Lautenbach (Ortenaukreis)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lautenbach (Ortenaukreis)
Lautenbach (Ortenaukreis)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lautenbach (Ortenaukreis) hervorgehoben
48.5194444444448.1169444444444215Koordinaten: 48° 31′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 215 m ü. NHN
Fläche: 21,55 km²
Einwohner: 1852 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77794
Vorwahl: 07802
Kfz-Kennzeichen: OG, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 067
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 48
77794 Lautenbach (Ortenaukreis)
Webpräsenz: www.lautenbach-renchtal.de
Bürgermeister: Karl Bühler (CDU)
Lage der Gemeinde Lautenbach (Ortenaukreis) im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
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Lautenbach ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Lautenbach liegt am Eingang des Renchtals im nördlichen Schwarzwald. Mehr als zwei Drittel der Gemeindefläche besteht aus Wäldern.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Kappelrodeck, im Osten an Ottenhöfen, im Süden an die Stadt Oppenau und im Westen an die Stadt Oberkirch.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Lautenbach gehören die Dörfer Lautenbach und (Hinter und Vorder) Winterbach mit Lierbach, die Weiler Hohenrain, Hubacker, Sendelbach, Unter-Rüstenbach, die Siedlung Bergwerk-Siedlung, der Zinken Ober-Rüstenbach, die Höfe Allerheiligensteig, Altschmatt, Braunberg, Hoferers Dobel, Oberhof, Otschenfeld, (Unterer) Sohlberg, Spitzenberg, Steighof, Sulzbach und Waldmühle und die Wohnplätze Elektrizitätswerk und Forsthaus im Herrschaftswald. Im Gemeindegebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Zur Birken, Hochberg, Sauhof und Trudkindesberge.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Wallfahrtskirche "Maria Krönung"
Eingang der Wallfahrtskirche "Maria Krönung"

Im Jahre 1233 wurde in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen das Hofgut Lautenbach erwähnt, andere Güter im unteren Renchtal wurden bereits im 10. Jahrhundert erwähnt. Es entwickelte sich jedoch keine geschlossene Siedlung sondern Lautenbach blieb über Jahrhunderte eine Ansammlung von Weilern und Gehöften in Streulage. Von 1316 bis 1803 gehörte der Ort zum Erzbistum Straßburg, weshalb er auch heute noch römisch-katholisch geprägt ist. Danach kam er dann zum Großherzogtum Baden.

1815 wurde Lautenbach eine selbständige Kommune, die lange zum Landkreis Offenburg gehörte und mit diesem 1973 im neuen Ortenaukreis aufging. In der Kommunalreform 1971–1975 konnte die Gemeinde ihre Selbstständigkeit erhalten. 2007 stimmte eine Mehrheit der Bürger für den Erhalt der Selbständigkeit Lautenbachs. siehe auch Burg Alt-Neuenstein

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Oberkirch an.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,6 % (+ 1,5) zu folgendem Ergebnis:[3]

Liste Stimmen % +/- Sitze +/-
CDU 45,7 % - 3,6 5 ± 0
Bürgerliste 54,3 %* + 3,6* 2 - 3
BI „Zukunft Lautenbach“ 3 + 3

* In der Landesstatistik werden die Wählervereinigungen nur zusammengefasst aufgeführt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1976–2000 Richard Bißdorf † (CDU / Freie Wähler)
  • seit 2000 Karl Bühler (CDU)

Selbstständigkeit[Bearbeiten]

In 2007 gab es ein Bürgerbegehren zur Aufgabe der Selbständigkeit und Anschluss der Gemeinde Lautenbach an Oberkirch. Ein Volksentscheid führte aber zu einer knappen Mehrheit (52 %) für die Beibehaltung der Selbständigkeit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Wahrzeichen Lautenbachs ist die zwischen 1471 und 1488 erbaute spätgotische Wallfahrtskirche Mariä Krönung. Als Baumeister schuf Hans Hertwig eine anspruchsvolle Architektur, bei der die Netzgewölbe besonders herauszuheben sind. Die spätgotischen Glasmalereien entstammen der Werkstatt des Peter Hemmel von Andlau. Die Tafelbilder des gotischen Flügelaltars wurden von einem unbekannten Künstler geschaffen, der oft als Meister des Lautenbacher Hochaltars bezeichnet wird.

Ein besonderes Zeichen für den tief verwurzelten Glauben ist die große Zahl an Marien-Bildstöcken, die sich überall in der Lautenbacher Gemarkung finden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Lautenbach wandelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einer rein bäuerlich geprägten Gemeinde zu einer Wohngemeinde mit mehreren hundert Auspendlern in die Industrie- und Gewerbestandorte der Umgebung. Hinzu kam der Tourismus im Renchtal, an dem die Gemeinde mit 20.000 Übernachtungen im Jahr einen guten Anteil für sich verbuchen kann.

Weinbau[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft Lautenbachs ist durch Wein- und Obstbau geprägt. Die Lagen gehören zur Weinbauregion Ortenau im Weinbaugebiet Baden. 2001/02 stellte Lautenbach mit Andrea Vogt erstmals die badische Weinkönigin. Das Gemeindewappen weist auf den Weinbau hin.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist mit der Renchtalbahn (OffenburgBad Griesbach) mit vielen Orten der Ortenau verbunden. Den ÖPNV führt die Ortenau-S-Bahn im Tarifverbund Ortenau. Außerdem liegt die Gemeinde an der Bundesstraße 28.

Bildung[Bearbeiten]

In Lautenbach gibt es mit der Abt-Wilhelm-Schule eine Grundschule. Außerdem gibt es einen römisch-katholischen Kindergarten. Alle weiter führenden Schulen befinden sich in den umliegenden Städten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 377–379
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lautenbach (Ortenaukreis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien