Leidschendam-Voorburg
Flagge |
Wappen |
| Provinz | |
| Sitz der Gemeinde | Leidschendam |
| Fläche – Land – Wasser |
35,60 km² 33,75 km² 1,85 km² |
| CBS-Code | 1916 |
| Einwohner | 72.052 (31. Dez. 2010[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 2.024 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 52° 5′ N, 4° 23′ O52.094.39Koordinaten: 52° 5′ N, 4° 23′ O |
| Vorwahl | 0031-70 |
| Postleitzahlen | 226*/227* |
| Website | www.leidschendam-voorburg.nl |
Leidschendam-Voorburg (
anhören?/i) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Südholland. Sie entstand aus den zusammengewachsenen Orten Leidschendam und Voorburg, die am 1. Januar 2002 fusionierten und dem kleinen Dorf Stompwijk. Die Gemeinde zählte am 31. Dezember 2010 laut Angabe des CBS 72.052 Einwohner bei einer Gesamtfläche von 35,6 km². Die Stadt ist Sitz des Sondertribunals für den Libanon und des Sondergerichtshofs für Sierra Leone.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage und Wirtschaft
Die Gemeinde liegt unmittelbar nordöstlich von Den Haag und kann als dessen Vorort betrachtet werden. Voorburg hat einen Bahnhof an der Linie Den Haag - Utrecht. Leidschendam hat einen Bahnhof an der Linie Den Haag - Leiden. Auch die Autobahnen zwischen diesen Städten, deren Benutzer oft durch Staus geplagt werden, durchqueren die Gemeinde.
Die meisten Einwohner von Leidschendam-Voorburg sind Pendler, die ihre Arbeit in Den Haag haben. Nach Südosten gibt es etwas Landwirtschaft und Gartenbau. In der Gemeinde ist eine Fabrik, die Aufzüge herstellt, und noch einige kleine Handels- und Industriebetriebe. Mehrere der alten Herrenhäuser sind als Anstalt für Behinderte, u. a. für Gehörlose in Gebrauch.
[Bearbeiten] Geschichte
Möglicherweise lebten auf dem Grundgebiet der Gemeinde um 2700 v. Chr. Menschen der Vlaardingen-Kultur.
Im Jahr 47 ließ der römische General Gnaeus Domitius Corbulo hier die Fossa Corbulonis graben. Dieser Corbulo-Graben besteht zum Teil heute noch als Rijn-Schie-Kanal. Auf dem Gebiet der Caninefaten entstand die Siedlung Forum Hadriani, im Jahr 121 nach Kaiser Hadrianus benannt. Um 270 mussten die Römer jedoch diese Stadt räumen.
Um 900 gab es, auf einem Sandrücken, ein Dorf Foreburg, und beim heutigen Leidschendam, an einem „Vliet“ genannten Bach eine Siedlung „Veur“. Um 1200 entstand bei Veur ein zweites Dorf, Wilsveen, das jedoch nicht mehr besteht. In der Gegend ,die nach Osten hin moorig und sumpfig ist, und dessen Polder nur durch sehr viele Windmühlen trocken gemahlen werden konnten, wurde zwischen etwa 1550 und 1800 viel Torf abgebaut. Dadurch entstanden östlich der Gemeinde einige Seen, die dann wieder eingedeicht werden mussten, und wo jetzt Zoetermeer liegt.
Der Haager Dichter Constantijn Huygens (1596–1687) ließ sich in Voorburg das Herrenhaus Hofwijck bauen. Auch andere reiche und einflussreiche Personen machten das. Dadurch verschwand der Wald und machte den Parks und Gärten der Landsitze Platz. Durch diese Nachfrage entstand auch Gartenbau und Handel mit Zierpflanzen. Ab etwa 1890 wurde der Ort als Vorstadt von Bedeutung, als auch einfachere Haager Beamten usw. sich hier Häuser bauen ließen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten von Leidschendam und Voorburg zählt jeweils eine Kirche; jene in Voorburg istspätgotisch aus dem 15. Jahrhundert.
Die Windmühle „De Vlieger“ ist als Museum eingerichtet.
Das Herrenhaus „Hofwijck“ und die ehemalige Herberge „Swaenstein“ beherbergen je ein kleines Museum (letzteres auch mit Funden aus der Römerzeit).
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Leidschendam-Voorburg unterhält Städtepartnerschaften mit
Hranice, Tschechien, seit 1990
Konstancin-Jeziorna, Polen, seit 1994
Temecula, Vereinigte Staaten, seit 1993
[Bearbeiten] Töchter und Söhne der Stadt
- Guillaume Groen van Prinsterer (1801–1876), Staatsmann, Geschichtsschreiber und Publizist
- Koos van der Wildt (1905-1985), Fußballspieler
- Willem van Genk (1927–2005), Maler und Grafiker
- Einbert-Jan Langevoort (1929–1993), Theologe
- Bertha Brouwer (1930–2006), Sprinterin
- André Middelhoek (* 1931), Beamter und Präsident des Europäischen Rechnungshofes
- Gerben Karstens (* 1942), Radrennfahrer
- Alfred Vierling (* 1949), politischer Aktivist
- Johan de Meij (* 1953), Komponist und Dirigent
- Karel van Steenhoven (* 1958), Blockflötist, Komponist und Hochschullehrer
- Frank Visser (* 1958), Autor, Theosoph und Religionspsychologe
- Han Kulker (* 1959), Mittelstreckenläufer
- Kartika Liotard (* 1971), Juristin und Politikerin
- Robert Jensen (* 1973), Fernsehmoderator
- Fulco van Gulik (* 1979), Radrennfahrer
- Eljero Elia (* 1987), Fußballspieler
- Maurice Vrijmoed (* 1988), Radrennfahrer
- Dylan van Baarle (* 1992), Radrennfahrer
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsstatistik, 29. März 2011 – Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
- ↑ Taylor-Anwalt verweigert Schlussplädoyer. In: ORF. 9. Februar 2011, abgerufen am 9. Februar 2011 (deutsch).
Alblasserdam | Albrandswaard | Alphen aan den Rijn | Barendrecht | Bergambacht | Bernisse | Binnenmaas | Bodegraven-Reeuwijk | Boskoop | Brielle | Capelle aan den IJssel | Cromstrijen | Delft | Den Haag | Dirksland | Dordrecht | Giessenlanden | Goedereede | Gorinchem | Gouda | Graafstroom | Hardinxveld-Giessendam | Hellevoetsluis | Hendrik-Ido-Ambacht | Hillegom | Kaag en Braassem | Katwijk | Korendijk | Krimpen aan den IJssel | Lansingerland | Leerdam | Leiden | Leiderdorp | Leidschendam-Voorburg | Liesveld | Lisse | Maassluis | Middelharnis | Midden-Delfland | Nederlek | Nieuw-Lekkerland | Nieuwkoop | Noordwijk | Noordwijkerhout | Oegstgeest | Oostflakkee | Oud-Beijerland | Ouderkerk | Papendrecht | Pijnacker-Nootdorp | Ridderkerk | Rijnwoude | Rijswijk | Rotterdam | Schiedam | Schoonhoven | Sliedrecht | Spijkenisse | Strijen | Teylingen | Vlaardingen | Vlist | Voorschoten | Waddinxveen | Wassenaar | Westland | Westvoorne | Zederik | Zoetermeer | Zoeterwoude | Zuidplas | Zwijndrecht