu sich in die Wohnung nimmt, bekommt er den bitteren Zorn seiner Frau zu spüren. Als Rache dafür, holt er sich zuerst Ollie aus dessen Wohnung und schlägt ihm auf die Nase, will anschließend Stan dasselbe tun, doch davor kommt Mrs. Kennedy dazu und macht ihrem Mann den gar aus. Stan verlässt fröhlich pfeifend die Wohnung, will die Treppe hinuntergehen, stolpert, fällt ziemlich lange die Treppe runter und der Film endet.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Der Film wurde im neu eingerichteten Tonstudio von Hal Roach gedreht.
  • Die Dreharbeiten fanden meistens nachts statt, da tagsüber im selben Studio Dreharbeiten zu Die kleinen Strolche stattfand, die allerdings pünktlich um 17 Uhr beendet werden mussten.
  • Als der Film herauskam, besaßen noch nicht alle Kinos Tonfilmprojektoren, weswegen in einigen der Ton von Schallplatten abgespielt wurde. Für einige andere frühe Tonfilme Laurel & Hardy's ließ Roach extra stumme Fassungen herstellen.
  • Als man den Film 1980 für die ZDF-Serie „Zwei Herren dick und doof“ bearbeitete, behandelte man ihn wie einen Stummfilm. Hanns Dieter Hüsch sprach dabei den Erzähler so wie auch die anderen Personen im sogenannten “Voice-Over”-Verfahren. Der Film wurde also nicht lippensynchron eingedeutscht.
  • 1972 wurde in der DDR eine deutsche Synchronfassung mit in der DDR bekannten Sprechern angefertigt, allerdings mit vielen abgewandelten gebräuchlichen Begriffen. So wollte Mae Busch etwa in einer Mitropa-Filiale etwas essen gehen.

„Wir hatten beschlossen, dass wir keine Tonfilm-Komiker waren. Natürlich bevorzugten wir die Pantonomie wie in unseren Stummfilmen. Wir sagten daher so wenig wie möglich - nur das, was notwendig war um die Dinge, die wir taten, zu motivieren. Wenn irgendeine Geschichte erzählt werden sollte, ließen wir sie im allgemeinen von jemand anderem erzählen...mit der Zeit wurden wir ein bisschen vertrauter damit und redeten mehr, als wir ursprünglich wollten“

Stan Laurel [1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laurel & Hardy „Die Klotzköpfe“, DVD 2003, Produktionsnotizen