Lauterbourg
| Lauterbourg | ||
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| Region | Elsass | |
| Département | Bas-Rhin | |
| Arrondissement | Wissembourg | |
| Kanton | Lauterbourg | |
| Koordinaten | 48° 59′ N, 8° 10′ O48.9752777777788.1738888888889120Koordinaten: 48° 59′ N, 8° 10′ O | |
| Höhe | 120 m (104–129 m) | |
| Fläche | 11,25 km² | |
| Einwohner | 2.266 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 201 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 67630 | |
| INSEE-Code | 67261 | |
| Website | http://www.mairie-lauterbourg.fr/ | |
Lauterbourg [lotɛʀˈbuːʀ] (deutsch Lauterburg) ist eine Gemeinde im Département Bas-Rhin der französischen Region Elsass. Namensgebend ist der Fluss Lauter, an dem die kleine Stadt liegt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Lauterbourg ist die am weitesten östlich gelegene Gemeinde auf dem französischen Festland und liegt direkt an der deutschen Grenze in der Nähe von Karlsruhe. An der Mündung der Lauter in den Rhein befindet sich der östlichste Punkt des französischen Festlandes.
Mehrere kleine Seen liegen in der Ebene; einer von ihnen ist mit dem Rhein verbunden. Das größte Becken ist das Bassin des Mouettes. Das Flüsschen Lauter bildet im Norden die Grenze zu Deutschland (Pfalz). Unmittelbar nördlich von Lauterbourg auf deutschem Gebiet schließt sich Neulauterburg an, das zur Gemeinde Berg gehört.
[Bearbeiten] Politik
Die Stadt liegt im Arrondissement Wissembourg (deutsch Weißenburg) und ist Hauptort des Kantons Lauterbourg. Sie ist mit fünf Delegierten in der Communauté de communes de la Lauter vertreten. Bürgermeister (Maire) ist Jean-Michel Fetsch.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Im Zentrum der Stadt befindet sich die katholische Dreifaltigkeitskirche, deren Chor während der Amtszeit von Bischof Matthias von Rammung im Jahr 1467 erbaut wurde. Die jetzige Kirche entstand im Wesentlichen im Jahr 1716. Das bei der Kirche befindliche Missionskreuz, eine Kreuzigungsgruppe aus Stein, geht ebenfalls auf das 15. Jahrhundert zurück.
Nach der Zerstörung des Lauterbourger Schlosses ließ Bischof Heinrich Hattardus im Jahr 1716 einen neuen Bischofspalast errichten. Dieser diente später als Wohnung des Platzkommandanten und inzwischen als Schulhaus.
Der Metzgerturm und das Landauer Tor sind Turmbauten der einst mit 15 Türmen versehenen mittelalterlichen Festungsmauer. Das Landauer Tor geht auf den mittelalterlichen Unterturm zurück, der 1706 abgerissen wurde, worauf der Torbau in seiner heutigen Form entstand.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Von Lauterbourg gehen Bahnstrecken nach Straßburg (Bahnstrecke Strasbourg–Lauterbourg) und Wörth am Rhein (Bienwaldbahn). Seit 1876 besteht der Bahnhof Lauterbourg und durch diesen ist die Gemeinde ans Netz der SNCF und der Deutschen Bahn angeschlossen. Lauterbourg ist auch Mitglied des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar und des Karlsruher Verkehrsverbundes. Fahrleitungen sind keine vorhanden, und somit können nur Dieselzüge verkehren. Bei Lauterbourg endet die französische Autobahn A35 und schließt sich an die deutsche Bundesstraße 9 an.
In der Stadt gibt es ein Metallwerk, eine Chemiefabrik und eine Düngemittelfabrik. Weitere größere Betriebe sind ein Neuwagenauslieferungs- bzw. Verteillager zwischen Bahnhof und Hafen sowie ein großes Kieswerk. Außerdem existiert ein Hafen am Rhein. Der Hafen wird überwiegend für den Gütertransport benutzt. Tanker versorgen das Chemie- und Düngemittelwerk mit Rohstoffen, vom Metallwerk werden Brückenbauteile verladen.
[Bearbeiten] Sport
Der Rugby-Verein ASL Lauterbourg konnte in der Saison 2006/2007 mit einem Elsass-Meistertitel seinen größten Erfolg feiern.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Rucker von Lauterburg, (ca. 1400-1466), Rektor der Universität Leipzig, Domherr und Generalvikar im Fürstbistum Speyer.
- Paul Schmitthenner (1884-1972), Architekt der Heimatschutzarchitektur und Hochschullehrer.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
Lauterbourg | Neewiller-près-Lauterbourg | Niederlauterbach | Salmbach | Scheibenhard