Lautém (Distrikt)

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Distritu Lautein (tetum)
Distrito de Lautém (port.)
Indonesien Oecusse (Distrikt) Cova Lima Bobonaro (Distrikt) Ermera (Distrikt) Liquicá (Distrikt) Dili (Distrikt) Aileu (Distrikt) Ainaro (Distrikt) Manufahi Manatuto (Distrikt) Baucau (Distrikt) Lautém (Distrikt) Viqueque (Distrikt)Lage des Distrikts Lautém
Über dieses Bild
Eine Fatu, eine für Timor typische steile Klippe nahe Tutuala
Daten
Hauptstadt Lospalos
Fläche 1.813,11 km² (2.)[1]
Einwohnerzahl (2011) 62.813 (8.)[2]
Bevölkerungsdichte 34,6 Einw./km² (12.)[2]
Zahl der Haushalte (2010) 11.447 (7.)[1]
ISO 3166-2: TL-LA
Subdistrikte Einwohner[1] Fläche[1]
Iliomar 7.201 302,17 km²
Lautém 14.147 448,38 km²
Lospalos 29.236 623,93 km²
Luro 5.367 128,28 km²
Tutuala 3.836 310,36 km²
Karte
Übersichtskarte vom Distrikt Lautém

Lautém (tetum Lautein) ist der zweitgrößte und östlichste Distrikt von Osttimor, benannt nach dem Ort Lautém im Norden. Der Name leitet sich von den Fataluku-Wörtern lau (Tuch) und tein (heilig) ab, womit der Name in etwa heiliges Tuch bedeutet.[3] Nach dem Ort ist der Distrikt benannt, in dem Lautém liegt. Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum des Distrikts ist Lospalos. Der Distrikt verfügt über viele Sandstrände und eine wilde und raue Landschaft mit Bergen im Westen und Süden und Hochplateaus im Zentrum. Zu Lautém gehören die Insel Jaco und Osttimors größter See, der Ira Lalaro. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung betreibt Ackerbau, noch weiter ist die Haltung von Schweinen und Hühnern verbreitet. Die Plantagen aus vergangener Zeit sind aber weitgehend aufgegeben. Man produziert in erster Linie für den Eigenbedarf.

Geographie[Bearbeiten]

Ortschaften und Gewässer in Lautém; in Rosa die urbanen Sucos
Straßennetz und Topographie Lautéms
Allee im Ort Lautém
Tropischer Wald im Tiefland bei Lore
Der Irasiquero, nahe Malahara

Lautém ist der östlichste Distrikt von Osttimor und hat eine Fläche von 1.813,11 km². Im Westen grenzen die Distrikte Baucau und Viqueque an, im Norden liegt die ruhige Bandasee (tahi tupuric, das „Frauenmeer“) und im Süden die stürmischere Timorsee (tahi calu, das „Männermeer“). Zum Distrikt gehört auch der östlichste Punkt der Timors (Kap Cutcha) nahe dem Dorf Tutuala und die vorgelagerte Insel Jaco. Nach dem timoresischen Schöpfungsmythos um das gute Krokodil, aus dem die Insel entstanden sein soll, nennen die Fataluku das Ostende Timors mua cao, den „Kopf des Landes“.[4]

Lautém ist in die Subdistrikte Iliomar, Lautém (Lautém Moro), Lospalos, Luro und Tutuala geteilt. Die Sucos Tirilolo und Fuiloro sind als urban klassifiziert.

Der Distrikt verfügt über viele Sandstrände und eine wilde und raue Landschaft. 30 bis 35 % sind Hochland, 35 % Bergwelt. Im Zentrum ziehen sich die Berge und Hügel von Südwest nach Nordost quer durch den gesamten Distrikt. Höchster Punkt ist mit 1297 m der Legumau im Subdistrikt Luro. An der Küste befinden sich Terrassen und hügelige Ebenen, im Süden auch Sümpfe. Im Osten sinkt das 440 km² große Fuiloro-Plateau langsam in Richtung Süden von 700 m auf 500 m ab, bis es auf die Bergkette des Paitchaus trifft. Das Plateau besteht aus Grasland mit einigen Büschen und Bäumen, das bis an den Ira Lalaro (auch Suro-bec) reicht. Er ist mit 6,5 km Länge, 3 km Breite und einer Fläche von bis zu 2.200 Hektar der größte See Osttimors ist. Die Größe seiner Oberfläche schwankt stark im Wechsel von Regen- und Trockenzeit.[5] Saisonal kommt es auch zu Überflutungen in der Umgebung des Sees.[6] Neben dem See sind die Flüsse Raumoco, Veromoco und Malailada (Ralailaba) die wichtigsten Wasserquellen der Bevölkerung in der Trockenzeit. Nördlich des Fuiloro-Plateaus liegt das kleinere Plateau von Nári, westlich das Plateau von Lospalos und südlich das Plateau von Rere.[5] Eine Besonderheit bildet der Fluss Irasiquero, der in Richtung Süden den Ira Lalaro verlässt. Er erreicht die Timorsee nicht, sondern verschwindet vorher im Mainina-Loch, einem Ponor.[6]

Das Gebiet um Lore an der Südküste ist geprägt durch Küstentrockenwälder, Mangrovenwälder und Küstengrasland. In der Region um den Paitchau gibt es größere Wälder. Die Berghänge aus Kalkstein sind bedeckt tropischen Trockenwäldern und kleinen Flächen mit immergrünem Wald. Lautém ist einer der am dichtesten mit Wald bedeckten Distrikte Osttimors. Der Wald steht größtenteils unter Schutz und da die Region weit entfernt von den Bevölkerungszentren Osttimors und relativ schlecht zugänglich ist, ist die Natur hier noch weitgehend unberührt. Kommerzielle Holzgewinnung ist ohnehin landesweit verboten, doch die lokale Bevölkerung versorgt sich aus dem Wald mit Bau- und Feuerholz, Rattan, Honig und Wildfleisch.[6][7][8]

In den Wäldern leben Mähnenhirsche, Wildschweine, Wasserbüffel, verwilderte Balirinder, Affen und viele seltene Vogelarten. Am Irebere und im Ira Lalaro und seinen umliegenden Gewässern und Feuchtgebieten lebt die Timorschildkröte, die als Unterart der McCords Schlangenhalsschildkröte angesehen wird. Im Ira Lalaro, den Flüssen und Küsten des Distrikts gibt es Leistenkrokodile, die eine potentielle Gefahr für die Bevölkerung darstellen. 2007 und 2008 gab es Krokodilangriffe in Com mit insgesamt zwei Todesopfern.[7]

