LeBron James

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Basketballspieler
LeBron James
LeBron James
Spielerinformationen
Voller Name LeBron Raymone James
Spitzname King James, The Chosen One,
LBJ, L-Train, LBJ 23, Lebdog
Geburtstag 30. Dezember 1984
Geburtsort Akron, Ohio, Vereinigte Staaten
Größe 203 cm[1]
Position Small Forward
NBA Draft 2003, 1. Pick, Cleveland Cavaliers
Vereinsinformationen
Verein Cleveland Cavaliers
Liga NBA
Trikotnummer 23
Vereine als Aktiver
2003-2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cleveland Cavaliers
2010-2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami Heat
Seit0 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cleveland Cavaliers
Nationalmannschaft1
2004-2012 Vereinigte Staaten 45 Spiele[2]
1Stand: 17. Juli 2012

LeBron Raymone James (* 30. Dezember 1984 in Akron, Ohio) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. James spielt seit 2003 in der nordamerikanischen Profiliga NBA, seit 2010 bei den Miami Heat. In der Nacht zum 11. Juli 2014 entschied er sich zurück nach Cleveland zu gehen, wo er einen 2-Jahres Vertrag unterzeichnete. James ist 2,03 m groß und läuft als Small Forward auf. Da er dabei aber die Aufgaben eines Point Guards übernimmt, wird er auch als Point Forward bezeichnet. In Anspielung auf frühere englische Könige wird er „King James“ genannt. Ein weiterer Spitzname ist „The Chosen One“ (engl., „Der Auserwählte“).[3]

Bereits während seiner Highschool-Zeit als künftiger NBA-Superstar gepriesen, meldete sich James direkt nach der Highschool für den NBA-Draft an und wurde im NBA-Draft 2003 an Position 1 von den Cleveland Cavaliers ausgewählt. In seiner ersten NBA-Saison mit den Cavaliers gewann er die Auszeichnung als Rookie des Jahres, 2008/2009 sowie 2009/2010 wurde er als wertvollster Spieler der Liga (MVP – Most Valuable Player) ausgezeichnet. Von 2006 bis 2010 führte James die Cavaliers fünfmal in Folge in die Playoffs und 2007 zur ersten Finalteilnahme (Niederlage gegen die San Antonio Spurs) in der Geschichte des Franchise. In der Saison 2010/11, der ersten als Teil der „Big Three“ mit Dwyane Wade und Chris Bosh bei den Miami Heat, erreichte er zum zweiten Mal ein NBA-Finale (Niederlage gegen die Dallas Mavericks), in den beiden folgenden Spielzeiten (Saison 2011/12 , Saison 2012/13) gewann er seine dritte und vierte MVP-Auszeichnung und seine ersten beiden NBA-Titel. Als Spieler des Nationalteams gewann James bei den Olympischen Spielen 2004 Bronze, 2008 und 2012 Gold.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

James wurde als Einzelkind in einem armen Viertel der Industriestadt Akron in Ohio geboren. Seine Mutter Gloria James war zum Zeitpunkt der Geburt erst 16 Jahre alt und stand wenige Monate vor Abschluss der Highschool. James’ leiblicher Vater verließ Gloria bereits vor der Geburt, weshalb seine Mutter den Jungen allein großziehen musste. Die Familie lebte meist von einem niedrigen Einkommen, zog von Wohnung zu Wohnung und war oft auf die Unterstützung durch die Wohlfahrt angewiesen. Zeitweise musste Gloria James ihren Sohn in die Obhut einer Pflegefamilie geben. Durch seinen Pflegevater Frankie Walker lernte James im Alter von neun Jahren das Basketballspiel kennen. Sein herausragendes Talent wurde früh erkannt und verschaffte ihm ein Stipendium an der privaten katholischen St.Vincent-St.Mary-Highschool (offiziell abgekürzt als STVM) in Akron, Ohio. James spielte anfangs sowohl Basketball als auch Football für die STVM Fighting Irish, konzentrierte sich dann jedoch allein auf Basketball.

James begann seine Highschoollaufbahn als das herausragende Basketballtalent im Bundesstaat Ohio. Er maß bereits 1,92 m und startete als Point Guard für die Irish. Kapitän der Mannschaft war der Zwölftklässler Maverick Carter, ein enger Freund James' und sein zukünftiger Manager. Obwohl LeBron James ihn gewöhnlich als seinen „Cousin“ bezeichnet, sind die beiden nicht verwandt. Mit Carter und James als Leistungsträger des Teams gewann die Irish 26 von 27 Saisonspielen inklusive der Division-III-Landesmeisterschaft von Ohio.

Nach Carters Highschool-Abschluss übernahm James, obwohl erst Zehntklässler, das Team der Irish. Er war bereits knapp 2,00 m groß und überließ die Point-Guard-Position daher kleineren Spielern. Mit herausragenden Leistungen führte er die Mannschaft zu einer weiteren Ohio-Landesmeisterschaft. Ebenso wurde er als „Mr. Basketball“ des Staates Ohio ausgezeichnet und in die erste Auswahl des All-USA Team der USA Today berufen – als erster Zehntklässler überhaupt.

Im Januar 2001 trafen die Irish erstmals auf die Mannschaft der Oak Hill Academy aus Virginia, einem Internat, das Basketballspieler landesweit rekrutiert und daher Jahr für Jahr eines der besten Teams der USA stellt. Obwohl die Irish mit 68:69 verloren, erschien James durch diesen Beinaheerfolg im Rampenlicht. Interviews mit dem SLAM Magazine und anderen Sportzeitschriften sollten folgen.

Highschool 11. und 12. Klasse (2001–2003)[Bearbeiten]

Obwohl er erst in seinem vorletzten Jahr war, galt James bei fast allen Talentscouts als bester Spieler im Highschoolbasketball. Seine Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr erneut, folgerichtig wurde er erneut als „Mr. Basketball“ von Ohio sowie als All-USA First Teamer geehrt. Des Weiteren wurde James zum „Gatorade National Boys Basketball Player of the Year“ 2002 gewählt. Keinem Spieler gelang dies zuvor als Elftklässler.

Die STVM Irish waren nach ihrer Dominanz in der Division III in die Division II aufgestiegen. Dort blieb ihnen jedoch der dritte Landesmeistertitel in Folge versagt – mit 63:71 verloren sie im Finale gegen die Roger Bacon HS aus Cincinnati. James' Popularität tat dies indes keinen Abbruch. Er erschien im Februar 2002 auf dem Cover der Sports Illustrated mit dem Titel „The Chosen One“. Die Spiele der Irish mussten aufgrund der großen Nachfrage in größere Arenen verlegt werden, nicht wenige Partien wurden sogar von TV-Stationen aufgenommen und in Ohio übertragen.

Im Februar 2002 war es auch, als sich James in einer Neuauflage des Spiels gegen Oak Hill ein Privatduell mit deren bestem Spieler, Carmelo Anthony, lieferte. Oak Hill war erneut deutlich stärker besetzt als James' Mannschaft und gewann das Spiel daher 72-68. Dennoch veranlasste James' herausragende Vorstellung einige Scouts, wie etwa Howard Garfinkel, zu der Aussage, James sei der beste Highschool-Basketballspieler aller Zeiten.

Der Andrang der Medien auf James nahm in seinem Abschlussjahr noch zu. Er erschien auf weiteren Zeitschriften-Covern, unter anderem auf dem SLAM Magazine (zusammen mit Sebastian Telfair). Da seine Dominanz auf dem Highschool-Level derart groß war, spekulierte die Presse auf einen Wechsel James' ins Profilager vor Abschluss der Highschool. Da die NBA-Regularien einen solchen Wechsel verbieten, wurde vom DIME Magazine über einen möglichen Wechsel James' nach Italien berichtet, wo er ein Jahr spielen und anschließend in die NBA wechseln sollte. Die Gerüchte erwiesen sich als haltlos; James absolvierte sein letztes Highschooljahr bei STVM.

Doch hatte er längst das Interesse der NBA geweckt. John Lucas, zum damaligen Zeitpunkt Cheftrainer der Cleveland Cavaliers, lud James in der Offseason 2002 zum Training mit den Cavs ein. Da dies nach NBA-Regularien untersagt war, wurde Lucas für einige Spiele der 2002/03 Saison gesperrt. Am 12. Dezember 2002 kam es zum dritten Mal zur Partie STVM gegen Oak Hill. Da das öffentliche Interesse an James derart gewachsen war, entschied sich der Sportsender ESPN das Spiel landesweit live zu übertragen – nie zuvor war ein Highschoolspiel landesweit in den USA ausgestrahlt worden. Unter den Augen der ESPN-Kommentatoren Dick Vitale und Bill Walton lieferte James eines seiner besten Spiele, und erstmals gewannen die STVM Irish gegen Oak Hill.

Zum 18. Geburtstag erhielt James einen Hummer H2 im Wert von 80.000 US-Dollar und löste damit den sog. „Hummer incident“ aus. Es wurde spekuliert, ob das Fahrzeug ein Geschenk eines NBA-Teams oder Sportartikelherstellers sei. Die Annahme derartiger Geschenke von Dritten ist Spielern nach den Regeln der Highschool-Sportverbände in den USA verboten. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, hatte James' Mutter ihrem Sohn jenes Fahrzeug geschenkt, nachdem sie zuvor einen Kredit aufgenommen hatte. Geschenke von Familienangehörigen sind nach den Regularien erlaubt. Im Februar 2003 ereignete sich ein weiterer Zwischenfall. Ein Besitzer von zwei Sportläden in Cleveland wollte Poster von LeBron James in seinen Geschäften aufhängen. Als Gegenleistung bot er James jeweils ein Originaltrikot von Wes Unseld und Gale Sayers an. Kurz nachdem dieser Zwischenfall bekannt wurde, sperrte der Highschool-Schulverband von Ohio (OHSAA) James wegen Verletzung der Amateur-Regeln für den Rest der Saison. Nicht zuletzt wegen des öffentlichen Protestes wurde die Strafe später jedoch auf zwei Spiele herabgesetzt.

STVM gewann unterdessen zum dritten Mal die Landesmeisterschaft von Ohio. Ebenso wurde James erneut zum Highschool-Spieler des Jahres gewählt. Anders als die meisten angehenden Highschoolabsolventen hatte sich James noch nicht für ein College entschieden, auf dem er seine Laufbahn fortsetzen wollte. Die meisten Schulen hatten ihre Versuche ihn zu rekrutieren eingestellt, da es als gesichert galt, dass er direkt in die NBA wechseln würde. Nachdem er im März 2003 an drei Highschool-Allstar-Games teilgenommen hatte, herrschte Gewissheit (da es verboten ist, an mehr als zwei derartigen Spielen teilzunehmen). Am 25. April verkündete James seinen Wechsel in die NBA.

NBA-Karriere[Bearbeiten]

Das erste Jahr[Bearbeiten]

Wenig überraschend war seine Entscheidung, die College-Ausbildung zu überspringen und stattdessen direkt in die NBA zu wechseln. Sein Heimatteam, die Cleveland Cavaliers, holte ihn mit der ersten Wahl des NBA-Drafts 2003. In seinem ersten NBA-Spiel (gegen die Sacramento Kings) erzielte James 25 Punkte, 9 Assists, 6 Rebounds und 4 Steals.[4] Am 27. März 2004 erzielte er in einem Spiel gegen die New Jersey Nets 41 Punkte und wurde damit der jüngste Spieler in der Geschichte der NBA, der die 40-Punkte-Marke knacken konnte.[5] Die vormaligen Kellerkinder der Liga führte James in seiner ersten Saison beinahe in die Play-offs, und er wurde für diese Leistung als bester Neuling der NBA (Rookie of the Year) geehrt. Als einer von vier Rookies der NBA-Geschichte schaffte er einen Schnitt von über 20 Punkten, 5 Rebounds und 5 Assists pro Spiel (die anderen waren Oscar Robertson, Michael Jordan und in der Saison 2009/2010 Tyreke Evans).

2004–2005[Bearbeiten]

Gleich zu Beginn der NBA-Saison 2004/05 brach LeBron James zwei Rekorde: Zum einen erreichte er die 500-Assists-Marke ein halbes Jahr früher als der vorherige Rekordhalter Magic Johnson, zum anderen war er beim Erreichen der 2000-Punkte-Marke über ein Jahr schneller als Kobe Bryant. Bei der Fanabstimmung zum All-Star Game 2005 errang LeBron James die drittmeisten Stimmen aller Spieler der Eastern Conference. Am 20. März 2005 erzielte er 56 Punkte gegen die Toronto Raptors und wurde damit der jüngste Spieler, der je mehr als 50 Punkte erzielen konnte. James ist knapp anderthalb Jahre jünger als der vorherige Rekordhalter Rick Barry. James wurde allerdings in der Saison 2009/10 von Brandon Jennings übertroffen.[6] In seiner Karriere knackte LeBron James die 50-Punkte-Marke bisher (Stand: 27. Juni 2014) zehn Mal.

2005–2006[Bearbeiten]

Zu Beginn der NBA-Saison 2005/06 brach James einen weiteren Rekord: Er erreichte die 4000-Punkte-Marke am 13. November 2005 und damit 254 Tage eher als der vorherige Rekordhalter, Kobe Bryant. Am 29. März 2006 erreichte er im Alter von 21 Jahren und 89 Tagen die Marke von 6000 Punkten, womit er ebenfalls Kobe Bryant unterbot, der diese Marke im Alter von 22 Jahren und 206 Tagen erreichte. Beim NBA All-Star Game am 2. Februar wurde James zum „Most Valuable Player“ (MVP, dt. »wertvollster Spieler«) gewählt, womit er den vorherigen Rekordhalter Oscar Robertson als jüngsten Gewinner dieser Auszeichnung ablöste. Bei der Wahl des Most Valuable Player der regulären Saison wurde er Zweiter hinter Steve Nash von den Phoenix Suns.

