Le Grand Hornu

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Blick von Außen Richtung Innenhof

Le Grand Hornu ist ein Ortsteil mit einem Denkmalensemble einer ehemaligen Industriesiedlung, acht Kilometer westsüdwestlich vom Stadtzentrum von Mons im Hennegau in Belgien. Es wurde zwischen 1820 und 1830 nach Plänen von Bruno Renard (1781–1861), von dem Bergwerksbesitzer Henri de Georg Legrand (1774–1832) erbaut.

Le Grand Hornu ist ein Muster funktionaler urbaner Planung im Industriezeitalter. Zu dem ovalen Komplex im Zentrum gehören die ehemaligen Arbeiterquartiere (425 Wohnhäuser in einer Gartenstadt), Büros, Läden, Heuschuppen, Stallgebäude, Werkstätten, eine ehemalige Zuckerfabrik und Speicher sowie das Château Bossu, das Herrenhaus der Familie. Die Architektur der aus Backstein erbauten Anlage ist durch neoklassizistische Elemente geprägt. Nachdem in den 1950er Jahren die Zechen der Borinage stillgelegt waren, verfiel der Komplex. Heute in Privatbesitz und restauriert ist Le Grand Hornu eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Industriezeitalters in Europa.

Literatur[Bearbeiten]

  • Yves Robert: Le Complexe industriel du Grand-Hornu, éd. Scala, Paris, 2002, 86 p. ISBN 2-86656-305-0
  • Hubert Watelet: Le Grand-Hornu, Joyau de la révolution industrielle et du Borinage, éd. Lebeer-Hossmann, 2e éd. 1993

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grand-Hornu – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

50.4352777777783.8394444444444Koordinaten: 50° 26′ 7″ N, 3° 50′ 22″ O