Leiko Ikemura

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Leiko Ikemura (jap. イケムラレイコ, eigentlich: 池村 玲子, Ikemura Reiko; * 22. August 1951 in Tsu, Präfektur Mie) ist eine japanisch-schweizerische Malerin, Graphikerin und Bildhauerin.

Biografie[Bearbeiten]

Als Nachkriegskind geboren, verbrachte Leiko Ikemura ihre Jugend im durch Zerstörung und von Entbehrung gezeichneten Japan. Sie studierte spanische Literatur an der Fremdsprachen-Universität Ōsaka und wanderte 1972 nach Spanien aus, um das Studium in Salamanca und Granada zu vertiefen. Parallel dazu begann sie in einem Bildhaueratelier plastisch zu arbeiten. Die Zeit von 1973 bis 1978 widmete sie dem Studium der Malerei an der Akademie in Sevilla. Nach ihrer Übersiedlung in die Schweiz hinterließ Leiko Ikemura in der Zürcher Kunstszene der frühen Achtzigerjahre ihre ersten markanten Spuren. Zur selben Zeit zeigte der Bonner Kunstverein erstmals ihre Arbeiten. Auf Einladung der Stadt Nürnberg betätigte sie sich 1983 neun Monate als Stadtzeichnerin und zeigte ihre Arbeiten danach in einer viel beachteten Einzelausstellung in der Kunsthalle Nürnberg. Eine Rückkehr in die Schweiz erschien Ikemura danach nicht mehr möglich. 1983 beteiligte sich Ikemura an der Aktuell 83. Es zog sie 1985 nach Köln ins damalige Epizentrum der zeitgenössischen Kunst. Es folgten zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, wie 1987 im Museum für Gegenwartskunst (Basel) (solo), 1988 Made in Cologne in der Dumont Kunsthalle, mit Zeitgenossen wie Martin Kippenberger, Sigmar Polke, Rosemarie Trockel u. a. Im Jahr 1999 gestaltete Ikemura anlässlich der Melbourne International Biennial 1999 den Japanischen Pavillon.

1991 folgte sie der Berufung an die Universität der Künste Berlin UdK (damals Hochschule der Künste HdK).

Seither lebt und arbeitet Leiko Ikemura in Berlin und Köln.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1981 Stipendium der Kiefer Hablitzel Stiftung, Bundesamt für Kultur der Schweizerischen Eidgenossenschaft
  • 1981 Preis der Stiftung für die Graphische Kunst in der Schweiz
  • 1983–84: Stadtzeichnerin in Nürnberg, Résidence d'artiste invité par la ville de Nuremberg, Deutschland
  • 1988 Preis der Jury der Internationalen Triennale für Originalgrafik
  • 2001 Deutscher Kritikerpreis für Bildende Kunst, Verband der deutschen Kritiker e. V., Deutschland
  • 2002 The Josef & Anni Albers Foundation, Artist Residency, New Haven, Connecticut, USA
  • 2007 Iserlohner Kunstpreis, Bürgerstiftung der Sparkasse Iserlohn / Wessel-Verein, Deutschland
  • 2008 August Macke Preis des Hochsauerlandkreises
  • 2013 JaDe-Preis der JaDe Stiftung
  • 2014 Cologne-Fine-Art-Preis.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Öffentliche Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Eigene Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • todo y nada. und Wußtest Du, ich habe zwei versteckte Flügel. Nürnberg 2011. ISBN 978-3-86984-206-6 und ISBN 978-3-86984-205-9
  • Shadows. Johan Jonker (Amsterdam), Gabriele Rivet, Köln 1992.
  • Being. Gallery HAM, Nagoya (Japan) 1995.
  • Alpenindianer. Akira Tatehata (Texte). Satani Gallery, Tokyo.
  • Transfiguration Hrsg.: Nationalmuseum für moderne Kunst (The National Museum of Modern Art), Tokyo, MOMAT, Authoren: Mayen Beckmann, Reinhold Neven DuMont, Hara Maiko, Hosaka Kenjiro, Leiko Ikemura, Friedemann Malsch, Mori Ichiro, Tatehata Akira, Katharina Winnekes, Editors: Hara Maiko, Hosaka Kenjiro, Mori Ichiro, Nakamura Reiko, Paperback, 272 p., en, jp, dt, ISBN 978-4-9902409-2-9

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fernsehberichte