LeBron erreichte erstmals die Playoffs und gab sein Debüt gegen die von Gilbert Arenas angeführten Washington Wizards. Er sicherte sich bei diesem 97:86-Sieg mit seinen 32 Punkten, 11 Assists und 11 Rebounds neben Magic Johnson und Johnny McCarthy einen Platz in den NBA-Geschichtsbüchern als einer von drei Spielern, die in ihrem Playoff-Debüt ein Triple-double verzeichnen konnten.[7] Die Serie endete nach 6 Spielen siegreich für LeBron, der einen Punkteschnitt von 35,7 Punkten pro Spiel verzeichnen konnte.[8] In der zweiten Runde mussten sich die Cleveland Cavaliers den Detroit Pistons in 7 Spielen geschlagen geben.[9]

2006–2007[Bearbeiten]

LeBron James bei einem Freiwurf, April 2007

James wurde in dieser Saison zum dritten Mal in Folge als Startspieler zum All-Star Game gewählt. In 32 Minuten auf dem Spielfeld erzielte er 28 Punkte und holte 6 Rebounds sowie 6 Assists.[10] In der regulären Saison konnten die Cleveland Cavaliers mit 50 Siegen an die Leistung der vorhergehenden Saison anknüpfen und waren somit das zweitbeste Team in der Eastern Conference. LeBron James' Statistiken beliefen sich im Schnitt auf 27,3 Punkte, 6,7 Rebounds, 6,0 Assists und 1,6 Steals pro Spiel. Er ist somit der einzige Spieler neben Oscar Robertson, der in drei aufeinanderfolgenden Jahren einen Schnitt von 27 Punkten, 6 Rebounds und 6 Assists erzielen konnte.[11] Er wurde als jüngster Spieler aller Zeiten in das All-NBA-1st-Team gewählt, wobei er die meisten Stimmen bekam.

In der ersten Runde der Playoffs, führte LeBron James die Cleveland Cavaliers zu ihrem ersten Sweep (Sweep = kein Spiel in einer Serie verlieren) gegen die Washington Wizards und deren Superstar Gilbert Arenas.[12] James gelangen in dieser Serie im Schnitt 27,8 Punkte, 8,5 Rebounds und 7,5 Assists pro Spiel. In der zweiten Runde konnten sich die Cavaliers in 6 Spielen gegen die New Jersey Nets durchsetzen und somit erstmals nach 15 Jahren erneut in die Eastern Conference Finals einziehen.[13]

Nachdem sie in den Eastern Conference Finals die ersten beiden Spiele gegen die Detroit Pistons verloren hatten, schlugen die Cleveland Cavaliers zurück und gewannen die restlichen vier Spiele der Serie um in die NBA Finals einzuziehen. Im fünften Spiel überzeugte LeBron James mit einer herausragenden Leistung. Er stellte mit seinen 48 Punkten einen Cleveland Cavaliers-Playoff-Rekord auf und verzeichnete dazu noch 9 Rebounds und 7 Assists. Dabei erzielte er in zweifacher Verlängerung die letzten 25 und 29 der letzten 30 Punkte seines Teams, darunter (logischerweise) auch den letzten, spielentscheidenden, Korb.[14][15]

In den NBA Finals konnten die Cleveland Cavaliers den San Antonio Spurs nichts entgegensetzen und mussten sich bereits nach 4 Spielen geschlagen geben. Daran konnten auch LeBron James' 22,0 Punkte, 7,0 Rebounds und 6,8 Assists pro Spiel nichts ändern.

2007–2008[Bearbeiten]

LeBron James bei seinem Ritual vor Spielbeginn, bei dem er Kreide in die Luft wirft (März 2008)

In der NBA-Saison 2007/08 erreichte er am 27. Februar 2008 im Alter von 23 Jahren und 59 Tagen als jüngster Spieler aller Zeiten in der NBA mehr als 10.000 Punkte[16] und schloss die Saison als Spieler mit den meisten Punkten pro Spiel (30,0) ab. Außerdem wurde er abermals zum MVP des „NBA All-Star Game 2008“ ernannt; in diesem Spiel schaffte er fast ein Triple-Double. LeBron James erzielte in der gesamten regulären Saison sieben Triple-Doubles, was ein neuer persönlicher Rekord war, sowie ein Cleveland Cavaliers-interner Rekord.

Am 5. März 2008 konnte LeBron James in einem Spiel gegen die New York Knicks als dritter Spieler seit der ABA-NBA Fusion 50 Punkte und 10 Assists in einem Spiel für sich verbuchen.[17] Einige Tage später, am 21. März 2008, überbot James den von Brad Daugherty aufgestellten All-Time-Cavaliers-Rekord von 10.389 Punkten und wurde damit der Spieler mit den meisten Punkten in der Geschichte der Cleveland Cavaliers.[18]

Die Cleveland Cavaliers beendeten die Saison mit 45 Siegen und 37 Niederlagen und wurden diesmal das viertbeste Team in der Eastern Conference. In der ersten Runde mussten sie erneut gegen die Washington Wizards antreten und zogen nach 6 Spielen siegreich in die zweite Runde der Playoffs. In diesem Jahr reichte es nicht für die Conference Finals, da sie sich den Boston Celtics in 7 Spielen geschlagen geben mussten. LeBron erzielte in diesem entscheidenden Spiel 45 Punkte, doch es reichte nicht für den Mannschaftssieg.[19]

2008–2009[Bearbeiten]

LeBron James verteidigt Paul Pierce von den Boston Celtics, Oktober 2008

Ein Jahr später, in der NBA-Saison 2008/09, wurde LeBron James schließlich als wertvollster Spieler der NBA in der regulären Saison ausgezeichnet.[20]

In der ersten Runde der NBA Playoffs setzten sich die Cavaliers in 4 Spielen gegen die Detroit Pistons durch. James erzielte hierbei 32,0 Punkte, 11,3 Rebounds und 7,5 Assists pro Spiel. In der darauffolgenden Runde führte LeBron sein Team erneut in 4 Spielen zum Sieg, diesmal gegen die Atlanta Hawks. In den Eastern Conference Finals mussten sich die Cavaliers jedoch den Orlando Magic rund um den jungen aufstrebenden Superstar Dwight Howard geschlagen geben.

2009–2010[Bearbeiten]

Noch bevor die Saison begonnen hatte, verstärkte sich Cleveland mit dem vierfachen NBA-Champion Shaquille O’Neal.[21] Am 19. März erzielte James 29 Punkte und durchbrach als jüngster Spieler der NBA-Geschichte die 15.000-Punkte-Marke mit 25 Jahren und 79 Tagen. Bisheriger Rekordhalter war Kobe Bryant mit 27 Jahren und 136 Tagen. LeBron wurde zu seinem sechsten All-Star Game in Folge gewählt und die Cavaliers verstärkten sich während der Saison erneut mit der Verpflichtung von Antawn Jamison.[22] Am Ende der Saison 2009/10 konnten die Cavaliers zum zweiten Jahr in Folge die beste Siegesquote aufstellen und LeBron James wurde erneut zum MVP gewählt. Von 116 der 123 stimmberechtigten Sportjournalisten wurde er dabei auf Platz 1 gewählt.[23]

In den NBA Playoffs konnten sich die Cavaliers in der ersten Runde gegen die Chicago Bulls durchsetzen, doch mussten sich bereits in der zweiten Runde den Boston Celtics geschlagen geben. Im fünften Spiel der Serie, das auch LeBron James letztes Heimspiel in Cleveland werden sollte, verloren die Cavaliers mit 32 Punkten Unterschied – die höchste Heimniederlage in der Geschichte des Teams.[24]

2010–2011[Bearbeiten]

LeBron James bei einem Dunk gegen die Washington Wizards, März 2011

Am 9. Juli 2010 gab James seinen Wechsel zu den Miami Heat bekannt.[25] Dort bildete er mit zwei weiteren Top-5-Picks des NBA-Draft 2003, Dwyane Wade und Chris Bosh, der wie James per Sign-and-Trade Deal zu den Heat wechselte, die sogenannten „Big Three“ (analog zu dem Team um Paul Pierce, Kevin Garnett und Ray Allen in Boston). James begründete seinen Wechsel damit, dass Gewinnen das einzige für ihn wäre, was zählen würde, und er in Miami die besten Chancen sähe, die Meisterschaft zu gewinnen.

Am 9. November 2010 erzielte LeBron James mit 20 Punkten, 14 Assists und 11 Rebounds in einem Spiel gegen die Utah Jazz sein erstes Triple-Double im Trikot der Heat.[26] Am 17. Dezember 2010 konnte er sein zweites Triple-Double der Saison in einem Spiel gegen die New York Knicks für sich verbuchen: 32 Punkte, 11 Rebounds und 10 Assists.[27] Am 3. Februar 2011 erzielte James in einem Heimspiel gegen die Orlando Magic 51 Punkte und verzeichnete zusätzlich 11 Rebounds und 8 Assists. Kein Spieler konnte in dieser Saison mehr Punkte in einem Spiel erzielen.[28] Er wurde auch in dieser Saison erneut in das All-Star Game gewählt und erzielte mit 29 Punkten, 12 Rebounds und 10 Assists nach Michael Jordan[29] das erst zweite Triple Double in der Geschichte der All-Star Games.[30] In den Playoffs 2011 schien für die Miami Heat alles nach Plan zu laufen. Miami konnte sowohl gegen die Boston Celtics als auch gegen die Chicago Bulls um Derrick Rose mit 4:1 Spielen gewinnen und in die NBA Finals 2011 einziehen. In den Finals trafen James und die Heat dann in einer Neuauflage der NBA-Finals 2006 auf die Dallas Mavericks um den Deutschen Dirk Nowitzki, und unterlagen mit 2:4, obwohl es zu Anfang der Serie ganz danach aussah, als ob die Miami Heat den zweiten Titel ihrer Vereinsgeschichte gewinnen würden.

2011–2012[Bearbeiten]

Motiviert durch die Niederlage in den NBA Finals der letzten Saison gegen die Dallas Mavericks, beschloss James, an seinem Spiel unter dem Korb zu arbeiten, und trainierte hierfür u.a. mit Hakeem Olajuwon.[31] Bedingt durch den Lock-Out begann die Saison 2011/12 erst am 25. Dezember 2011 und umfasste nur 66 Spiele pro Team. Die Miami Heat starteten mit einem Vereinsrekord von 16 Siegen in den ersten 21 Partien in die verkürzte Saison. Im Rahmen des All-Star Games erzielte James 36 Punkte und stellte mit sechs erzielten Dreipunktewürfen den Rekord für die meisten Treffer von hinter der Dreierlinie in einem NBA All-Star Game ein. Am Ende der Saison wurde er dank seiner 27,1 Punkte (53% Wurfquote), 7,9 Rebounds, 6,2 Assists und 1,9 Steals pro Spiel zum dritten Mal als MVP der regulären Saison ausgezeichnet.

Als zweitbestes Team im Osten setzten sie sich in der ersten Runde gegen die New York Knicks, in der zweiten Runde gegen die Indiana Pacers, in den Conference Finals gegen die Boston Celtics und letztlich in den NBA Finals gegen die Oklahoma City Thunder durch. James wurde dank seiner 28,6 Punkte, 10,2 Rebounds und 7,4 Assists in der Finalrunde zum MVP der NBA Finals gewählt.

2012–2013[Bearbeiten]

Am 16. Januar 2013 erzielte James in einem Spiel gegen die Golden State Warriors den 20.000. Punkt seiner NBA-Karriere. Mit seinen 28 Jahren war er der jüngste Spieler, der diese Marke brechen konnte.[32] In einem Spiel gegen die Portland Trail Blazers am 12. Februar 2013 lieferte James sein sechstes Spiel in Serie mit mindestens 30 Punkten bei einer Feldwurfquote von über 60 Prozent ab.[33] Diese Leistung hat vor ihm noch niemand in der Geschichte der NBA vollbracht. Am Ende der Saison gewann James seinen vierten MVP-Award.

Als bestes Team im Osten setzten sich die Miami Heat in der ersten Runde der NBA Playoffs 2013 mit einem Sweep gegen die Milwaukee Bucks, in der zweiten Runde gegen die Chicago Bulls und in den Conference Finals im siebten und letzten Spiel gegen die Indiana Pacers durch und gewannen somit zum dritten Mal in Folge den Titel des Ost-Meisters. In der Final-Serie gegen die San Antonio Spurs setzten sich die Miami Heat schließlich erneut im siebten und letzten Spiel mit 4:3 durch und gewannen damit zum zweiten Mal in Folge die NBA-Meisterschaft (Repeat) und zum dritten Male insgesamt. LeBron James wurde dank seiner 25,3 Punkte, 11,0 Rebounds und 7,0 Assists im Schnitt pro Spiel, zweier Triple-doubles in der Serie und einer mit 37 Punkten überragenden Vorstellung im entscheidenden siebten Spiel zum zweiten Mal in Folge zum MVP der NBA Finals gewählt. Somit ist James neben Michael Jordan und Bill Russell der bisher einzige Spieler, der in zwei aufeinander folgenden Jahren sowohl zum MVP der regulären Saison als auch der Finalserie gewählt wurde.

2013–2014[Bearbeiten]

Am 3. März 2014 erreichte James mit 61 Punkten gegen die Charlotte Bobcats eine neue Karriere-Bestleistung.[34] Die Saison beendete er mit durchschnittlich 27,1 Punkten, 6,9 Rebounds und 6,4 Assists, zudem stellte er mit 56,7% Wurfquote über die Saison eine neue persönliche Bestleistung auf. Auch dank seiner starken Leistungen zogen die Miami Heat nach zum Teil deutlichen Siegen in den Playoffs bereits zum vierten Mal hintereinander in die NBA-Finals ein, was zuvor lediglich vier Teams in der NBA-Geschichte gelungen war. Wie bereits im Vorjahr waren die San Antonio Spurs Gegner. Diesmal hatten die Heat gegen den offensivstarken und teils in Perfektion zelebrierten Teambasketball der Spurs kaum eine Chance und verloren nach vier deutlichen Niederlagen die Serie in fünf Spielen 4-1, was für James bereits die dritte verlorene Finalserie seiner Karriere darstellte.

Mittels einer Ausstiegsklausel löste James nach Ablauf der Saison seinen ursprünglich bis 2016 gültigen Vertrag mit Miami Heat auf. Er wolle seine Möglichkeiten bei anderen Vereinen testen, meinte er. Am 10. Juli gab er seine Entscheidung bekannt, zurück nach Cleveland zu wechseln. Er begründete dies damit, dass er Titel nach North-Ohio holen wolle. Dies habe er bei seinem Wechsel 2010 noch nicht realisiert.[35] Am 12. Juli unterzeichnete James bei den Cavaliers einen Zweijahresvertrag im Wert von 42,1 Millionen US-Dollar. Der Vertrag beinhaltet eine Ausstiegsklausel nach einem Jahr.[36]

Nationalteam[Bearbeiten]

LeBron James mit dem Team USA bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking

Auch außerhalb der NBA war James mit dem Team USA erfolgreich. So gewann es bei der WM 2006 in Japan zwar nur die Bronzemedaille, dafür bei den Olympischen Sommerspielen 2008 mit dem so genannten "Redeem Team", bestehend unter anderem aus Kobe Bryant, Dwight Howard, Chris Paul, Carmelo Anthony und Dwyane Wade, erwartungsgemäß Gold. Ein zweites Mal Gold erreichte James bei den Sommerspielen 2012, als das Team USA seinen Titel verteidigte.

Spielstil[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Größe, Geschwindigkeit und Sprungkraft gilt James als einer der besten Athleten überhaupt im Profisport.[37] Neben seiner angestammten Position Small Forward wird er oft als Power Forward eingesetzt und ist dank seiner Athletik und seinem herausragenden Spielverständnis zudem in der Lage, sämtliche andere Positionen im Basketball zu spielen, was ihn zu einem der vielseitigsten und komplettesten Spieler in der Geschichte der NBA macht.[38] Während sein Spiel zu Beginn seiner Karriere fast ausschließlich aus seinem wegen seiner Athletik nahezu unaufhaltsamen Zug zum Korb und seinen Fähigkeiten als Ballverteiler bestand, entwickelte er sich kontinuierlich weiter, indem er sich einen respektablen Distanzwurf, Post-Moves sowie eine bemerkenswerte Defense aneignete. So gilt er mittlerweile sowohl als kompakter Scorer als auch als einer der besten Verteidiger der NBA, des Weiteren übernimmt er, bedingt durch sein Spielverständnis, seine Antizipation und seine Übersicht, häufig die Funktion des Ballverteilers.

Insbesondere nach den verlorenen NBA Finals 2011 wurden James' angeblich nachlassende Leistungen in Drucksituationen und sein mutmaßliches Abtauchen in wichtigen Spielen kritisiert, ob dem wirklich so sei, wurde unter Experten als auch unter Fans kontrovers diskutiert.[39]

Für viele Experten gilt James bereits jetzt als einer der besten Spieler aller Zeiten und wird immer wieder mit NBA-Legenden, insbesondere mit Michael Jordan, verglichen.[40]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

LeBron James bei einer Pressekonferenz anlässlich der Veröffentlichung des Dokumentarfilms More than a Game, September 2009

Viele Firmen verpflichteten James für Marketing-Kampagnen. So zahlte beispielsweise der Sportartikel-Hersteller Nike dem Jungstar 90 Millionen Dollar. Außerdem macht er Werbung für Sprite und die Kaugummimarke Bubblicious und verdient so jährlich mehrere Millionen.

Der amerikanische Avantgarde-Gitarrist Buckethead widmete ihm die drei Songs „King James“, „Lebron“ und „Lebron’s Hammer“. Des Weiteren widmete ihm der Rapper Jay-Z den Song „Blow the whistle“. 2009 rappten Drake, Eminem, Lil Wayne und Kanye West den Song „Forever“, welcher der Soundtrack zum Dokumentarfilm More than a Game ist, in dem es um die Freundschaft zwischen LeBron James' High-School-Freunden auf und neben dem Feld geht.

Er war in der High-School nicht nur ein begnadeter Basketballer, sondern auch ein talentierter Footballer. Viele Experten gehen auch heute noch davon aus, dass James als Wide Receiver oder Tight End in der NFL hätte spielen können.[41]

2012 verdiente LeBron James 14 Millionen Euro (18,3 Mio. US-Dollar) und zählte damit zu den 10 bestbezahlten NBA-Spielern.[42]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ryan Jones: King James. Believe The Hype. The LeBron James Story. St. Martin's Press, New York 2003. ISBN 0-312-32229-1.
  • Jan Hieronimi: König unter Königen.. In: Five 1, 2003, S. 32–36.
  • Ders.: The Takeover. In: Five 9, 2004, S. 28–33.
  • Ders.: Das Spiel des Königs. In: Five 25, 2006, S. 32–37.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: LeBron James – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. James wurde mit 202 cm gemessen. Nach eigenen Angaben misst er heute jedoch 206 cm mit Schuhen.
  2. usabasketball.com – All-Time USA Basketball Men's Roster // J
  3. Der Spitzname „The Chosen One“ wurde durch die Sports Illustrated geprägt, die James im Februar 2002 auf ihre Titelseite brachte.
  4. Boxscore Cavaliers – Kings, 29. Oktober 2003
  5. Boxscore Cavaliers – Nets, 27. März 2004
  6. Brandon Jennings 55 Points
  7. ESPN: Playoff-Debüt Triple Double
  8. ESPN: Cavs besiegen Wizards in 6 Spielen
  9. ESPN: Pistons besiegen Cavaliers in 7 Spielen
  10. NBA: All-Star Game 2007 BoxScore
  11. ESPN: „Elias says …“, 20. April 2007
  12. ESPN: Cavaliers sweep Wizards
  13. ESPN: Cavaliers besiegen Nets
  14. ESPN: LeBron dominiert Pistons in Spiel 5
  15. NBA @ YouTube: LeBron takes over Game 5
  16. YahooSports: LeBron James youngest to 10k
  17. ESPN: Cavaliers – Knicks BoxScore
  18. YahooSports: LeBron takes the scoring crown
  19. ESPN: Celtics win game 7
  20. NBA: LeBron James = MVP
  21. CBS Sports: Cavaliers add Shaq to LeBron's court
  22. ESPN: Jamison joins Cavs
  23. NBA: LeBron James named 2009-10 NBA MVP presented by Kia
  24. ESPN: Worst playoff home loss in team history
  25. AOL Fanhouse: Cavs agree to LeBron Sign-and-Trade
  26. Sun Sentinel: Heat fall to Jazz despite James' Triple-Double
  27. Huffington Post: LeBron James' 2nd Triple Double 2010-2011
  28. Miami Herald: LeBron scores 51 points
  29. NBA All-Star Game 1997
  30. spiegel.de: Bryant dominiert bei West-Sieg
  31. Fox Sports Florida: Olajuwon thrilled by LeBron's breakthrough
  32. NBA: 20.000 Punkte von LeBron James. In: DiePresse.com. 17. Januar 2013, abgerufen am 13. Februar 2013.
  33. Peter Ahrens: NBA: LeBron James ist der neue Rekordschütze. In: spiegel.de. 13. Februar 2013, abgerufen am 13. Februar 2013.
  34. LeBron James' 61 points in win set career, Heat records (Englisch). In: espn.go.com. 4. März 2014, abgerufen am 4. März 2014.
  35. NBA: James löst Vertrag bei den Heat auf. In: sky.de. 24. Juni 2014, abgerufen am 24. Juni 2014.
  36. LeBron James Returns To Cleveland
  37. How LeBron James is aging. In: ESPN.com. 28. August 2013, abgerufen am 27. Juni 2014.
  38. The Evolution of King James. In: Grantland.com. 29. März 2013, abgerufen am 27. Juni 2014.
  39. LeBron James isn't clutch? Think again. In: ESPN.com. 23. Mai 2013, abgerufen am 27. Juni 2014.
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