Leerlaufprozess

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Der sogenannte Leerlaufprozess (engl. idle task) ist ein „Pseudo“-Prozess, der in vielen Betriebssystemen immer dann Prozessorzeit bekommt, wenn kein anderer Prozess ausgeführt wird.[1][2] Dies kann der Fall sein, wenn keinerlei Prozesse zur Ausführung bereitstehen, weil sie z. B. auf E/A-Operationen warten. Auf diese Weise kann der Prozess-Scheduler vereinfacht werden, da dieser Fall nicht gesondert behandelt werden muss, sondern einfach der Leerlaufprozess eingeplant wird.

Heutzutage sind mit dem Wechsel in den Leerlaufprozess meistens Instruktionen verbunden, welche die CPU in einen stromsparenden Modus versetzen bzw. heruntertakten, so z. B. den HLT-Befehl (Abkürzung für „halt“) auf x86-Prozessoren.[3]

In dem Betriebssystem Windows wird der Leerlaufprozess im Taskmanager im Reiter „Prozesse“ immer angezeigt und beansprucht oft scheinbar viel Prozessorleistung. Hierbei handelt es sich um die ungenutzte Rechenzeit, das heißt um die Kapazität, die nicht von Anwendungen beansprucht wird. Die Summe der Anteile aller laufenden Prozesse an der Prozessorauslastung (einschließlich des Leerlaufprozesses) beträgt also immer 100 %. Im Reiter „Systemleistung“ wird allerdings nur die von anderen Prozessen genutzte CPU-Leistung angezeigt, die „Auslastung“ durch den Leerlaufprozess fließt hierbei nicht in die Summe ein.

Auf unixähnlichen Betriebssystemen ist in der Regel das Kommandozeilen-Programm top installiert, das in der dritten Zeile einen mit id (für idle task, s. o.) markierten Wert für den prozentualen Anteil des Leerlaufprozesses an der Gesamtauslastung aller Prozessoren des Systems ausgibt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Guido Herrtwich, Günter Hommel: Nebenläufige Programme. Springer Verlag. 2. Ausgabe 1994. S. 72.
  2. Andrew S. Tanenbaum: Moderne Betriebssysteme von . Person Studium. 3. Ausgabe. S. 195.
  3. Martin Grotegut: Windows 7. Springer Verlag 2011. S. 98.