Von Mai bis Juli fällt durchschnittlich zweimal in der Woche Regen, von November bis Januar gibt es täglich zwei Stunden Starkregen, mit den größten Niederschlägen im Dezember. Dies kann zu Überflutungen führen, wie zum Beispiel die im Juni 2001, die schwere Zerstörungen in Lospalos und Daudere verursachten. Auch die wichtige Straße, die Lospalos mit Baucau, Iliomar und Luro verbindet, wurde schwer beschädigt. Die Monate von August bis Oktober sind heiß und trocken. Es gibt aber regionale Unterschiede. Der Norden mit den Subdistrikten Lautém und dem Suco Tutuala haben eine jährliche Regenmenge von 500 bis 1.000 mm und eine achtmonatige Trockenzeit. Im Süden, mit Lospalos, Iliomar und dem Suco Mehara (Subdistrikt Tutuala), erreicht die Niederschlagsmenge 1.000 bis 1.500 mm jährlich bei fünf bis sechs Monaten Trockenzeit. Der im Zentrum liegende Subdistrikt Luro erreicht sogar eine jährliche Niederschlagsmenge von 1.500 bis 2.000 mm. Auch dort dauert die Trockenzeit nur fünf bis sechs Monate. Die Durchschnittstemperatur beträgt 23,6 bis 31,8 °C. Die Temperatur kann aber bis 38 °C ansteigen.[9]

Einwohner[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl in Lautém
Die Ortschaft Lautém

In Lautém leben 62.813 Einwohner (2011). Die Bevölkerungsdichte beträgt 34,6 Einwohner pro Quadratkilometer.[2] Nur der Distrikt Manatuto ist dünner besiedelt. Der Altersdurchschnitt liegt bei 17,0 Jahren (2010).[1] Zwischen 1990 und 2004 wuchs die Zahl der Einwohner jährlich um 1,72 %. Hatte 2004 in Tutuala jede Frau durchschnittlich 6,58 Kinder, stieg die Anzahl auf 7,77 Kinder in Lospalos, 7,80 in Iliomar und 7,91 in Lautém und 8,32 in Luro an (Landesdurchschnitt 6,99). Die Kindersterblichkeit lag 2002 in Lospalos bei 68 (1996: 102), in Lautém bei 89 (126), in Luro bei 101 (152), in Iliomar bei 129 (119) und in Tutuala bei 140 (81) Todesfällen pro 1.000 Lebendgeburten. Der Landesdurchschnitt betrug 98. Iliomar und Tutuala sind zwei von 14 Subdistrikten, in denen die Kindersterblichkeit entgegen dem Landestrend anstieg. Tutuala hat sogar den landesweit höchsten Anstieg zu verzeichnen.[10]

Im Distrikt werden mehrere Nationalsprachen Osttimors als Muttersprache gesprochen. 62,5 % sprechen Fataluku (größte Volksgruppe in den Subdistrikten Lautém, Lospalos und Tutuala), 22,7 % Makasae im Subdistrikt Luro und in Ililai (Subdistrikt Lautém) und 12,5 % Makalero (Subdistrikt Iliomar). In Ober-Luro wird Sa’ane gesprochen, ein Dialekt des Makalero. Fataluku, Makasae und Makalero gehören zu den Papua-Sprachen. In Mehara, nahe Tutuala, sprechen nur noch wenige Personen als Muttersprache die Nationalsprache Makuva, eine malayo-polynesische Sprache, die vom Aussterben bedroht ist. Berücksichtigt man auch die Zweitsprachen, so sprechen 33,5 % die Amtssprache Tetum und 10,1 % die Amtssprache Portugiesisch. 41,1 % sprechen noch Bahasa Indonesia.[10] Eine ausgestorbene Sprache ist Rusenu. Erst 2007 konnte ein Linguist letzte Reste dokumentieren.[11]

Schulbildung[12] Schulabschluss[12]
in der Schule Schule beendet nie in einer Schule Vorschule Grundschule Prä-
Sekundär
Sekundär Diplom/ Fach-
hochschule
Universität Kein Abschluss
Frauen 38,2 % 25,1 % 36,1 % 5,4 % 54,1 % 20,1 % 18,2 % 0,4 % 1,1 % 0,6 %
Männer 43,1 % 30,2 % 26,2 % 5,1 % 53,5 % 18,3 % 18,9 % 1,1 % 2,7 % 0,4 %
gesamt 40,6 % 27,6 % 31,2 % 5,2 % 53,8 % 19,2 % 18,6 % 0,8 % 1,9 % 0,5 %
Don Bosco College in Fuiloro

Die Analphabetenrate betrug 2004 noch 61,1 % (Frauen: 65,9 %; Männer: 56,0 %), die höchste Rate im ganzen Land.[10] 40 % der Einwohner, die fünf Jahre oder älter sind, gehen noch in die Schule, ein weiteres Viertel von ihnen hat die Schule bereits verlassen. Fast ein Drittel war nie in der Schule. Hier ist der Anteil an Frauen um 10 % höher als bei den Männern. Die Zahlen sind mit dem Landesdurchschnitt vergleichbar.[12] 5 % haben allerdings nur die Vorschule besucht, etwas mehr als die Hälfte die Grundschule. Weiterführende Schulen haben knapp 40 % der Einwohner abgeschlossen. Ein Diplom oder abgeschlossenes Studium können nur 2,7 % vorweisen, etwa die Hälfte des Landesdurchschnitts.[12]

Nino Konis Santana, der Kommandant der Widerstandsbewegung FALINTIL von April 1993 bis zu seinem Unfalltod 1998 war, wurde in Tutuala geboren.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorzeit und portugiesische Kolonialzeit[Bearbeiten]

Bis zu 5000 Jahre alte animistische Zeichen in Ile Kére Kére
Historische Stätten um Tutuala
10.000 Jahre altes Steingesicht in Lene Hara
Portugiesischer Leuchtturm bei Iliomar

Im Subdistrikt Tutuala gibt es über 30 Höhlen und Felsüberhänge, in denen Tausende von Bildern an die Wände gemalt wurden.[13] In der Kalksteinhöhle Jerimalai, nahe dem Ort Tutuala, konnten Spuren menschlicher Besiedlung gefunden werden, die älter als 42.000 Jahre sind. Es sind die ältesten Funde dieser Art auf den Inseln Südostasiens. In der Nähe wurden in der Höhle Ile Kére Kére Zeichnungen aus einer späteren Zeit mit Jagdszenen, animistischen Symbolen für Schildkröten und andere Tiere, und Boote gefunden. Die Form der Boote deutet auf eine austronesische Herkunft hin, was der Papua-Herkunft der meisten Sprachen im Distrikt widerspricht. Man kann nur spekulieren, ob die Zeichnungen die Boote der Künstler oder vorbeifahrende Boote darstellen. Die Zeichnungen werden auf ein Alter zwischen 2.000 und 6.000 Jahre geschätzt.[14][15] Gesichter, die in den Stein der Höhle Lene Hara graviert wurden, schätzt man sogat auf ein Alter von 10.000 Jahren.[16] Auch beim Ort Lautém gibt es Höhlenzeichnungen.

Die Einwohner Lautéms waren ursprünglich Krieger und Bauern, Fischfang betrieben sie aber nicht.[9] Zahlreiche Steinsarkophage und animistische Schreine sind überall im Distrikt zu entdecken. Historisch lebten vier Hauptstämme im Gebiet von Lautém. Diese waren, entsprechend der heute am weitesten verbreiteten Sprachen, die Fataluku im Gebiet von Lospalos, Tutuala und Lautém, die Makasae in Luro, Lautém und Iliomar und die Makalero in Iliomar und Luro. Die einzigen Sprecher einer austronesischen Sprache in Lautém, die Makuva, wurden erst seit Ende des Zweiten Weltkrieges von den Fataluku nahezu vollständig assimiliert. Sie leben hauptsächlich in Tutuala. Bisher ging man davon aus, dass die Sprecher der Papua-Sprachen vor etwa 3000 Jahren nach Timor kamen, ihnen folgten später die Austronesier. Neuere Theorien vermuten zumindest bei den Fataluku, dass sie aber erst nach den Austronesiern auf Timor eintrafen. Die Herkunft ihrer Sprache wird auf der Bomberai-Halbinsel Neuguineas vermutet. Legenden der Fataluku berichten von der Einwanderung nach Timor aus Richtung Osten kommend.[4]

Wie viele der Ethnien Timors hat auch jeder Clan der Fataluku (Ratu) einen entsprechenden Gründungsmythos, der von der Einwanderung der Vorfahren nach Timor erzählt. Der Platz an dem die Urahnen ihre erste Siedlung errichtet haben sollen, wurde früher mit geschnitzten Figuren eines Manns und einer Frau markiert, die in Richtung ihrer Herkunft schauten. Infolge des Krieges während der indonesischen Besatzung, wurden viele dieser Figuren aber oft näher zu oder in die bestehenden Siedlungen geholt, da sie oft das Ziel von Schändungen und Vandalismus waren. An vielen Orten liegen alte Befestigungen (pamakolo oder laca) und Siedlungen auf Hügeln (lata paru), die mit den Ahnen in Verbindung gebracht werden. In ihnen finden sich Gräber der Urahnen (calu luturu) aus großen Steinen. Sie sind auch heute noch Ziel von großer Verehrung, trotz des inzwischen verbreiteten katholischen Glaubens. Eine Besonderheit bilden der Kati ratu und der Tutuala ratu. Deren Sagen erzählen, dass sie von ihrer jetzigen Heimat stammen, was darauf hinweist, dass sie möglicherweise länger auf Timor sind, als andere Fataluku und von ihnen assimiliert wurden.[4]

Die ersten Europäer in diesem Gebiet waren die Portugiesen, die im heutigen Suco Lore I (Subdistrikt Lospalos) im 17. oder 18. Jahrhundert ein Fort errichteten. In Lautém gibt es eine portugiesische Residenz aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Anfang der 1730er rebellierte das Reich von Sarau gegen die portugiesischen Kolonialherren. Gouverneur Pedro de Rego Barreto da Gama e Castro (1731 bis 1734) ging daraufhin gegen das Reich vor.[17] An der Straße zwischen Com und Lospalos befindet sich ein alter traditioneller Friedhof, der 300 Jahre alt sein soll. Dort liegen jene Timoresen, die durch die portugiesischen Eroberer getötet wurden.[9] Weitere Reiche in der Region, die von einem Liurai regiert wurden, waren Faturó und Com.

1847 attackierten vermutlich buginesische Piraten oder Sklavenjäger den Ort Sama im Distrikt Lautém, was in dieser Zeit nicht ungewöhnlich war. Gouverneur Julião José da Silva Vieira (1844 bis 1848) entsandte eine Militärexpedition, die aber von den Piraten besiegt wurde. Drei Soldaten wurden dabei getötet. Noch viereinhalb Monate gelang es den 70 Buginesen, sich einer Belagerung durch 3.000 Krieger zu erwehren, die die lokalen Herrscher zusammengezogen hatten. Später entsandte Gouverneur José Joaquim Lopes de Lima (1851 bis 1852) eine Strafexpedition gegen das Reich von Sarau, das im Verdacht stand, mit den Buginesen zusammengearbeitet zu haben. Die Vergeltungsaktion über acht Monate, bei der auch das Kanonenboot Mondego eingesetzt wurde, brachte schließlich eine Entschädigungssumme von 2.000 Rupien ein. Die Köpfe der gefallenen Gegner wurden nach Dili zurückgebracht und beim Likurai-Tanz zur Schau gestellt. Die timoresische Praxis wurde von den Portugiesen auch in den folgenden Jahren immer wieder bei Rebellen angewandt.[18]

1860 teilte der Gouverneur Afonso de Castro erstmals die Kolonie in zehn Militärkommandanturen (comandos militares). Der Kommandantur Lautém wurden die Reiche Faturó, Sarau und Matarufa zugeordnet.[19]

Ortsnamen während des Estado Novo[20]
Heutiger Name Name im Estado Novo
Lautém Vila Nova de Malaca
Com Nova Nazaré
Fuiloro Vila de Aviz
Tutuala Nova Sagres
Ililai Nova Âncora
Blick auf Tchailoro (1970)

Im Laufe des 19. Jahrhunderts kam der Sandelholzhandel in der Region zum Erliegen und erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts sind wieder Spuren der portugiesischen Kolonialherren im Distrikt zu finden. In einigen Subdistrikten blieben Verwaltungsgebäude aus der Zeit zwischen 1900 und 1945 erhalten, so in Tutuala. In Iliomar befinden sich die Ruinen eines portugiesischen Militärpostens mit Fort und Hafen aus dem Jahr 1904. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten noch die Liurais die direkte Regierungsgewalt. Die Portugiesen nutzten das Klassensystem, um bei den Untertanen Widerstand gegen die heimischen Herrscher zu schüren, so dass die Kolonialherren die Kontrolle ausüben konnten. In dieser Zeit wurden viele Osttimoresen auch in anderen Teilen des portugiesischen Kolonialreichs gesandt, so zum Beispiel nach Mosambik.

1942 besetzten die Japaner Timor, obwohl Portugal im Zweiten Weltkrieg neutral war. Aus dieser Zeit stammen noch einige Bunker an der Straße zwischen Com und Lautém. In Trisula bauten die Japaner ein Gefängnis, das später von den Portugiesen weiter verwendet wurde.[21] In der Nähe des Dorfes das Abisu in Fuiloro betrieben die japanischen Streitkräfte ab 1942 ein Flugfeld für schwere Bomber, weswegen Fuiloro immer wieder das Angriffsziel australischer Bomber war. Viele Timoresen bekämpften die japanischen Besatzungstruppen.

Siehe auch: Schlacht um Timor

Nach dem Krieg stellten die Portugiesen wieder ihre Herrschaft über die Kolonie her. Im Distrikt entstanden viele öffentliche Gebäude, die noch stehen. 1948 wurde Lospalos, das ursprünglich Los Pala hieß, als Distriktshauptstadt ausgebaut. 1974 entstanden nach der Nelkenrevolution in Portugal die ersten osttimoresischen Parteien. Virissmo Dias Quintas, der Liurai von Lospalos, wurde einer der führenden Mitglieder der UDT im Distrikt. Die Chefs der FRETILIN vor Ort, Alfonso und Benedito Savio, wurden später durch indonesische Soldaten getötet.

Im Frühjahr 1975 konnte die FRETILIN sich auf eine Mehrheit der Bevölkerung in ganz Osttimor stützen. Am 13. März 1975 wurden im Rahmen des Dekolonisationsprogramms Wahlen im Distrikt Lautém durchgeführt. Ziel war es, die traditionellen Herrschersysteme zu ersetzen. Bei diesem Pilotprojekt für Lokalwahlen gab es keine Parteilisten oder -kandidaten. Die Wähler warfen einfach Kieselsteine in Körbe der Kandidaten um ihre Stimme abzugeben. FRETILIN-nahe Kandidaten konnten sich hier klar gegen UDT-Kandidaten durchsetzen. Mit ein Grund für den späteren Putschversuch der UDT, die eine Machtübernahme der FRETILIN im Land fürchtete.[22]

Indonesische Besatzungszeit und UN-Verwaltung[Bearbeiten]

Verlauf der indonesischen Invasion (1975-1979)

Nach der Unabhängigkeitserklärung Osttimors am 28. November 1975 begann Indonesien neun Tage später mit einer großangelegten Invasion in das Nachbarland. Zuvor waren schon grenznahe Gebiete besetzt worden. Die indonesische Armee TNI konnten sich allerdings erst 1976 dauerhaft festsetzen. Im äußersten Osten der Insel hielt sich der osttimoresische Widerstand lange in der Fläche, während die Indonesier meist nur die großen Ortschaften und die sie verbindenden Straßen kontrollierten. Erste Fallschirmeinheiten landeten 1976 in Raça und stießen am 3. Februar nach Lospalos vor. Bis Oktober 1976 waren die Orte Lautém, Lospalos und Tutuala und die sie verbindenden Straßen in indonesischer Hand. Lokalen Schätzungen zufolge verlor jede Familie im Distrikt durch die Invasion zwei bis vier Angehörige. Vergewaltigungen, Mord und Folter durch die indonesischen Truppen waren an der Tagesordnung.[23]

Der Widerstandskämpfer Francisco Ruas Hornay, der aus Iliomar stammte, und vier seiner Anhänger wurden in Muapitine aufgrund von internen Kämpfen am 24. November 1976 von der FRETILIN hingerichtet.[24]

Bereits 1976 wurde in Fuiloro das erste Bataillon der TNI aufgestellt, das aus Osttimoresen bestand. Die Soldaten des Bataillons 745 stammten zunächst aus anderen Teilen Osttimors, da die lokale Bevölkerung die Besatzer noch nicht unterstützte. Einer der Führer der lokalen APODETI, der Portugiese Claudio Vieria, Beamter in Suai, wurde der erste Regierungspräsident (Bupati) von Lautém. Die meisten Einwohner der bereits besetzten Gebiete flohen in bases de apoio, in denen die Zivilbevölkerung von der Widerstandsbewegung FALINTIL angesiedelt wurde. In Lautém gab es solche am Legumau, in Iliomar und in Mehara. Andere Einwohner flohen in den Distrikt Baucau, zum Beispiel zum Matebian. Dort starben viele an Unterernährung und Mangel an Trinkwasser. Zudem bombardierte die TNI zwischen 1977 und 1978 in unregelmäßigen Abständen die Lager. Ab 1977 drang die indonesische Armee auch in die bisher unbesetzten Gebiete im Osten des Landes vor und zerstörte die letzten Widerstandsbasen. Der Unabhängigkeitsführer Xanana Gusmão forderte die Flüchtlinge auf, die Berge zu verlassen, da er den Tod aller befürchtete. Bis März 1979 waren die Distrikte vollständig unter indonesischer Kontrolle,[23][25] auch wenn der Widerstandskampf der FALINTIL weiterging. War er zunächst auf das Zentrum des Landes konzentriert, verlagerte sich der Schwerpunkt der Operationen später wieder auf Lautém, wobei die Kämpfer meist in die Defensive gedrängt wurden.[23]

Zwischen dem 5. und 8. August 1983 desertierten Hunderte von Mitgliedern der bewaffneten Milizen; (Wanra, Hansip) aus Mehara, Lore, Leuro und Serelau und schlossen sich der FALINTIL an. In ihren Heimatorten führten die Indonesier Strafaktionen durch. Hunderte Frauen und andere Zurückgebliebene wurden auf Lastwagen zusammengetrieben und für mehrere Monate interniert. Es kam zu Folterungen und Vergewaltigungen. Später wurden mehrere hundert Familien auf die Insel Atauro zwangsumgesiedelt.[25]

Indonesische Regierungspräsidenten (Bupati) von Lautém[23]
Claudio Vieira 1976–1984
Lt. Colonel Henricos Hardjatno 1984–1988
José Valente 1988–1995
Edmundo da Silva 1995–1999

Während der Besatzungszeit bauten die Indonesier die Straßen und das Fernmeldenetz im Distrikt aus, um die FALINTIL besser bekämpfen zu können. Am 29. Mai 1997 fanden Wahlen statt, bei denen Vertreter Osttimors für das indonesische Parlament gewählt werden sollten. Im Umfeld kam es landesweit zu mehreren Attacken auf die indonesische Besatzungsmacht und ihre Unterstützer. In Lospalos wurden der Bruder des Chefs des Distriktsparlaments und einige Lehrer erschossen. Zuvor hatten die Guerilleros in Muapitine drei Menschen ermordet.[26]

Auf internationalen Druck wurde schließlich in Osttimor 1999 ein Referendum durchgeführt, in dem die Einwohner über die Unabhängigkeit von Indonesien oder eine innere Autonomie entscheiden sollten. Pro-indonesische Milizen und die TNI attackierten in dieser Zeit Befürworter der Unabhängigkeit. Victor da Costa, der den Virissmo Dias Quintas als Chef der Dachorganisation der Unabhängigkeitsbewegung CNRT in diesem Jahr abgelöst hatte, wurde am 27. August brutal ermordet.[23] Nachdem sich die deutliche Mehrheit der Osttimoresen am 30. August 1999 für die Unabhängigkeit entschieden hatte, kam es zu einer letzten Gewaltwelle, in der auch in Lautém ein Großteil der Infrastruktur zerstört wurde; viele Gebäude brannten nieder, darunter die meisten traditionellen Heiligen Häuser im Distrikt. Der schwerste Zwischenfall ereignete sich am 25. September. Mitglieder der pro-indonesischen Miliz Team Alfa ermordeten unter Führung von Joni Marques bei der Straße von Lautém nach Baucau, am Fluss Veromoco, neun Personen. Unter den Opfern waren zwei Nonnen, drei Pater und ein indonesischer Journalist.[27] Die Vereinten Nationen entsandten deshalb die internationale Friedenstruppe INTERFET, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Der CNRT- und FALINTIL-Sekretär von Lautém, Renin Selak, organisierte eine provisorische Regierung unter UN-Verwaltung. Im Januar 2000 organisierte der CNRT Wahlen. Albino da Silva wurde zum Distriktssekretär des CNRT gewählt, João Rui Amaral zu seinem Vize. Strukturen des CNRT wurden auch auf den unteren Ebenen bis hin zu den Aldeias aufgebaut. Im Januar 2001 wurde Silva in die provisorische Staatsregierung (National Consultative Council NCC) berufen, Amaral übernahm daraufhin den Posten als Distriktssekretär bis Juni 2001, als der CNRT seine Auflösung bekannt gab, um die Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung zu ermöglichen.[28] Die meisten Flüchtlinge kehrten aber erst Anfang Oktober aus den Wäldern zurück, in die sie vor der Gewalt geflohen waren. Im November wurden südkoreanische Friedenstruppen in Lautém stationiert, dazu ein internationales Polizeikontingent. Im Jahr 2000 wurden im Distrikt erstmals seit Abzug der Indonesier Wahlen durchgeführt. Ab 2001 übergab die UN die Verwaltung nach und nach den Timoresen. 2001 wurden die südkoreanischen Soldaten abgezogen. Für Lautém war bis zum endgültigen Abzug der ausländischen Truppen einige Jahre später eine thailändische Einheit in Baucau zuständig. 2002 wurde Osttimor in die Unabhängigkeit entlassen.[28]

Lautém im unabhängigen Osttimor[Bearbeiten]

Während der Unruhen in Osttimor 2006 war Lautém weniger der Schauplatz der Gewalt, als andere Teile des Landes, wo Banden aus dem West- (Loro Munu) und dem Ostteil (Loro Sae) des Landes sich gegenseitig attackierten. Aus dem Westen flohen aber viele ehemalige Einwohner Lautéms zurück in ihre alte Heimat, so dass beim Höhepunkt der Unruhen über 11.000 Binnenflüchtlinge im Distrikt Lautém lebten.[29]

Ende August 2011 starben in Baricafa (Subdistrikt Luro) vier Menschen bei einem Zusammenstoß zwischen zwei Kampfsportgruppen. Infolgedessen ordnete Premierminister Xanana Gusmão die Schließung der dortigen Kampfsportvereine an.[30]

Politik[Bearbeiten]

Distriktadministration in Lospalos
Stärkste Partei in den einzelnen Distrikten bei den Parlamentswahlen 2012

Der Distriktsadministrator wird von der Landesregierung in Dili ernannt. Im Juni 2001 erhielt Olavio da Costa Monteiro Almeida den Posten.[31] 2007 übernahm ihn Olavio D. Jesus Monteiro.[32] Im Februar 2012 war Jeferino Pereira Administrator.[33] April 2013 hatte José Monteiro das Amt inne.[34] Derzeit ist Administrator Zeferino dos S. Sequeira (Stand Februar 2014).[35]

Seitdem die Timoresen wieder ihre Selbstbestimmung gewonnen haben, ist die FRETILIN die dominierende Partei in Lautém. Bei den Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung, aus der später das Nationalparlament hervorging, gewann die FRETILIN mit einer deutlichen Mehrheit vor PD, PSD, den anderen vier Parteien und den vier unabhängigen Kandidaten. Das damalige Direktmandat gewann Armindo da Conceicão Silva von der FRETILIN.[28] Auch bei den Parlaments- und den Präsidentschaftswahlen 2007 konnte die FRETILIN als stärkste Partei 45 % der Stimmen auf sich vereinen.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2012 errang aber der unabhängige Kandidat Taur Matan Ruak mit 50,4 % knapp die Mehrheit vor dem FRETILIN-Kandidaten Francisco Guterres. Bei den Parlamentswahlen 2012 gewann die FRETILIN in Lautém 43,86 % der Stimmen. Die Regierungspartei Congresso Nacional da Reconstrução Timorense (CNRT) erhielt 20,24 % und die PD ihr landesweit bestes Ergebnis mit 20,64 %.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Anteil Haushalte mit …
Ackerbau
Feldfrüchte Anteil 2010[12] Produktion 2008[36]
Mais 52 % 24.458 t
Reis 19 % 7.845 t
Maniok 45 % 1.820 t
Kokosnüsse 44 % keine Angaben
Gemüse 39 % 358 t (mit Obst)
Kaffee 11 % keine Angaben-
Viehzucht
Nutzvieh Anteil 2010[12] Anzahl der Tiere 2010[12]
Hühner 75 % 67.394
Schweine 71 % 24.816
Rinder 25 % 16.874
Wasserbüffel 22 % 15.378
Pferde 19 % 6.046
Ziegen 17 % 8.570
Schafe 3 % 2.454
Ausstattung
Ausstattung Anteil 2010[12] Anzahl der Haushalte[12]
Radio 24 % 2.694
Fernsehen 16 % 1.834
Telefon (Mobil/Festnetz) 50 % 5.742
Kühlschrank 4 % 479
Fahrrad 12 % 1.344
Motorrad 10 % 1.101
Auto 3 % 318
Boot 2 % 76
Reisanbaugebiete in Lautém
Gärten in Mehara
Bateng-Rinder östlich von Lospalos
Hütten des Dorfes Lore (2003)

Laut der Volkszählung von 2010 arbeiten 37 % aller Einwohner, die zehn Jahre oder älter sind, 4 % sind arbeitslos.[12] 59,1 % der Haushalte betreiben Ackerbau, 83,9 % Viehzucht, was in etwa dem Landesdurchschnitt entspricht (Stand: 2010).[1] Die landwirtschaftlichen Flächen bestehen aus Kalkböden, Sedimenten und Lehm. 45 % sind sogenannter Skelettboden (Lithosol), das Schwemmland besteht aus Sand, Staub, Regosol und braunem Waldboden. Meist wird in kleinen Gärten mit einfachem Handwerkszeug zur Selbstversorgung angebaut, kombiniert mit traditioneller Brandrodungswirtschaft auf kleinen Flächen. Im Flachland sind teilweise Einachsschlepper im Einsatz. Eine Familie bewirtschaftet durchschnittlich ein bis zwei Hektar. 2002 wurden im Distrikt 3.328 Hektar Felder bewirtschaftet.[37] Mais, den etwa die Hälfte aller Haushalte anbauen, wird zweimal im Jahr, im Mai und November/Dezember geerntet. Über 24.000 Tonnen wurden 2008 produziert. Maniok ist zwar fast genauso verbreitet, das zweitwichtigste Grundnahrungsmittel der Region ist aber Reis, auch wenn nur ein Fünftel der Haushalte ihn selbst anbaut. In der Bergregion Luro baut aber mehr als die Hälfte der Familien Reis an, in Iliomar ein Viertel.[12] Je weiter man nach Osten kommt, desto mehr nimmt der Anteil der Reisbauern ab. Die erste Saat wird zwischen Dezember und Februar ausgebracht, geerntet wird drei bis vier Monate später. Zwischen Juni und August folgt eine zweite Aussaat. Je nach Beschaffenheit der Felder können zwei bis drei Tonnen pro Hektar geerntet werden. Die Reisfelder in den höheren Regionen sind auf den Regen als Wasserquelle angewiesen, im Flachland können die Felder zumindest in der Regenzeit auch bewässert werden. Nur bei wenigen ist dies das ganze Jahr möglich.[38]

44 % der Haushalte verfügen über Kokospalmen, was dem Durchschnitt der anderen Landesteile entspricht.[12] Süßkartoffeln, Yams und Taro werden für den Eigenbedarf oder zum Verkauf auf den regionalen Märkten angepflanzt, ebenso Obst und Gemüse. In den heimischen Gärten wachsen Mangos, Orangen, Zitronen, Tangerinen, Pomelos, Avocados, Wassermelonen, Ananas, Äpfel, Jackfrucht, Brotfrucht, Papaya, Bananen und Guaven. Als Gemüse werden Spinat, Kartoffeln, Tomaten, Rettich, Kohl, Auberginen, Bohnen und Knoblauch angebaut. Für den kommerziellen Anbau wurden früher Plantagen mit Kokospalmen, Zuckerrohr, Lichtnüssen, Tabak, Betelnüssen, Kakao und Cashewnüssen angelegt, sie sind heute aber weitgehend aufgegeben. Nur vereinzelt werden solche Anpflanzungen für den Eigenbedarf genutzt. Selbst der Kaffeeanbau ist dort, verglichen mit anderen Regionen Osttimors, verhältnismäßig gering.[39]

Als Haustiere halten die Menschen hauptsächlich Hühner und Schweine. Über 70 % der Haushalte nutzen diese Fleischlieferanten. Etwa ein Viertel der Haushalte haben Rinder oder Wasserbüffel, die sich jeweils mit etwas mehr als 15.000 Tieren fast die Waage halten, während es landesweit etwa anderthalbmal soviele Rinder wie Büffel gibt. In jedem fünften Heim gibt es mindestens ein Pferd, im Distrikt über 6.000, das sind ein Anteil von über 10 % landesweit. Zwei Drittel davon befinden sich im Subdistrikt Lospalos. Es handelt sich zumeist um Timor-Ponys, die auch heute noch als Last- und Reittiere dienen. Ziegen und Schafe spielen eine deutlich geringere Rolle.[12] Etwas Fischerei wird vor allem an den Küsten von Laivai und Com (Subdistrikt Lautém), Lore (Lospalos), Tutuala und Iliomar betrieben. Insbesondere die Küstengewässer zwischen Laivai und Iradarate (178,92 km) sind sehr fischreich. Die Anlage von Süßwasserfischzuchten wird überlegt.[40]

Feuerholz sammeln in Com
Schwein an Wasserstelle in Com

94 % der Haushalte Lautéms haben ihr eigenes Haus, bei 4 % gehört das Haus der Familie. Nur ein Fünftel aller Wohnhäuser bestehen aus Ziegel oder Beton, der Großteil der Gebäude wird noch immer aus Naturmaterialien, wie Bambus, Palmwedeln oder Lehm hergestellt. Bei den Dächern haben sich Zink- und Eisenbleche vielerorts durchgesetzt, auch wenn 19 % der Wohnhäuser noch mit Palmwedeln oder Stroh gedeckt werden. Bei mehr als der Hälfte der Wohnhäuser besteht der Boden aus gestampftem Lehm, bei 24 % aus Beton.[12]

Über 70 % der Haushalte haben Zugang zu sauberen Trinkwasserquellen,[1] wobei nur 16 % das Wasser am oder im Haus haben. Die Bewohner der anderen Haushalte müssen das Trinkwasser aus öffentlichen Leitungen, Brunnen, Quellen oder Gewässern holen. Fast alle Haushalte benutzen Holz zum Kochen. Ein Drittel der Haushalte hat Strom, etwas mehr benutzt Petroleumlampen als Lichtquelle. Ein Fünftel der Haushalte benutzt das Öl der Lichtnuss oder der Candle berry, das im Landesdurchschnitt 5 % verwenden.[12] In den größeren Orten sorgen Dieselgeneratoren am Abend einige Stunden für Elektrizität, sofern Treibstoff vorhanden ist.[41] Bei Malahara (Suco Mehara) wurde in den ersten Jahren der Unabhängigkeit unterirdisch das größte Wasserkraftwerk des Landes geplant. Das Wasser sollte durch einen Tunnel vom Ira Lalaro, unterhalb des Berges Paitchau, in Richtung Timorsee fließen.[42] Letztlich kam es nicht zur Umsetzung.

Frauen in Lospalos beim Weben von Tais

Com verfügt über eine kleine Pension und wird wegen seines Strandes und der Tauchgelegenheiten gerne als Ausflugsziel von der Landeshauptstadt Dili aus genutzt. Weitere touristische Ziele mit Unterkünften sind Lospalos und Tututala mit der Insel Jaco.

Schnapsbrennerei in Lore

Mehrere Überlandstraßen in unterschiedlicher baulicher Qualität verbinden die Orte Lautéms miteinander. Entlang der Nordküste führt die gut ausgebaute A01, von Dili und Baucau kommend, bis zum Ort Lautém. Dort teilt sie sich. An der Küste verläuft sie bis nach Com, ins Landesinnere erreicht man auf dem anderen Zweig zunächst den Ort Bauro und schließlich die Distriktshauptstadt Lospalos. Der Südküste folgend führt die A08 von Viqueque nach Iliomar und weiter bis Lospalos. Es sind meist Pisten aus Betonelementen. Nur teilweise asphaltiert oder geschottert sind die Überlandstraßen von Bauro nach Tutuala, von Com nach Bauro und von Buihomau an der Nordküste nach Luro. Die kleineren Ortschaften sind nur mit einfachsten Pisten mit der Außenwelt verbunden. In der Regenzeit kann es vorkommen, dass selbst die größeren Inlandsstraßen durch Erdrutsche nicht passierbar sind. Die unbefestigten Wege sind dann oft gar nicht mehr befahrbar.[43][44][45][46] In Notfällen können nur Hubschrauber die Verbindung aufrechterhalten. Hubschrauberlandeplätze gibt es in Lospalos, Lore I, Iliomar, Lautém, Bauro, Maina I und Com. Ankerplätze befinden sich vor Com und Lore I.[44] Sind die Straßen befahrbar, transportieren Busse (Biskota), Minibusse (Mikroléts) und Lastwagen Menschen und Waren.[41] In Fuiloro ist ein Bataillon der Verteidigungskräfte Osttimors (FDTL) stationiert. In Lospalos gibt es eine Polizeistation. Die Hauptorte verfügen über kommunale Gesundheitszentren, einige kleinere Orte über medizinische Stationen.[44] Grundschulen gibt es in vielen Orten im Distrikt. 2008 waren es 57. Prä-Sekundäre Schulen gibt es in Lospalos, Mehara, Luro, Iliomar, Lautém und Buihomau. Sekundärschulen gibt es nur in Lospalos, Lautém und Bauro.[44]

Rádio Communidade de Lospalos, auf FM 100,1 MHz, ist der kommunale Sender der Region.[47] 24 % der Haushalte besitzen ein Radio, 16 % einen Fernseher.[12]

Anteil Haushalte mit …[12]
… Hauswänden aus …
Ziegel/ Beton Holz Bambus Lehm Eisen-/ Zinkblech Palmwedel Natursteine Sonstiges
24 % 4 % 45 % < 1 % 6 % 19 % 22 % 16 %
… Dächern aus … … Böden aus …
Palmwedel/ Stroh Eisen-/ Zinkblech Dachziegel Sonstiges Beton Fliesen Boden/ Lehm Bambus/ Holz Sonstiges
19 % 78 % 1 % 2 % 24 % 4 % 58 % 6 % 7 %
Trinkwasserversorgung durch …
Leitung oder Pumpe im Haus Leitung oder Pumpe außerhalb Öffentliche Leitung, Brunnen, Bohrloch geschützte Quelle nicht geschützte Quelle Oberflächengewässer Sonstiges
2 % 14 % 28 % 27 % 25 % 3 % 1 %
Energiequelle zum Kochen Lichtquelle
Elektrizität Petroleum Holz Sonstiges Elektrizität Petroleum Holz Lichtnuss/
Candle berry
Sonstiges
1 % 3 % 95 % 1 % 35 % 37 % 3 % 21 % 3 %

Kultur[Bearbeiten]

Kirche von Tutuala
Traditionelles heiliges Haus (Lee-teinu) in Lospalos
Kakalo'uta, traditionelle Musikinstrumente aus Lospalos

2004 waren 96,6 % der Einwohner Katholiken, 2,7 % Protestanten, 0,4 % Anhänger der traditionellen animistischen Religion Timors und 0,2 % Muslime.[48] Lautém ist dem Bistum Baucau unterstellt. Wie alle Völker Timors vor der Kolonisation und die Bevölkerungsmehrheit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, waren die Einwohner Lautéms ursprünglich Animisten. Noch heute spielt der Volksglaube eine wichtige Rolle im täglichen Leben, obwohl die meisten Einwohner Lospalos inzwischen Christen sind. Auch sind noch Tieropfer in den Dörfern allgemein üblich. Geschnitzte Figuren (Lulik) dienen dort noch zur Abwehr des Bösen.[9] Fataluku-Familien haben oft noch animistische Hausschreine (aca kaka). Rituelle Feuerstellen sorgen für den spirituellen Schutz der Mitglieder der Großfamilie. Den Ahnen werden als Nahrung (fané) Innereien und Reis geopfert oder die männlichen Familienmitglieder teilen sich „heiliges Fleisch“ (leura tei). Bei Bestattungen von alten Mitgliedern eines Clans wird von nololonocaw (Meister des Gesangs, Meister der Wörter) ein ritueller Gesang (nololo) angestimmt, in dem die Seele des Verstorbenen entlang des Pfades der Ahnen geschickt wird, um sich mit dem Ursprung zu vereinen.[4]

Obwohl der Großteil der Einwohner Lautéms Papua-Sprachen sprechen, haben sie kulturell gesehen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zu den anderen, meist austronesische Sprachen sprechenden Ethnien Osttimors.[4]

Bei den Fataluku, der größten Volksgruppe Lautéms, hat das traditionelle gesellschaftliche Klassensystem noch immer einen Einfluss auf das Leben. Man unterscheidet die Schicht der Könige (Raju), die mittlere Schicht der Paca und die Unterschicht der Akanu. Nur der Schicht der Könige war der Landbesitz gestattet. Den Nachkommen des Liurai (Kleinkönig) von Moro soll noch heute ein Großteil des Landes im Distrikt gehören.[49] Aufgeteilt wurden die Fataluku in Clans, die nach ihrer Region benannt wurden (zum Beispiel Tutuala ratu).[4] Fataluku-Familien haben, trotz ihres katholischen Glaubens, oft noch animistische Hausschreine (aca kaka). Rituelle Feuerstellen sorgen für den spirituellen Schutz der Mitglieder der Großfamilie. Den Ahnen werden als Nahrung (fané) Innereien und Reis geopfert oder die männlichen Familienmitglieder teilen sich „heiliges Fleisch“ (leura tei). Bei Bestattungen von alten Mitgliedern eines Clans wird von nololonocaw (Meister des Gesangs, Meister der Wörter) ein ritueller Gesang (nololo) angestimmt, in dem die Seele des Verstorbenen entlang des Pfades der Ahnen geschickt wird, um sich mit dem Ursprung zu vereinen. Manchmal sagt man, der Tote sei „gegangen, um Kokosnüsse im Land des ersten Dorfes zu pflanzen.“[4]

Zweimal im Jahr findet bei den Fataluku an bestimmten Stellen an der Küste von Lospalos, Lautém und Tutuala das Mechi statt, das Sammeln der Geschlechtssegmente der Meci-Würmer (Eunice viridis). Im letzten Mondviertel vom Februar findet das kleinere Mechi kiik und bei Neumond im März das große Mechi boot statt. Die Ernte dieses maritimen Ringelwurms markiert den Beginn eines neuen Jahreszyklus für die Landwirtschaft und wird in den Dörfern festlich begangen. Dabei waten die Fataluku mit Fackeln durch die seichten Stellen am Ufer, um den lichtempfindlichen Wurm zu fangen, der hier in großen Mengen ablaicht. Neben Gesang und Tanz ist auch das Festigen von Bündnissen ein wichtiger Bestandteil des Fests. Dies betrifft auch das Bündnis der rituellen Führer mit der Natur und den Geistern und das Bündnis zwischen den politischen Führern und der Bevölkerung. Die Würmer werden roh mit Chili und Zitrone mariniert und gelten als Salat als Delikatesse.[50][51][52] Die rituellen Opfergaben am Tag nach der Ernte werden fane, das „füttern der Geister“ genannt.[7] Im August findet in Com ein Fest zum Sardinenfang statt, das Api moko lere.[52]

Eine große Rolle in der Gesellschaft der Makalero in Iliomar spielt Fulidai-dai, was man mit einem kulturellen System der Nachbarschaftshilfe vergleichen kann. Fulidai-dai, in seinem Kern, fördert eine verstärkte Zusammenarbeit, gegenseitige Hilfe und freiwillige Beiträge. Sein Hauptzweck besteht darin, Einzelpersonen, zum Handeln für einen Beitrag zum Wohle der Gemeinde anstatt zum Wohle eines Einzelnen zu fördern. Zu den Grundsätzen gehören Solidarität, Kollektivität, Austausch und gegenseitige Hilfe. So werden gemeinsam Ackerland gewonnen, gepflanzt, geerntet, Häuser gebaut oder Festlichkeiten vorbereitet. Fehlverhalten wird mit der Tradition des Tarabandu (Tara Bandu) behandelt. Beispielsweise beleidigte ein Dorfbewohner während einer Zeremonie Vertreter der Regierung. Der Übeltäter stiftete Fleisch und den lokalen Palmwein für eine Tarabandu-Zeremonie mit den Ältesten und lokalen Würdenträgern aus dem ganzen Distrikt Lautém, inklusive des katholischen Pfarrers. Während der Zeremonie wurde über das Vergehen gesprochen und darüber, wie wichtig Vergebung sei. Der Name des Übeltäters wurde dabei nie genannt, weil das gesamte Dorf die Verantwortung für das Fehlverhalten des Einzelnen übernommen hatte.[43]

Die traditionellen Heiligen Häuser (Uma lulik in Tetum, Lee-teinu in Fataluku) sind in ihrer Form heute ein nationales Symbol in ganz Osttimor. Auch bei modernen Gebäuden, wie dem Präsidentenpalast in Dili oder den katholischen Kirchen in Fuiloroi und Tutuala, wird die Form des Daches ihnen nachempfunden. Beispiele für Lee-teinu in Lautém kann man unter anderem in Lospalos und in Titilari sehen.

