Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung

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Basisdaten
Titel: Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln
Kurztitel: Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung
Abkürzung: LMKV
Art: Bundesrechtsverordnung
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Besonderes Verwaltungsrecht, Lebensmittelrecht
Fundstellennachweis: 2125-40-25
Ursprüngliche Fassung vom: 22. Dezember 1981
(BGBl. I S. 1625, 1626)
Inkrafttreten am: 3. August 1984
Neubekanntmachung vom: 15. Dezember 1999
(BGBl. I S. 2464)
Letzte Änderung durch: Art. 2 VO vom 25. Februar 2014
(BGBl. I S. 218)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
7. März 2014
(Art. 4 ÄndVO vom 25. Februar 2014)
Außerkrafttreten: 12. Dezember 2014 (mit Ausnahmen)
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.
Elemente der Kennzeichnung auf einer Mehlpackung

Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) regelte bis Ende 2014 in Deutschland die Kennzeichnung von Lebensmitteln, die in Fertigpackungen an den Endverbraucher abgegeben werden.

  • Fertigpackungen sind Packungen, die in Abwesenheit des Verbrauchers befüllt und verschlossen wurden.
  • Endverbraucher sind alle Haushalte; ihnen gleichgestellt sind Gaststätten und Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung.

Ersatz durch LMIV[Bearbeiten]

Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung hat ihre Wirkung zum 13. Dezember 2014 verloren und wurde durch die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV, EU-Verordnung 1169/2011) abgelöst.[1]

Im November 2011 wurde die LMIV der EU im Amtsblatt verkündet (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011) und ist in allen Mitgliedsstaaten der EU verbindlich zur Anwendung vorgeschrieben.[2] Ausnahmen sind die Nährwertkennzeichnung (ab Dezember 2016 verbindlich vorgeschrieben, Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe l) und die „speziellen Anforderungen an die Bezeichnung ‚Hackfleisch/Faschiertes‘“ (trat am 1. Januar 2014 in Kraft).[3]

Elemente der Kennzeichnung[Bearbeiten]

  1. die Verkehrsbezeichnung
  2. der Name oder die Firma und die Anschrift des Herstellers, des Verpackers oder Vertreibers
  3. das Verzeichnis der Zutaten (in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils zum Zeitpunkt ihrer Verwendung bei der Herstellung – ohne Mengenangabe)
    1. Quid-Regel – Mengenangabe doch erforderlich, wenn eine Zutat besonders hervorgehoben wird durch Wort oder Bild
  4. das Mindesthaltbarkeitsdatum oder, bei in mikrobiologischer Hinsicht sehr leicht verderblichen Lebensmitteln, das Verbrauchsdatum
  5. die Mengenangaben/Füllmenge

Seit dem 25. November 2005 müssen in der EU auch bestimmte Allergene in Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Siehe Allergenkennzeichnung.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Außerkrafttreten der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung. 13. Dezember 2014, abgerufen am 13. Dezember 2014.
  2. EurActiv.de: "Startschuss für neue EU-Vorgaben zur Lebensmittel-Kennzeichnung. Abgerufen 13. Dezember 2014
  3. VERORDNUNG (EU) Nr. 1169/2011 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV), abgerufen am 10. Januar 2015
  4. BMEL: Allergenkennzeichnung auf verpackten Lebensmitteln ist Pflicht. Abgerufen 24. Mai 2014.
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