Lauter (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lauter
Lauter (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauter hervorgehoben
49.96666666666710.783333333333269Koordinaten: 49° 58′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Baunach
Höhe: 269 m ü. NHN
Fläche: 12,76 km²
Einwohner: 1139 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96169
Vorwahl: 09544
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 152
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Baunach
Bamberger Straße 1
96148 Baunach
Webpräsenz: http://www.vg-baunach.de/
Bürgermeister: Armin Postler (CSU)
Lage der Gemeinde Lauter im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Lauter ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Baunach.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Oberfranken-West am Bach Lauter, der in Baunach in den Fluss Baunach fließt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Baunach, Oberhaid, beide Landkreis Bamberg, Stettfeld und Ebelsbach, beide Landkreis Haßberge.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Lauter gliedert sich in 6 Ortsteile (mit Einwohnerzahlen, Stand: 2004/2005)[2]:

Es gibt die Gemarkungen Deusdorf, Lauter, Leppelsdorf und Appendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Papst Innozenz IV. bestätigte 1251 in einer Urkunde die in Lauter gelegenen Güter und Privilegien des Klosters Michelsberg. Lauter gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Die Grafen von Truhendingen hatten ihren Sitz auf der bei Lauter gelegenen Stufenburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[3] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Am 1. Juli 1972 kam Lauter mit all seinen späteren Ortsteilen vom aufgelösten Landkreis Ebern zum Landkreis Bamberg und somit von Unter- nach Oberfranken.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde ein Teil der ehemaligen Gemeinde Appendorf eingegliedert.[4] Im Jahr 1875 wurde die Gemeinde Leppelsdorf amtlich in Deusdorf umbenannt.[4] Am 1. Mai 1978 kam Deusdorf zu Lauter.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1.013
  • 1970: 1.000
  • 1987: 1.024
  • 2000: 1.124
  • 2005: 1.191
  • 2010: 1.135
  • 2012: 1.147

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Armin Postler (CSU), der 2002 mit 60,89 % der Stimmen gewann. 2008 wurde er mit 85,95 % der Stimmen und 2014 mit 88,16 % wiedergewählt. Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Manfred Beierlieb (Freie Wähler), der sich 1996 mit 67,51 % der Stimmen gegen Hans-Jürgen Zitzelsberger (CSU) durchgesetzt hatte.

Gemeinderatswahlen[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 1996, 2002 und 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

1996 2002 2008 2014
CSU 06 07 07 08
Freie Wähler 06 05 05 04
gesamt 12 12 12 12

Gemeindesteuern[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 497.000 Euro, davon waren umgerechnet 126.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot zwei silberne Flüge mit jeweils nach innen wachsenden, bekleideten, silbernen Armen, die den Stil eines senkrecht gestellten goldenen Rostes halten.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 391. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 32 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 315 Hektar, davon waren 247 Hektar Ackerfläche und 67 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehren gibt es in Appendorf, Deusdorf, Lauter und Leppelsdorf.

Brauereien[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde gibt es nur die Brauerei Fößel-Mazour (Gaststätte Zum Välta) im Ortsteil Appendorf, die mit einem Ausstoß von jährlich etwa 500 Hektolitern zu den kleinsten Brauereien der Welt zählt.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt einen Kindergarten mit 50 Plätzen (Stand: 1999).

Sportvereine[Bearbeiten]

Sportvereine sind die SpVgg Lauter, deren Fußballabteilung in der Kreisklasse Bamberg spielt, und der Kegelclub Keilschoner Deusdorf.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/204626&attr=OBJ&val=1121
  3. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  4. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lauter (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien