Leidschendam-Voorburg

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Gemeinde Leidschendam-Voorburg
Flagge der Gemeinde Leidschendam-Voorburg
Flagge
Wappen der Gemeinde Leidschendam-Voorburg
Wappen
Provinz Südholland Südholland
Sitz der Gemeinde Leidschendam
Fläche
 – Land
 – Wasser
35,60 km²
33,75 km²
1,85 km²
CBS-Code 1916
Einwohner 73.342 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 2060 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 5′ N, 4° 23′ O52.094.39Koordinaten: 52° 5′ N, 4° 23′ O
Vorwahl 070
Postleitzahlen 2261–2275
Website www.leidschendam-voorburg.nl
Lage von Leidschendam-Voorburg in den Niederlanden
Rathaus der Gemeinde in Voorburg
Leidschendam, Kirche und Zugbrücke

Leidschendam-Voorburg ( anhören?/i) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Südholland. Sie entstand aus den zusammengewachsenen Orten Leidschendam und Voorburg, die am 1. Januar 2002 fusionierten und dem kleinen Dorf Stompwijk. Die Gemeinde zählte am 1. Januar 2014 laut Angabe des CBS 73.342 Einwohner bei einer Gesamtfläche von 35,6 km². Die Stadt ist Sitz des Sondertribunals für den Libanon und des Sondergerichtshofs für Sierra Leone.[2]

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt unmittelbar nordöstlich von Den Haag und kann als dessen Vorort betrachtet werden. Voorburg hat einen Bahnhof an der Linie Den Haag - Utrecht. Leidschendam hat einen Bahnhof an der Linie Den Haag - Leiden. Auch die Autobahnen zwischen diesen Städten, deren Benutzer oft durch Staus geplagt werden, durchqueren die Gemeinde.

Die meisten Einwohner von Leidschendam-Voorburg sind Pendler, die ihre Arbeit in Den Haag haben. Nach Südosten gibt es etwas Landwirtschaft und Gartenbau. In der Gemeinde ist eine Fabrik, die Aufzüge herstellt, und noch einige kleine Handels- und Industriebetriebe. Mehrere der alten Herrenhäuser sind als Anstalt für Behinderte, u. a. für Gehörlose in Gebrauch.

Geschichte[Bearbeiten]

Möglicherweise lebten auf dem Grundgebiet der Gemeinde um 2700 v. Chr. Menschen der Vlaardingen-Kultur.

Im Jahr 47 ließ der römische General Gnaeus Domitius Corbulo hier die Fossa Corbulonis graben. Dieser Corbulo-Graben besteht zum Teil heute noch als Rijn-Schie-Kanal. Auf dem Gebiet der Caninefaten entstand die Siedlung Forum Hadriani, im Jahr 121 nach Kaiser Hadrianus benannt. Um 270 mussten die Römer jedoch diese Stadt räumen.

Um 900 gab es, auf einem Sandrücken, ein Dorf Foreburg, und beim heutigen Leidschendam, an einem „Vliet“ genannten Bach eine Siedlung „Veur“. Um 1200 entstand bei Veur ein zweites Dorf, Wilsveen, das jedoch nicht mehr besteht. In der Gegend, die nach Osten hin moorig und sumpfig ist, und dessen Polder nur durch sehr viele Windmühlen trocken gemahlen werden konnten, wurde zwischen etwa 1550 und 1800 viel Torf abgebaut. Dadurch entstanden östlich der Gemeinde einige Seen, die dann wieder eingedeicht werden mussten, und wo jetzt Zoetermeer liegt.

Der Haager Dichter Constantijn Huygens (1596–1687) ließ sich in Voorburg das Herrenhaus Hofwijck bauen. Auch andere reiche und einflussreiche Personen machten das. Dadurch verschwand der Wald und machte den Parks und Gärten der Landsitze Platz. Durch diese Nachfrage entstand auch Gartenbau und Handel mit Zierpflanzen. Ab etwa 1890 wurde der Ort als Vorstadt von Bedeutung, als auch einfachere Haager Beamten usw. sich hier Häuser bauen ließen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten von Leidschendam und Voorburg zählt jeweils eine Kirche; jene in Voorburg ist spätgotisch aus dem 15. Jahrhundert.

Die Windmühle „De Vlieger“ ist als Museum eingerichtet.

Das Herrenhaus „Hofwijck“ und die ehemalige Herberge „Swaenstein“ beherbergen je ein kleines Museum (letzteres auch mit Funden aus der Römerzeit).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Leidschendam-Voorburg unterhält Städtepartnerschaften mit

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leidschendam-Voorburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Taylor-Anwalt verweigert Schlussplädoyer. In: ORF. 9. Februar 2011, abgerufen am 9. Februar 2011 (deutsch).