Lauschied

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lauschied
Lauschied
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lauschied hervorgehoben
49.7411111111117.6222222222222320Koordinaten: 49° 44′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Sobernheim
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 4,78 km²
Einwohner: 555 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55568
Vorwahl: 06753
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 057
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 11
55566 Bad Sobernheim
Webpräsenz: www.lauschied.de
Ortsbürgermeister: Wilhelm Marx (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Lauschied im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild

Lauschied ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim an.

Geographie[Bearbeiten]

Lauschied liegt auf einer Anhöhe im Glan-Nahe-Dreieck. Im Norden befindet sich Meddersheim, im Osten Abtweiler, im Süden Desloch und westlich liegt Bärweiler.

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1200 wurde der Ort als Lubescheid erstmals urkundlich erwähnt.

1797 und 1798 hielt sich Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, Deutschlands berühmtester Räuber, in Lauschied auf. Der Schuster Johannes Leyendecker aus Lauschied gilt als geistiger Anstifter vieler Verbrechen des Schinderhannes.[2] Leyendecker dürfte einer der wenigen Kameraden des Schinderhannes gewesen sein, die diesem geistig ebenbürtig oder sogar überlegen waren. 1816 bis 1866 gehörte Lauschied zum Oberamt Meisenheim der Landgrafschaft Hessen-Homburg und kam mit diesem 1866 zu Preußen.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lauschied, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 366
1835 k.A.
1871 539
1905 578
1939 634
Jahr Einwohner
1950 632
1961 677
1970 747
1987 680
2005 615

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lauschied besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahre 2004 wurden die Ratsmitglieder in einer Mehrheitswahl gewählt.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[4]

  CDU WGR Gesamt
2009 5 7 12 Sitze
2004 per Mehrheitswahl 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Schild geteilt und unten gespalten. Oben in Silber ein wachsender, schwarzer rotbewehrter Adler, unten vorn in Blau ein durchgehendes goldenes Kreuz, hinten blau-gold geschacht“.

Das Kreuz ist ein Attribut des heiligen Georg, der Patron der Kirche war. Das Schachbrettmuster entstammt den Herren von Koppenstein und der Adler verweist auf Wolf von Sponheim.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Lauschied liegt im Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund. Der nächste Bahnhof ist Staudernheim an der Bahnstrecke Saarbrücken–Mainz, neun Kilometer nordöstlich von Lauschied. Die Buslinie 262 bietet wochentags direkte Verbindungen zum Bahnhof Bad Sobernheim an derselben Strecke.


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lauschied – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon, S. 134, Mainz-Kostheim 2003
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat