Laurel und Hardy: Hände hoch – oder nicht

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Filmdaten
Deutscher Titel Hände hoch – oder nicht
Originaltitel The Devil's Brother
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1933
Länge ca. 90 Minuten
Stab
Regie Hal Roach,
Charley Rogers
Drehbuch Jeanie Macpherson,
nach Eugène Scribe
Produktion Hal Roach für MGM
Musik Daniel-François-Esprit Auber
Kamera Hap Depew,
Art Lloyd
Schnitt Bert Jordan,
William H. Terhune
Besetzung
Synchronisation

The Devil's Brother ist eine US-amerikanische Langfilmkomödie von Hal Roach aus dem Jahre 1933. Der Film basiert auf der Oper Fra Diavolo aus dem Jahre 1830 mit Texten von Eugène Scribe und der Musik von Daniel-François-Esprit Auber. In den Hauptrollen spielt das Komikerduo Laurel und Hardy. Der Film ist im deutschsprachigen Raum auch als Die Sittenstrolche, Hände hoch – oder nicht sowie Fra Diavolo bekannt.

Handlung[Bearbeiten]

Norditalien zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Zahlreiche Diebe treiben ihr Unwesen, der kühnste unter ihnen ist Fra Diavolo. Er stellt sich als eleganter „Marquis de San Marco” der schönen, aber ebenso naiven Lady Pamela und ihrem wesentlich älteren, langweiligen Gatten Lord Rocburg vor. Sein Charme führt dazu, dass Pamela ihm bald ausplaudert, wo sie ihre Juwelen versteckt und dass ihr Gatte 500.000 Francs besitzt. Etwa zu derselben Zeit werden Stanlio und Ollio (in den älteren Synchronisationen: „Stanilo“ und „Olivero“) ihres gesamten, durch jahrelange Arbeit erwirtschafteten Vermögens beraubt. Sie beschließen daher, selbst Räuber zu werden. Nachdem sie einen angeblich armen Holzfäller (der aber tatsächlich recht viel Geld besitzt) aus Mitleid nicht haben ausrauben können, soll ihr zweites Opfer zufällig ausgerechnet Fra Diavolo sein. Die beiden Amateure werden dabei allerdings von Diavolos Männern gefangengenommen. Stanlio soll nun Ollio hängen, damit er am Leben bleibt. Diavolo erhält unterdessen die Nachricht, dass seine Männer einen Teil der Juwelen, nicht aber die 500.000 Franc stehlen konnten. Daraufhin will er in der alten Verkleidung als Marquis das Geld selbst stehlen.

Da die Gesichter der anderen Räuber den Wachen bekannt sind, nimmt er Stanlio und Ollio als Diener mit. In einem Gasthaus setzt er seine Avancen um Lady Pamela fort. Stanlio und Ollio arbeiten hingegen mehr oder weniger mit Absicht gegen ihn an: Um Lösegeld zu kassieren, wollen sie Diavolo verhaften, nehmen dabei jedoch versehentlich Lord Rocburg fest und schlagen ihn. Später sollen sie Rocburg ein Schlafmittel verabreichen, damit Diavolo in der Nacht in Sicherheit nach den 500.000 Franc suchen kann, Stanlio trinkt das Schlafmittel jedoch aus. Immerhin gelingt es Diavolo, die Kette Pamelas zu stehlen. Er lenkt die Schuld zunächst auf den Offizier Lorenzo, der Diavolo nachjagt. Dieser hätte für seine Geliebten die Kette gestohlen. Da jedoch ihr Vater Matteo, der Wirt des Gasthauses, knapp bei Kasse ist, soll Zerlina am morgigen Tage den reichen, aber langweiligen Bauern Francesco heiraten. Deshalb lässt Lady Pamela gegenüber Lorenzo auf Wunsch von Diavalo Gnade walten.

Nach einem weiteren Gespräch mit Lady Pamela findet Diavolo heraus, dass das Geld im Petticoat versteckt ist. Er kann es entwenden, als sie sich umzieht. Währenddessen hat sich Stanlio jedoch im Weinkeller betrunken und verrät Lorenzo, dass der sogenannte Marquis de San Marco in Wahrheit Fra Diavolo ist. Lorenzo kann Diavolo nach kurzem Kampf besiegen und ihm das Geld sowie den Schmuck abnehmen. Da er Geld für die Ergreifung von Diavolo erhält, kann er endlich Zerlina heiraten und das Gasthaus seines zukünftigen Schwiegervaters retten. Fra Diavolo und seine beiden Diener Stanlio und Ollio sollen erschossen werden, doch Stanlio will sich als letzten Wunsch vor der Hinrichtung mit einem roten Tuch die Nase putzen, woraufhin ein Stier ausbricht. Diavolo flüchtet mit einem Pferd, Stanlio und Ollio auf dem Stier.

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film basiert auf der Oper Fra Diavolo aus dem Jahre 1830 mit Texten von Eugène Scribe und der Musik von Daniel-François-Esprit Auber, die auch im Film verwendet werden. Zudem singt Dennis King als Fra Diavolo mehrere Lieder aus der Oper, die aus der originalen Tenor-Lage für Kings Bariton nach unten transponiert wurden. Die Charaktere von Stan Laurel und Oliver Hardy beruhen auf Diavolos Komplizen im Stück, Giacomo und Beppo. Diese sind auch in dem Stück etwas trottelig, so kommt die Weinszene tatsächlich vor. Allerdings wurden die Rollen deutlich ausgeweitet, um den Komikern mehr Raum zu schaffen. Produzent und Regisseur Hal Roach, der die Oper als Kind gesehen hat und sehr mochte, hatte die Idee zu der Verfilmung.

The Devil's Brother wurde in den Hal-Roach-Studios in Culver City gedreht. Der Film kam am 5. Mai 1933 in die amerikanischen Kinos, in die deutschen dagegen erst im September des Jahres. 1952 kam er erneut in die deutschen Kinos. Mit einer Laufzeit von 90 Minuten ist es der längste Film des Komikerduos, angeblich soll die ursprüngliche Fassung sogar 117 Minuten gehabt haben.

Aus dem Film entwickelte sich das beliebte Geschicklichkeitsspiel Knie, Ohr, Nase, welches allein ohne jegliche Hilfsmittel durchgeführt werden kann. Obwohl beim Zusehen der Handlungsablauf sehr einfach erscheint, ist die Durchführung für eine ungeübte Person fast unmöglich. Erst einiges Üben ermöglicht einen fehlerfreien Versuch. Dies wird auch im genannten Film deutlich, wo Stan Laurel seinen Filmpartner Oliver Hardy sowie den Wirt Matteo damit zur Verzweiflung bringt.

Synchronisation[Bearbeiten]

Zur Premiere in Deutschland könnte es ebenfalls schon eine Synchronisation des Filmes gegeben haben, allerdings ist davon heute nichts mehr bekannt. Dies sind die vier bekannten Synchronisationen:

Kritiken[Bearbeiten]

„Eingebunden in Handlungsmotive der Oper Fra Diavolo" von Auber und angereichert mit einigen Musikeinlagen in kulissenhaft-klischeehafter Inszenierung, bietet sich für die beiden Komiker reichlich Gelegenheit für ihre Grotesk-Späße. Unwiderstehlich bis zur Albernheit das Kinderspiel "Kniechen, Näschen, Öhrchen" und als Paradestück des Films die ansteckende Lachorgie im Weinkeller.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hände hoch – oder nicht im Lexikon des Internationalen Films

Weblinks[Bearbeiten]