Lauterstein

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lauterstein (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lauterstein
Lauterstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lauterstein hervorgehoben
48.719.8613888888889468Koordinaten: 48° 43′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 23,32 km²
Einwohner: 2545 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73111
Vorwahl: 07332
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 061
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 75
73111 Lauterstein
Webpräsenz: www.lauterstein.de
Bürgermeister: Michael Lenz
Lage der Stadt Lauterstein im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Lauterstein ist eine Stadt im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Stadtteil Nenningen, im Hintergrund der 716,8 m hohe Galgenberg

Lauterstein liegt im Tal der Lauter am Rand der Schwäbischen Alb etwa in der Mitte zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und Ulm.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Lauterstein besteht aus der ehemals selbständigen Gemeinde Nenningen und der ehemals selbständigen Stadt Weißenstein. Zur Gemeinde Nenningen gehörte das Dorf Nenningen. Zu Weißenstein gehörten die Stadt Weißenstein und die Häuser Lützelalb, Rupertstetten und Steighaus sowie die abgegangene Ortschaft Buitingen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Lauterstein wurde im Rahmen der Gemeindereform Baden-Württemberg zum 1. Januar 1974 durch Vereinigung der Gemeinde Nenningen und der Stadt Weißenstein gebildet.

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 1090
1907 1201
17. Mai 1939 1596
13. September 1950 2314
27. Mai 1970 2673
31. Dezember 1983 2563
31. Dezember 2005 2811
30. September 2010 2681

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold ein aus dem Unterrand emporkommender obeliskartiger silberner Stein, vorne gehalten von einem linkshin aufgerichteten roten Löwen, hinten ein geflügelter grüner Adlerfang (Klauflügel).“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof Nenningen

Verkehr[Bearbeiten]

Lauterstein ist über die Bundesstraße 466 und die Landesstraße 1160 zu erreichen.

Von 1901 bis 1980 war Weißenstein Endbahnhof der in Süßen beginnenden Lautertalbahn. Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten die Bahnhofsgebäude in Nenningen und Weißenstein als Einheitsbahnhöfe vom Typ IIa respektive IIIb.[3]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Der wichtigste Arbeitgeber Lautersteins ist die Federnfabrik Monninger Federn GmbH. Neben diesem größten Arbeitgeber existieren einige kleinere Betriebe.

Bildung[Bearbeiten]

In der Stadt Lauterstein gibt es nur die Grundschule Lauterstein. Für alle weiterführenden Schulen müssen die Schüler nach Donzdorf oder Süßen pendeln.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Weißenstein
Die Friedhofskapelle in Nenningen von 1582

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Im Stadtteil Weißenstein steht hoch über der Altstadt mit dem Schloss Weißenstein das ehemalige Stammschloss der Grafen von Rechberg und Rothenlöwen. Im Krieg war es zeitweilig Zwangsaltersheim für jüdische Seniorinnen und Senioren.[4]
  • Katholische Marienkirche, um 1716
  • Barocke Bildsäule mit Maria-Joseph-Doppelfigur (bei der Pfarrkirche)[5]
  • Die Friedhofskapelle im Stadtteil Nenningen beherbergt eine Pietà von Ignaz Günther.[6]
  • Auf der Gemarkung, auf dem Bernhardusberg, liegt heute die Wallfahrtskapelle St. Bernhardus von 1880, die an der Stelle der Wallfahrtskirche von 1733 steht.

Vereine[Bearbeiten]

In Lauterstein gibt es zwei Turnvereine aus den Teilgemeinden, den TV Nenningen und den TV Weißenstein. Beide hatten eine Handballabteilung, die sich 1995 zur SG Lauterstein zusammenschlossen. Die 1. Herrenmannschaft der SG Lauterstein spielt in der Oberliga Baden-Württemberg. Der TV Weißenstein spielt mit seinen Volleyballmannschaften in der Gaurunde des Turngau Staufen in der Mixed 1B und in der Jugend. Die Tennisabteilung spielt mit einer Männer- und Frauenmannschaft aktiv.

Zum kulturellen Gelingen des Jahres tragen sie bei, indem sie Kinderfasching, Altenehrung, Stadtfest, Sommerfest, Nikolausfeier und Jahresfeier mit eigener Theatergruppe jährlich neu ausgestalten.

In Lauterstein bestehen einige Chöre und Orchester. Zu den Chören gehören Chorisma (der ehemalige „Junge Chor“), der Liederkranz Weißenstein, der Kirchenchor Nenningen und die Sängerriege des TV Nenningen. Die beiden Musikvereine der Stadt Lauterstein, der Musikverein Nenningen und die Stadtkapelle Weißenstein, tragen mit jeweils einem aktiven Orchester und einem Jugendorchester sowie einer Zöglingsgruppe zum kulturellen Leben der Stadt bei.

Natur[Bearbeiten]

Lauterstein ist ein wichtiger Naherholungsbereich für den dichtbesiedelten Großraum Göppingen. Auf dem Albuch im nordöstlichen Teil der 2.332 ha großen Markung liegen große Waldflächen. Das Albuch und das malerische und sagenumwobene Christental mit dem dortigen Stausee (Hochwasserrückhaltebecken Christental) sind ein beliebtes Wandergebiet. Im Winter besteht für Skifahrerer ein Loipennetz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lauterstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 298–299
  3.  Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, Nr. V/96, Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.
  4. Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Stuttgart 2013, ISBN 3-89657-138-9, S. 292.
  5. Karsten Preßler: Eine ikonografische Rarität. Die Maria-Joseph-Doppelfigur in Lauterstein-Weißenstein. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 42. Jg. 2013, Heft 2, S. 88–94 (PDF)
  6. Pieta von Franz Ignaz Günther in Nenningen, 1774