Legespiel

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Ein Legespiel bezeichnet ein Spiel, bei dem als Spielmaterial hauptsächlich Karten, Kärtchen oder festere Täfelchen verwendet werden, die dazu meist auf einem zuvor leeren Tisch ausgelegt werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Älteste Quellen zum klassischen Legespiel Domino legen als Entstehungsbereich China nahe und als Zeitpunkt etwa 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Zu der Kategorie zählen jedenfalls auch Legespiele mit Buchstaben und Bildern.[1] Zählte man gar das Mosaik zu den Spielen, so wäre die Entstehung sogar 4000 Jahre zurück zu datieren.

Ziele[Bearbeiten]

Allen Legespielen gemein ist, durch das Auslegen das Spielziel zu erreichen, sei es nun ästhetisch oder strategisch. Meist werden die ausgelegten Teile nicht zurück- oder weggenommen und wenn doch, wird dadurch das Spielziel nicht berührt. Gemeinsam ist allen Legespielen die Übersichtlichkeit und die meist gute Erkennbarkeit, da sie fast immer mit Symbolen, Punkten oder Zahlen gekennzeichnet sind. Bei manchen Spielen sind die Spielsteine so dick, dass sie auch auf den Tisch aufgestellt werden können, damit der Mitspieler sie nicht einsieht auch verdeckt. Diesem Zweck dienen manchmal auch kleine Bänkchen, wo sie geordnet und sortiert werden.

Das Auslegen geschieht meist nach vorgegebenen Regeln in Reihen, Folgen, Sequenzen oder auch nach vorgezeichneten Bildern. Für viele Varianten existieren inzwischen auch Reiseausführungen, so dass man sie oft problemlos transportieren kann. Das Auslegen auf dem Tisch oder dem Boden ist platzmäßig meist unproblematisch. Manchmal sind Legespiele und Kartenspiele inhaltlich nur schwer zu unterscheiden. Entscheidend sollte das Auslegen sein, das den Ausschlag zur Einordnung gibt.

Unterscheidung[Bearbeiten]

Buchstabenlegespiel Typdom von 1930

Erwin Glonnegger vom deutschen Spielearchiv in Marburg unterscheidet in seiner Klassifikation sieben Kategorien von Legespielen:[2]

Teilweise erfüllen die Legespiele auch mehrere Spielarten. So sind oft Denkspiel und Glücksspiele in ihnen enthalten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erwin Glonnegger: Das Spielebuch; Brett- und Legespuele aus aller Welt, München Hugendubel, ISBN 3880343578, Seite 76
  2. http://www.deutsches-spiele-archiv.de/index.php?id=33

Weblinks[Bearbeiten]

Eric W. Weisstein: Zerlegespiele. In: MathWorld (englisch).