Lee Ho-chol

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Lee Ho-chol
Hangeul 이호철
Hanja 李浩哲
Revidierte Romanisierung I Ho-cheol
McCune-Reischauer Yi Ho-ch’ŏl
siehe auch: Koreanischer Name

Lee Ho-cheol[1] oder auch Lee Ho-chol (* 15. März 1932 in Wŏnsan, heutiges Nordkorea) ist ein südkoreanischer Schriftsteller.[2]

Leben[Bearbeiten]

Lee Ho-chol wurde als Sohn einer Bauernfamilie in der Hafenstadt Wŏnsan im heutigen Nordkorea geboren. Im Juli 1950, als er Schüler der 12. Klasse war, wurde er von der Volksarmee rekrutiert und geriet in der Provinz Kangwŏn in Kriegsgefangenschaft.[3] Nach der Freilassung und seiner späteren Flucht in den Süden verdiente er sich seinen Unterhalt als Hafenarbeiter oder Arbeiter in einer Nudelfabrik, bis er als Wachmann beim Nachrichtendienst der US-Armee angestellt wurde.

In dieser Zeit begann er Romane und Erzählungen zu schreiben. Mit der Veröffentlichung von Heimatverlust 1955 debütierte er auf der literarischen Bühne. 1962 brachte ihm Panmunjeom den Preis für Nachwuchstalente von der Zeitschrift „Moderne Literatur“, und Mitgenommen 1962 den Dongin-Literaturpreis. Das schriftstellerische Renommee bedeutete aber nicht, dass er in der neuen Gesellschaft Fuß fasste. Sein Leben war nach wie vor das eines Entwurzelten, der allein und weit entfernt von seiner Heimat, von Eltern und Geschwistern - sein Leben bewältigen musste. Lees Schriften sind auch eine Dokumentation seiner persönlichen Geschichte. Was er aufgrund seiner eigenen Erlebnisse zeigt, ist die Tragödie der Nationalgeschichte Koreas.

Gegenwärtig engagiert er sich für die Gründung einer Akademie für koreanische Literatur in Yanbian, d.h. im Autonomiegebiet des koreanischen Volkes in China. Zudem engagiert er sich für die nationale Wiedervereinigung und hat aus diesem Anlass mehrmals Nordkorea besucht.[4]

Arbeiten (Auszug)[Bearbeiten]

Koreanisch[Bearbeiten]

  • 문학 예술 (Die Akt-Skulptur) Seoul: Sasangge 1961
  • 소시민 (Kleine Leute) Seoul: Shin Gu 1965
  • 사월과 빙원 (Eisfeld im April) Seoul: Eul Yoo 1967
  • 탈향 (Mitgenommen) Seoul: Samjungdang 1972
  • 서울은 만원(滿員)이다 (Seoul ist voll) Seoul: Samsung 1972
  • 이단자 (Der Abtrünnige) Seoul: Changbi 1974
  • 南風北風 (Südwind-Nordwind) Seoul: Hyunam 1975
  • 판문점 (Panmunjeom) Seoul: Bumwoo 1976
  • (Ein pensionierter Maat) Seoul: Koreaone 1989
  • 남녘 사람 북녘 사람 (Menschen aus dem Norden. Menschen aus dem Süden) Seoul: Premiumbooks 1996
  • (Schluchzen über Diaspora und Verwandtschaft) Seoul: Changbi 2001

Verfilmungen[Bearbeiten]

  • 서울은 만원이다 (Seoul ist voll) 1967

Übersetzungen[Bearbeiten]

Deutsch[Bearbeiten]

Englisch[Bearbeiten]

  • Southerners, Northerners Norwalk: EastBridge 2004

Französisch[Bearbeiten]

  • Gens du sud, gens du nord Marseille: Autres Temps 2003

Spanisch[Bearbeiten]

  • El ciudadano pequeo Mexico: Universidad de Guadalajara 1999

Polnisch[Bearbeiten]

  • Pónoc-Poudnie Nobilitas 1999

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2012 - 제53회 3,1 문화상 예술상 (53. 3.1 Literaturpreis Künstlerpreis)
  • 2004 - 독일 예나대학 프리드리히 실러 메달 (Deutsche Friedrich-Schiller-Medaille der Universität Jena)
  • 1998 - 대한민국예술원상 (Künstlerpreis der Republik Korea)
  • 1996 - 대산문학상 (Taesan Literaturpreis)
  • 1989 - 대한민국문학상 (Literaturpreis der Republik Korea)
  • 1962 - 동인문학상 (Tongin Literaturpreis)
  • 1961 - 현대문학상 신인상 (Hyŏndae Literaturpreis für Newcomer)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Korean Literature Authors Name Authority Database: 이호철, abgerufen am 26. Januar 2014 (englisch)
  2. Naver: People: 이호철, abgerufen am 29. Juli 2013 (koreanisch).
  3. LTI Korea: Author Database: Lee Ho-chol, abgerufen am 26. Juli 2013 (englisch).
  4. LTI Korea: 문인DB: Lee Ho-chol, abgerufen am 26. Juli 2013 (koreanisch).
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Lee ist hier somit der Familienname, Ho-chol ist der Vorname.