Lauter (Neckar)

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Lauter
Lenninger Lauter
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Die Lauter in Lenningen (flussabwärts)

Die Lauter in Lenningen (flussabwärts)

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238194
Lage Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Neckar → Rhein → Nordsee
Ursprung Zusammenfluss von rechter Weißer und linker Schwarzer Lauter bei Lenningen
48° 32′ 7″ N, 9° 29′ 45″ O48.5353194444449.4958222222222562.6
Quellhöhe 562,6 m ü. NN[1] 
Q. Lauterursprung der Weißen Lauter
ca. 480 m ü. NN[2]
Zsfls. Weiße/Schwarze Lauter
Mündung bei Wendlingen am Neckar in den Neckar48.6844138888899.3795361111111252.8Koordinaten: 48° 41′ 4″ N, 9° 22′ 46″ O
48° 41′ 4″ N, 9° 22′ 46″ O48.6844138888899.3795361111111252.8
Mündungshöhe über 252,8 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 309,8 m
Länge 25,8 km[3] 
ab Q. der Weißen Lauter
22,9 km[3] 
ab Zsfls. Weiße/Schwarze Lauter
Einzugsgebiet 191,211 km²[4]
Abfluss am Pegel Wendlingen[5]
AEo: 190 km²
Lage: 1,97 km oberhalb der Mündung
NNQ (28.12.1948)
MNQ 1929/2009
MQ 1929/2009
Mq 1929/2009
MHQ 1929/2009
HHQ (13.04.1994)
83 l/s
684 l/s
2,88 m³/s
15,2 l/(s km²)
36 m³/s
118 m³/s
Rechte Nebenflüsse Lindach
Mittelstädte Kirchheim unter Teck
Kleinstädte Wendlingen am Neckar
Gemeinden Lenningen, Owen

Die Lauter oder Lenninger Lauter ist ein rechter Nebenfluss des Neckars und entspringt am Trauf der Schwäbischen Alb.

Verlauf[Bearbeiten]

Zusammenfluss von Weißer (links) und Schwarzer Lauter (rechts)

Die Lauter bildet sich aus dem Zusammenfluss der Weißen Lauter, die östlich Gutenberg entspringt und der Schwarzen Lauter, die in Schlattstall entspringt. Beide Bäche werden aus mehreren Quellen am jeweiligen Talrand gespeist. Die Orte gehören zum Landkreis Esslingen.

Sie durchfließt die Gemeinden Lenningen, Owen, Dettingen unter Teck, Kirchheim unter Teck und Wendlingen am Neckar. Ihr bedeutendster Zufluss ist die Lindach bei Kirchheim. Die Lauter mündet nach einer Fließstrecke von 27,5 km bei Wendlingen am Neckar in den Neckar.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Die Lenninger Lauter entwässert ein Gebiet von 191,2 km² Größe in etwa nordwestlicher Richtung zum mittleren Neckar, das beidseits des Albtraufs Anteil hat an der Mittleren Kuppenalb am oberen und am Mittleren Albvorland am unteren Lauf. Am Albaustritt der Lauter selbst und mehr noch an dem ihres einzugsgebietsreicheren rechten Unterlaufzuflusses Lindach, in dessen Zulaufrichtung sie an dessen Mündung schwenkt, haben ihre Gewässer große Stufenrandbuchten geschaffen.

Die Wasserscheide verläuft, von der Mündung beginnend, an der Ostseite schon bald gegen das Einzugsgebiet des nahen abwärtigen Neckarzuflusses Fils. Erst weit im Süden bei Donnstetten knickt die Scheidelinie nach Westen ab, auf einem nur wenige Kilometer langem Stück bis zum Römerstein läuft sie nun auf der Europäischen Hauptwasserscheide gegen das Entwässerungsgebiet der Donau, in das der ferne Blau-Zufluss Ach den jenseitigen oberirdischen Abfluss der zumeist bachlosen Albhochfläche abführt. Danach grenzt auf einem weiteren kurzen Stück im Süden und einem längeren im Südwesten das Einzugsgebiet der nun wiederum zum Neckar laufenden Erms an, die dann ihrerseits bis zur Mündung im Westen und Nordwesten als Konkurrent abgelöst wird durch nacheinander die Steinach, den Tiefenbach und schließlich den Talbach.

Die höchste Erhebung im Einzugsgebiet ist der 872 m ü. NN Höhe erreichende Römerstein an der südlichen Wasserscheide entlang dem dortigen Albtrauf. Auch noch an zwei anderen Stellen, wo die Wasserscheide dem Albtrauf folgt, läuft sie über Höhen von über 800 m ü. NN, nahe beim Boßler (806 m ü. NN) und nahe am Römerstein auf der Albe (812 m ü. NN). Der nordwestliche Albausläufer zwischen den Traufbuchten von Lauter und Lindach im Inneren des Einzugsgebietes ragt auf der Asch bis in eine Höhe von 822 m ü. NN und auf dem Auchtert bis auf eine von 814 m ü. NN.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Liste der Zuflüsse von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge[3] Einzugsgebiet[6] und Höhe[2] nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Zusammenfluss der Lauter aus ihren Quellflüssen Weiße und Schwarze Lauter auf etwa 480 m ü. NN an der Kläranlage zwischen Lenningen-Gutenberg und Lenningen-Oberlenningen.

  • Weiße Lauter, rechter und östlicher Oberlauf, 2,9 km und 15,4 km². Entspringt auf etwa 562,6 m ü. NN[1] dem Lauterursprung bei Lenningen-Gutenberg.
    • Donntalbach, von links und Südwesten auf etwa 501,5 m ü. NN[1] westlich von Gutenberg, 2,6 km und 5,1 km². Entsteht auf etwa 680 m ü. NN südöstlich der Ruine Sperberseck.
  • Schwarze Lauter, linker und südlicher Oberlauf, 1,8 km und 16,7 km². Entspringt auf etwa 505 m ü. NN[1] der Lauterquelle bei Lenningen-Schlattstall. Mit längerem linkem Oberlauf Seltenbach.
  • Tobelbach, von rechts und Osten auf unter 500 m ü. NN in Oberlenningen, 1,5 km und 3,5 km². Entsteht auf über 640 m ü. NN im Tobeltal östlich von Oberlenningen.
  • Weilbach, von links und Süden auf unter 500 m ü. NN in Oberlenningen, 1,1 km und 0,8 km². Entsteht auf etwa 510 m ü. NN im Höllloch.
  • Bach aus dem Kellental, von links und Westen auf unter 425 m ü. NN unter der Ruine Sulzburg am Südrand von Lenningen-Unterlenningen, 2,0 km und 1,7 km². Entsteht auf etwa 670 m ü. NN unterm Abschnitt des Heidengrabens nördlich von Erkenbrechtsweiler.
  • Brühlbach, von rechts und Osten auf etwa 423 m ü. NN in Unterlenningen nach der Lauterbrücke der B 465, 1,0 km und 0,8 km². Entsteht auf über 460 m ü. NN am Ostrand von Unterlenningen.
  • Ehnisbach, von rechts und Nordosten auf etwa 462 m ü. NN an der Brücke bei der Brunnenstraße in Unterlenningen, 2,1 km und 2,5 km². Entspringt auf etwa 530 m ü. NN unterhalb der Ruine Rauber.
  • Krötenbach, von rechts und Osten auf 395,2 m ü. NN[1] in Lenningen-Brucken, 1,5 km und ca. 1,6 km².[7] Entspringt auf etwa 500 m ü. NN östlich des Bühls.
  • Wehrbach, von links und Südwesten auf unter 390 m ü. NN an der Querung des Bahnhofstraße in Owen, 2,2 km und 1,3 km². Entsteht auf unter 525 m ü. NN am Nordhang Bassgeige.
  • Stadtgraben, von rechts und Nordosten auf unter 390 m ü. NN in Owen, 1,2 km und ca. 0,6 km².[7] Entsteht auf unter 500 m ü. NN unter der Burg Teck.
  • Wittumbach, von rechts und Osten auf etwa 380 m ü. NN an der Bahnbrücke in Owen, 1,2 km und ca. 0,4 km².[7] Entsteht auf etwa 500 m ü. NN unter dem Hohenbol.
  • Säubadbach, von links und Südwesten auf unter 380 m ü. NN gegen das Owener Nordende zu, 1,1 km und ca. 0,6 km².[7] Entsteht auf unter 420 m ü. NN im Gewann Säubad.
  • (Hangzufluss), von links und Westen auf 372,8 m ü. NN[1] gegenüber den Sportplätzen am Nordrand Norden Owens, 0,7 km und ca. 0,2 km².[7] Entsteht auf etwa 425 m ü. NN im Muldengewann Eichenholzteich.
  • (Waldrandgraben), von links und Westen auf etwa 370 m ü. NN gegenüber der Owener Kläranlage, 0,7 km und ca. 0,2 km².[7] Entsteht auf unter 420 m ü. NN am Südrand des Dettinger Gemeindewaldes.
  • Bach aus dem Fahrtobel, von links und Nordwesten auf etwa 361,9 m ü. NN[1] gegenüber den Oberen Wasserwiesen, 1,4 km und ca. 1,1 km².[7] Entsteht auf etwa 440 m ü. NN unterm Dettinger Käppele.
  • Bach am Schwefelbrunnen vorbei, von links und Westen auf unter 355 m ü. NN gegenüber dem Südwestrand von Dettingen unter Teck, 1,1 km und ca. 0,7 km².[7] Entspringt auf etwa 430 m ü. NN dem Lichtenbergbrunnen unter dem namengebenden Käppele-Ausläufer.
  • Eulengreutgraben, von links und Südwesten auf etwa 395 m ü. NN in Dettingen, 1,2 km und ca. 0,5 km².[7] Entsteht auf etwa 405 m ü. NN unterm Sonnenberg.
  • Lindach, von rechts und Südosten auf unter 305 m ü. NN in Kirchheim unter Teck, 16,7 km und 100,2 km².[4] Entsteht als Pfannenbach auf knapp 600 m ü. NN südlich von Neidlingen. An diesem Zufluss wechselt die Lauter ihre Abflussrichtung von zuvor Nord auf Nordwest, womit sie die Orientierung ihres Zuflusses Ĺindach fortsetzt.
  • Kegelesbach, von links und Süden auf etwa 292 m ü. NN, 6,8 km und 5,9 km². Entsteht auf unter 460 m ü. NN westlich von Dettingen am Schnarrenberg.
  • Dupiggraben, von links und Süden auf etwa 279 m ü. NN bei Ötlingen, 2,6 km und 2,7 km².[4] Entsteht auf etwa 343 m ü. NN am Westrand von Lindorf.

Mündung der Lauter von links und Südosten auf über 252,8 m ü. NHN[1] bei Wendlingen in den mittleren Neckar. Der Bach ist hier ab dem Lauterursprung des längeren rechten Oberlaufs Weiße Lauter 25,8 km, ab dem Zusammenfluss mit der Schwarzen Lauter auf dem Namenslauf 22,9 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 191,2 km²[4] hinter sich.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits die Kelten durchstreiften das Lautertal auf ihrer Nahrungssuche. In der Antike errichteten die Römer in den Niederungen der Talaue einen Limes (Lautertal-Limes) und ein Kastell (Kastell Dettingen unter Teck) zu dessen Schutz.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lenninger Lauter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.
  2. a b Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Siehe bei den → Weblinks.
  3. a b c Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  4. a b c d Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  5. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Rheingebiet, Teil I 2009. Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Würtemberg, 2011, S. 114, abgerufen am 26. Januar 2013 (PDF, deutsch, 1,85 MB).
  6. Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  7. a b c d e f g h i Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.