Laval-le-Prieuré

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Laval-le-Prieuré
Laval-le-Prieuré (Frankreich)
Laval-le-Prieuré
Region Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Montbéliard
Kanton Le Russey
Koordinaten 47° 11′ N, 6° 37′ O47.1813888888896.6211111111111573Koordinaten: 47° 11′ N, 6° 37′ O
Höhe 460–820 m
Fläche 5,29 km²
Einwohner 34 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 6 Einw./km²
Postleitzahl 25210
INSEE-Code

Laval-le-Prieuré ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

Laval-le-Prieuré liegt auf 568 m, 8 km südöstlich von Pierrefontaine-les-Varans und etwa 40 km südsüdwestlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, im tief eingeschnittenen Tal des Dessoubre, auf einer Geländeterrasse über der Mündung des Baches Pissoux, unterhalb des Hochplateaus von Mont-de-Laval.

Die Fläche des 5.29 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird vom Dessoubre-Tal eingenommen, das hier mehr als 300 m tief in die Jurahochflächen eingesenkt ist. Der Dessoubre fließt von Süden nach Norden und senkt sich immer tiefer in die Kalksteinschichten ein. Dabei nimmt er von Osten den kurzen Seitenbach Pissoux auf, der ebenfalls ein tiefes Erosionstal geschaffen hat. Flankiert wird das Tal auf beiden Seiten von steilen, überwiegend bewaldeten Hängen (Bois de Tennes), die verschiedenenorts von Felsbändern durchzogen sind. An der Oberkante werden sie von den Felsen einer widerstandsfähigen Kalksteinschicht gekrönt. Die Grenze verläuft meist oberhalb der Steilhänge am Rand des Hochplateaus. Mit 820 m wird auf dem Plateau von Mont-de-Laval die höchste Erhebung von Laval-le-Prieuré erreicht.

Zu Laval-le-Prieuré gehören auch die Weiler:

  • Le Bas-de-Laval (496 m) am Dessoubre
  • Les Bercots (562 m) auf einer Terrasse am westlichen Talhang des Dessoubre
  • Les Cerneux (605 m) auf einer Terrasse am östlichen Talhang des Dessoubre

Nachbargemeinden von Laval-le-Prieuré sind Plaimbois-du-Miroir im Norden und Osten, Mont-de-Laval und Consolation-Maisonnettes im Süden sowie Guyans-Vennes im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Priorat von Laval unterstand seit dem 12. Jahrhundert dem Kloster von Montbenoît. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Um eine Verwechslung mit anderen Gemeinden desselben Namens zu vermeiden, wurde Laval im Jahr 1922 offiziell in Laval-le-Prieuré umbenannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die ehemalige Prioratskirche stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, wurde jedoch im 15. Jahrhundert einer Restaurierung und Umgestaltung unterzogen, so dass die Bausubstanz heute den gotischen Stil zeigt. Die Kirche besitzt eine reiche Innenausstattung, die überwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert datiert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 79
1968 58
1975 62
1982 48
1990 35
1999 35

Mit 34 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) gehört Laval-le-Prieuré zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Während des gesamten 20. Jahrhunderts wurde eine kontinuierliche Bevölkerungsabnahme verzeichnet (1901 wurden noch 163 Personen gezählt).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laval-le-Prieuré war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Viehzucht und Milchwirtschaft, etwas Acker- und Obstbau) geprägtes Dorf. Früher wurde die Wasserkraft des Dessoubre für den Betrieb von Mühlen und Sägereien genutzt. Ein Sägereibetrieb besteht noch heute. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Saint-Hippolyte durch das Dessoubre-Tal nach Orchamps-Vennes führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Le Luhier und Plaimbois-du-Miroir.