Lavazza

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Luigi Lavazza, S.p.A.
Lavazza-Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft (Italien)
Sitz Turin
Mitarbeiter 2000
Umsatz 1,1216 Mrd. Euro
Branche Kaffeeveredlung
Website www.lavazza.com
Werbekarte von Lavazza (um 1900)

Luigi Lavazza, S.p.A. ist ein italienischer Kaffeeveredler und Vertreiber von Kaffeebohnen und -mehl mit Sitz in Turin (Norditalien). Gründer war Luigi Lavazza (1859–1949), der zunächst Kaffee in einem kleinen Einzelhandelsgeschäft röstete und verkaufte. Sein Enkel Emilio († 16. Februar 2010) baute das Unternehmen zu einem der großen Kaffeekonzerne Italiens aus. Heute ist Lavazza vor allem für Espressokaffee bekannt und exportiert europaweit.

Lavazza S.p.A. ist noch heute in vierter Generation in Familienbesitz. Lavazza hat in den letzten Jahren auch mit der Eröffnung eigener Kaffeehäuser vorwiegend in italienischen Großstädten und an Autobahn-Raststätten begonnen und kommt nun vereinzelt auch nach Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 2000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von 1,1216 Mrd. Euro.

Kritik[Bearbeiten]

Im Juni 2010 wurde dem Deutschen Kaffee-Verband Hamburg vom Bundeskartellamt vorgeworfen, mit einer Pressemitteilung im Februar 2005 ein Kartell von Kaffeeunternehmen gefördert zu haben, weswegen ein Bußgeld von bis zu 90.000 € verhängt wurde. Zu den beteiligten Kaffeeröstereien gehörten neben Lavazza die Unternehmen Kraft Foods Außer Haus Service (Bremen), Tchibo (Hamburg), Seeberger (Ulm), Segafredo Zanetti Deutschland (München), Gebr. Westhoff (Bremen), Melitta System Service (Minden), und J. J. Darboven (Hamburg). Den letzteren beiden Unternehmen wurden die Geldbußen wegen ihrer Kooperation bei der Aufklärung der Vorwürfe reduziert.[1][2]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Erneut Bußgelder gegen Kaffeeröster. In: Wertheimer Zeitung vom 10. Juni 2010, abgerufen am 5. Juli 2011.
  2. Für Kaffee jahrelang zu viel bezahlt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. Dezember 2009, abgerufen am 5. Juli 2011.