Umwelt[Bearbeiten]

Karte des Nationalparks Nino Konis Santana

Während der indonesischen Besatzungszeit gab es keine Beschränkungen der Jagd, was die Bestände an Wild stark schrumpfen ließ. Der Gelbwangenkakadu, Osttimors Nationalvogel, wurde durch die Jagd mit Luftgewehren bedroht. Die damals betriebene Dynamitfischerei hinterließ Schäden an den Korallenriffen, deren Größe bisher nicht geklärt werden konnte. Meeresschildkröten wurden wegen ihres Fleisches und ihres Panzers gejagt. 2001 untersagte die UNTAET das Töten und Fangen bestimmter Tierarten. Allerdings sind noch zu wenig Polizisten vorhanden, um das Verbot durchzusetzen.[53] 2008 wurde im Distrikt der Nationalpark Nino Konis Santana eröffnet, der erste Osttimors. Er umfasst 68.000 Hektar Landfläche und 55.600 Hektar des angrenzenden Seegebiets mit Korallenriffen. Zum Park gehören auch die Important Bird Areas Paitchau, Lore und Jaco.

Probleme sind heute die Brandrodung zur Gewinnung von Ackerland und die Entsorgung von Hausmüll und Abwasser. Müll wird einfach hinter das Haus geworfen, Abwässer fließen ungeklärt in die Flüsse. Eine Altlast sind die von den Indonesiern im ganzen Distrikt verwendeten Asbestdächer, mit denen 2010 noch immer 120 Häuser versehen waren.[12]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Küste Tutualas von der Insel Jaco aus
 Commons: Lautém (District) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF; 2,7 MB)
  2. a b c Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in figures 2011 (PDF; 3,8 MB), abgerufen am 5. Mai 2013
  3. Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, abgerufen am 28. September 2014.
  4. a b c d e f g Andrew McWilliam: Austronesians in linguistic disguise: Fataluku cultural fusion in East Timor (PDF; 171 kB)
  5. a b Colin Trainor: The ant fauna of Timor and neighbouring islands: potential bridges between the disjunct faunas of South East Asia and Australia, Australian Journal of Zoology, 2010, 58, 133–144
  6. a b c Hinrich Kaiser et al., PhD, Department of Biology, Victor Valley College: The herpetofauna of Timor-Leste: a first report
  7. a b c Lisa Palmer, Demetrio do Amaral de Carvalho: Nation building and resource management: The politics of ‘nature’ in Timor Leste (PDF; 343 kB), abgerufen am 28. Dezember 2012
  8. Eisemberg, C. C. Costa, B. G. Guterres, E. C. Reynolds, S. J. & Christian, K.: Assessment of Chelodina mccordi current status and community awareness along the Lake Iralalaro, Timor-Leste, Report to the Mohamed bin Zayed Species Conservation Fund, Turtle Conservation Fund, and Andrew Sabin Family Foundation, by the Research Institute for the Environment and Livelihoods, Charles Darwin University, 2014 (Englisch).
  9. a b c d Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 3.
  10. a b c Census of Population and Housing Atlas 2004 (PDF; 14,0 MB)
  11. Steven Hagers: A forgotten language on East Timor. Kennislink. 20. März 2007. Abgerufen am 14. Oktober 2012.
  12. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch; PDF-Datei; 9,35 MB)
  13. Sapo.tl: Timor-Leste tem mais de 30 grutas e abrigos com arte rupestre, 11. Februar 2014, abgerufen am 9. September 2014.
  14. Sue O'Connor: New evidence from East Timor contributes to our understanding of earliest modern human colonisation east of the Sunda Shelf. (PDF; 659 kB) In: Antiquity 81, 2007, ISSN 0003-598x, S. 523–535.
  15. The Age, 22. Dezember 2006, Timor cave may reveal how humans reached Australia
  16. Scientists find 10,000-year-old stone carvings. auf: abc.net.au, 11. Februar 2011.
  17. Chronologie de l’histoire du Timor (1512-1945) suivie des événements récents (1975-1999) (französisch; PDF; 887 kB)
  18. History of Timor, Seite 55 (PDF; 824 kB)
  19. Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912. Abera, Hamburg 1996, ISBN 3-931567-08-7, (Abera Network Asia-Pacific 4), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss, 1994).
  20. João Soares: Novo Atlas Escolar Português, 5. aktualisierte Auflage, Lisboa 1954
  21. Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 5.
  22. Offizielle Regierungsseite Osttimors: History (englisch)
  23. a b c d e Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 6.
  24. „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (PDF; 2,5 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  25. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  26. (INDONESIA-L) HRW/ASIA - East Timor Guerrilla Attacks: East Timor Guerrilla Attacks vom 4. Juni 1997
  27. 07.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances (PDF; 2,5 MB) aus dem Abschlussbericht der CAVR (englisch)
  28. a b c Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 7.
  29. Internal Displaced Monitoring Center (PDF; 467 kB)
  30. Diario Nacional, 23. August 2011, Gusmão calls for closing down GAM in Lautém
  31. Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 9.
  32. P3DM Training in East Timor von August 2007 (PDF; 6,0 MB)
  33. Webseite der Regierung Osttimors: 2935 civil servants were sworn in by the Public Service Commission.
  34. Webseite der Regierung Osttimors: Reactivation of payment of electricity in Lospalos sub-district, 8. April 2013, abgerufen am 19. April 2013
  35. Descentralização Administrativa na República Democrática de Timor-Leste: Lautém, abgerufen am 7. Februar 2014
  36. Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in Figures 2008 (PDF; 3,7 MB)
  37. Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 9–10.
  38. Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 10–11.
  39. Lautém District Development Plan 2002/2003.
  40. Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 14–15.
  41. a b Juliette Huber: A grammar of Makalero - A Papuan language of East Timor, LOT Utrecht 2011.
  42. Hydrotimor: Iralalaru
  43. a b About Iliomar
  44. a b c d UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 389 kB)
  45. Timor-Leste GIS-Portal
  46. Straßenkarte Osttimor, 2001.
  47. ARKTL – Asosiasaun Radio Komunidade Timor-Leste (englisch)
  48. District Pritory Tables: Lautém 2004 (PDF; 13,1 MB)
  49. Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 5.
  50. Broschüre des Nationalparks Nino Konis Santana (englisch; PDF; 3,8 MB)
  51. The Timor-Leste Coastal/Marine Habitat Mapping for Tourism and Fisheries Development Project, Prject No 2, Coastal and Marine Ecotourism Values, Issues and Opportunities on the North Coast of Timor Leste, Final Report, Oktober 2009 (PDF; 15,2 MB), abgerufen am 28. Dezember 2012
  52. a b The Timor-Leste Coastal/Marine Habitat Mapping for Tourism and Fisheries Development Project, Project No 4, Conservation Values, Issues and Planning in the Nino Konis Santana Marine Park, Timor Leste - Final Report, Oktober 2009 (PDF; 9,2 MB), abgerufen am 28. Dezember 2012
  53. Lautém District Development Plan 2002/2003, S. 15.

-8.5166666666667127.03333333333Koordinaten: 9° S, 127° O

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