Lee Greenwood

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Lee Greenwood

Lee Greenwood (* 27. Oktober 1942 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger. Lee Greenwood war während der achtziger Jahre einer der erfolgreichsten Vertreter des Country-Pop.

Anfänge[Bearbeiten]

Nach der Trennung seiner Eltern wuchs Lee in Sacramento auf der Hühnerfarm seiner Großeltern auf.[1] Im Alter von sieben Jahren begann er Saxophon zu spielen, mit neun Jahren wurde er Mitglied einer Tanzkapelle. 1969 schloss er sich der Chester-Smith-Band an und hatte erste Fernsehauftritte. Wenig später wurde er vom Country-Musiker Del Reeves engagiert.

Seine erste Band, Apollo, gründete er 1962. Die Band, die sich später in Lee Greenwood Affair umbenannte, spielte überwiegend Pop-Musik und trat hauptsächlich in den Kasinos von Las Vegas auf. In Los Angeles wurden beim dortigen Paramount-Label einige Schallplatten eingespielt. Nachdem die Band Anfang der siebziger Jahre auseinanderfiel, kehrte Greenwood nach Las Vegas zurück, wo der tagsüber als Black-Jack-Croupier arbeitete und abends als Sänger auftrat.

Karriere[Bearbeiten]

1979 wurde er bei einem Auftritt in Reno von Larry McFaden, dem Bandleader und Bassisten von Mel Tillis entdeckt. Nach Produktion einiger Demo-Bänder wurde Greenwood 1981 vom Nashviller MCA-Label als Interpret und Songwriter unter Vertrag genommen. McFaden wurde sein Manager.

Die erste Single, It Turns Me Inside Out, schaffte es gleich unter die ersten 20 der Country-Charts. Ring On Her Finger, Time On Her Hand platzierte sich in der Top 10. Es war die Zeit, in der Pop-Klänge die Country-Musik dominierten und für hohe Umsätze sorgten. Lee Greenwood, dessen leicht heisere Stimme unüberhörbar an Kenny Rogers erinnerte, hatte den bestmöglichen Zeitpunkt für seinen Karrierestart erwischt. Die Country Music Association zeichnete ihn 1983 als besten männlichen Sänger aus. Im gleichen Jahr hatte er zwei Nummer-1-Hits: Somebody's Gonna Love You und Going, Going, Going.

Es folgte eine lange Serie weiterer Top-10-Erfolge, darunter etliche Nummer-1-Hits. Auch seine Duette mit Barbara Mandrell erreichten hohe Chart-Platzierungen. Am erfolgreichsten war 1984 die gemeinsame Single To Me, die Platz Drei erreichte. Im gleichen Jahr gewann er den Grammy als bester Country-Sänger. Der selbstgeschriebene Song God Bless the U.S.A., der Anfang 1985 und einige Jahre später während des zweiten Golfkriegs erneut zum Hit wurde, erhöhte seinen Bekanntheitsgrad sprunghaft. Er erhielt mehrere bedeutende Auszeichnungen, darunter die "Congressional Medal of Honor Society's Patriot Award" und den "American Legion National Commander’s Public Relations Award". Außerdem wurde er offizielles Maskottchen des Flugzeugträgers USS Theodore Roosevelt.

Seine Erfolgssträhne war erst zu Beginn der neunziger Jahre zu Ende, als die Neuen Traditionalisten den Country-Pop verdrängten. Infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA wurde God Bless the U.S.A erneut zum Hit und sein bereits 1992 erschienenes Album American Patriot vergoldet.

Politische Ansichten[Bearbeiten]

Lee Greenwood ist langjähriges Mitglied der Republikanischen Partei. Greenwood unterstützte Präsident George Bush im Wahlkampf und später dessen Sohn George W. Bush und trat immer wieder für die Belange des Militärs ein. Im November 2008 wurde er vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush für eine sechsjährige Amtszeit zum Mitglied des National Council on the Arts, dem obersten Verwaltungsgremium des National Endowment for the Arts, ernannt.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1982 - Inside Out (MCA)
  • 1984 - Somebody's Gonna Love You (MCA)
  • 1984 - You've Got A Good Love Comin' (MCA)
  • 1984 - The Wind Beneath My Wings (MCA)
  • 1985 - Streamline (MCA)
  • 1985 - Christmas To Christmas (MCA)
  • 1986 - Love Will Find It's Way To You (MCA)
  • 1988 - This Is My Country (MCA)
  • 1989 - If Only For One Night (MCA)
  • 1990 - Holdin' A Good Hand (Capitol)
  • 1991 - When You're In Love (Capitol)
  • 1992 - American Patriot (Liberty)
  • 1992 - Love's On The Way (Liberty)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lee Greenwood bio on Greenwood's official site. Abgerufen am 2014-14-6.
  2. Bush appoints Lee Greenwood to National Arts Council, Los Angeles Times. 3. November 2008. 

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lee Greenwood – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien