Lautenbach (Ortenaukreis)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Ortenaukreis | |
| Höhe: | 215 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,55 km² | |
| Einwohner: |
1.864 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 86 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 77794 | |
| Vorwahl: | 07802 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 067 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 48 77794 Lautenbach (Ortenaukreis) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Karl Bühler (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Lautenbach (Ortenaukreis) im Ortenaukreis | ||
Lautenbach ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Lautenbach liegt am Eingang des Renchtals im nördlichen Schwarzwald. Mehr als zwei Drittel der Gemeindefläche besteht aus Wäldern.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Die Gemeinde grenzt im Norden an Kappelrodeck, im Osten an Ottenhöfen, im Süden an die Stadt Oppenau und im Westen an die Stadt Oberkirch.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gemeinde Lautenbach gehören die Dörfer Lautenbach und (Hinter und Vorder) Winterbach mit Lierbach, die Weiler Hohenrain, Hubacker, Sendelbach, Unter-Rüstenbach, die Siedlung Bergwerk-Siedlung, der Zinken Ober-Rüstenbach, die Höfe Allerheiligensteig, Altschmatt, Braunberg, Hoferers Dobel, Oberhof, Otschenfeld, (Unterer) Sohlberg, Spitzenberg, Steighof, Sulzbach und Waldmühle und die Wohnplätze Elektrizitätswerk und Forsthaus im Herrschaftswald. Im Gemeindegebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Zur Birken, Hochberg, Sauhof und Trudkindesberge.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahre 1233 wurde in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen das Hofgut Lautenbach erwähnt, andere Güter im unteren Renchtal wurden bereits im 10. Jahrhundert erwähnt. Es entwickelte sich jedoch keine geschlossene Siedlung sondern Lautenbach blieb über Jahrhunderte eine Ansammlung von Weilern und Gehöften in Streulage. Von 1316 bis 1803 gehörte der Ort zum Erzbistum Straßburg, weshalb er auch heute noch römisch-katholisch geprägt ist. Danach kam er dann zum Großherzogtum Baden.
1815 wurde Lautenbach eine selbständige Kommune, die lange zum Landkreis Offenburg gehörte und mit diesem 1973 im neuen Ortenaukreis aufging. In der Kommunalreform 1971–1975 konnte die Gemeinde ihre Selbstständigkeit erhalten. 2007 stimmte eine Mehrheit der Bürger für den Erhalt der Selbständigkeit Lautenbachs. siehe auch Burg Alt-Neuenstein
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Oberkirch an.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,6 % (+ 1,5) zu folgendem Ergebnis:[3]
| Liste | Stimmen % | +/- | Sitze | +/- |
| CDU | 45,7 % | - 3,6 | 5 | ± 0 |
| Bürgerliste | 54,3 %* | + 3,6* | 2 | - 3 |
| BI „Zukunft Lautenbach“ | 3 | + 3 |
* In der Landesstatistik werden die Wählervereinigungen nur zusammengefasst aufgeführt.
[Bearbeiten] Bürgermeister
- 1976–2000 Richard Bißdorf (CDU / Freie Wähler)
- seit 2000 Karl Bühler (CDU)
[Bearbeiten] Selbstständigkeit
In 2007 gab es ein Bürgerbegehren zur Aufgabe der Selbständigkeit und Anschluss der Gemeinde Lautenbach an Oberkirch. Ein Volksentscheid führte aber zu einer knappen Mehrheit (52%) für die Beibehaltung der Selbständigkeit.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das Wahrzeichen Lautenbachs ist die zwischen 1471 und 1488 erbaute spätgotische Wallfahrtskirche spätgotische Wallfahrtskirche Mariä Krönung. Als Baumeister schuf Hans Hertwig eine anspruchsvolle Architektur, bei der die Netzgewölbe besonders herauszuheben sind. Die spätgotischen Glasmalereien entstammen der Werkstatt des Peter Hemmel von Andlau.Die Tafelbilder des gotischen Flügelaltars wurden von einem unbekannten Künstler geschaffen, der oft als Meister des Lautenbacher Hochaltars bezeichnet wird.
Ein besonderes Zeichen für den tief verwurzelten Glauben ist die große Zahl an Marien-Bildstöcken, die sich überall in der Lautenbacher Gemarkung finden.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Lautenbach wandelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einer rein bäuerlich geprägten Gemeinde zu einer Wohngemeinde mit mehreren hundert Auspendlern in die Industrie- und Gewerbestandorte der Umgebung. Hinzu kam der Tourismus im Renchtal, an dem die Gemeinde mit 20.000 Übernachtungen im Jahr einen guten Anteil für sich verbuchen kann.
[Bearbeiten] Weinbau
Die Landwirtschaft Lautenbachs ist durch Wein- und Obstbau geprägt. Die Lagen gehören zur Weinbauregion Ortenau im Weinbaugebiet Baden. 2001/02 stellte Lautenbach mit Andrea Vogt erstmals die badische Weinkönigin. Das Gemeindewappen weist auf den Weinbau hin.
[Bearbeiten] Verkehr
Die Gemeinde ist mit der Renchtalbahn (Offenburg - Bad Griesbach) mit vielen Orten der Ortenau verbunden. Den ÖPNV führt die Ortenau-S-Bahn im Tarifverbund Ortenau. Außerdem liegt die Gemeinde an der Bundesstraße 28.
[Bearbeiten] Bildung
In Lautenbach gibt es mit der Abt-Wilhelm-Schule eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. außerdem gibt es einen römisch-katholischen Kindergarten. Alle weiter führenden Schulen befinden sich in den umliegenden Städten.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 377–379
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
[Bearbeiten] Weblinks
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