Leiblfing

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Niederbayern. Für das Dorf bei Pettnau in Tirol siehe Leiblfing (Gemeinde Pettnau). Für das niederbayerische Adelsgeschlecht siehe Leublfing.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leiblfing
Leiblfing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leiblfing hervorgehoben
48.76666666666712.516666666667366Koordinaten: 48° 46′ N, 12° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 366 m ü. NHN
Fläche: 78,38 km²
Einwohner: 4122 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94339
Vorwahl: 09427
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 146
Gemeindegliederung: 51 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Leiblfing
Schulstr. 6
94339 Leiblfing
Webpräsenz: www.gemeinde-leiblfing.de
Bürgermeister: Wolfgang Frank (CSU)
Lage der Gemeinde Leiblfing im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Das Rathaus der Gemeinde
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Leiblfing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Leiblfing liegt in der Region Donau-Wald an der Aiterach im südlichen Landkreis Straubing-Bogen zwischen Straubing und Dingolfing.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Leiblfing hat 51 amtlich benannte Ortsteile (in Klammern: Zahl der Einwohner; Stand: 15. November 2003)[2]:

Es gibt die Gemarkungen Eschlbach, Hailing, Hankofen, Leiblfing, Metting, Obersunzing, Schwimmbach und Hainsbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ursprünglichen Grundherren von Leiblfing, aber auch Eschlbach, Walting und Hailing waren die Grafen von Leonsberg. Leiblfing gehörte später zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Leonsberg des Kurfürstentums Bayern.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Leiblfing wurde auch durch Anneliese Michel bekannt, deren Mutter aus dem Ort stammte. Obwohl Anneliese Michel in Leiblfing geboren wurde (auf Wunsch ihrer Mutter), war sie nie hier wohnhaft, sondern wuchs in Klingenberg am Main auf. Weltweite Aufmerksamkeit erregte ihr tragischer Todesfall, weil in den Monaten vor ihrem Tod zwei katholische Priester mehrfach den Großen Exorzismus an ihr vollzogen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eschlbach eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Obersunzing hinzu.[3] Hailing, Hankofen, Metting und Schwimmbach sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Hainsbach und Oberpiebing folgten am 1. Mai 1978.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1910: 0.609 Einwohner (Volkszählung am 1. Dezember 1910)
  • 1961: 3.410 Einwohner (Volkszählung am 6. Juni 1961)
  • 1970: 3.392 Einwohner (Volkszählung am 27. Mai 1970)
  • 1987: 3.395 Einwohner (Volkszählung am 25. Mai 1987)
  • 2000: 3.839 Einwohner
  • 2010: 4.150 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Wolfgang Frank (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Hammerschmid (CSU/Wählergruppe).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.888.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 381.000 €.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 515 und im Bereich Handel und Verkehr 85 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 109 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.350. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 223 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 5.296 ha, davon waren 5.025 ha Ackerfläche und 269 ha Dauergrünfläche. Leiblfing ist Unternehmenssitz des Bauzulieferers Max Frank GmbH & Co. KG.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 113 Kindern
  • Kindertagesstätten: 1 mit 50 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 22 Lehrern und 358 Schülern
  • Mittelschulen: 1
  • Volkshochschulen: 1

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

DJK Leiblfing[Bearbeiten]

Auf Drängen vieler Jugendlicher gründete im Sommer 1951 Pfarrer Josef Niedermeier die DJK Leiblfing. Er war es auch, der durch Grundstücksverhandlungen (Pfarrpfründe gegen Wiesen) mit den Familien Lichtinger, Obersunzing und Emer, Leiblfing, die Grundlage für einen Fußballplatz schaffen konnte. Unter Mithilfe vieler Sportler war der Platz dann im Oktober fertig. Dieser erste Fußballplatz lag an den heutigen Straßen Wiesenweg/Am Anger. Hier kickte als Schüler noch der bekannteste Leiblfinger Fußballer Alfred Kohlhäufl, der sich als Jugendlicher später der höherklassigen SpVgg Plattling anschloss und unter anderem in der Bundesliga für den TSV 1860 München und Borussia Dortmund spielte. Die Anwesen Am Anger 1 – 3 stehen auf dem ehemaligen Fußballplatz. Im Rahmen einer großen Flurbereinigung in den 60er Jahren wurden neue Sportflächen zwischen der Sportplatzstraße und Straubinger Straße geschaffen, die dem Verein heute zur Verfügung stehen.
Abteilungen: Fußball, Volleyball, Tennis, Tischtennis, Eisstock, Budo und Skisport

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leiblfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=&attr=OBJ&val=839
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 und 633.