Leingewächse

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Leingewächse
Gemeiner Lein (Linum usitatissimum)

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Leingewächse
Wissenschaftlicher Name
Linaceae
DC. ex Perleb

Die Leingewächse (Linaceae) sind eine Familie der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Es gibt etwa 10 bis 16 Gattungen mit etwa 290 Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration des Gemeinen Lein (Linum usitatissimum) aus Köhler's Medizinalpflanzen.

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Die Arten der Leingewächse sind meist krautige Pflanzen, seltener verholzende Pflanzen: Lianen, Sträucher oder sehr selten Bäume.

Die stets ungeteilten, ungestielten Laubblätter sind wechselständig oder gegenständig und meist spiralig angeordnet. Die Blattränder sind glatt oder gesägt. Sie besitzen oft keine Nebenblätter, wenn sie vorhanden sind, dann sind sie klein.

Blütenstände, Blüten und Früchte[Bearbeiten]

In zymös verzweigten Blütenständen sind unterschiedlich aufgebaute Teilblütenstände zusammengefasst.

Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind meist fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind manchmal an der Basis verwachsen. Die fünf Kronblätter sind frei. Es sind ein, zwei oder ganz selten drei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden, ein Teil davon ist oft zu Staminodien umgewandelt. Zwei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.

Es werden innerhalb dieser Familie viele unterschiedliche Fruchttypen ausgebildet (siehe Unterfamilien).

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Familie Linaceae weist Arten von der Dauerfrostzone bis in die Tropen fast weltweit auf.

Man unterteilt die Linaceae in zwei Unterfamilien, die Linoideae und die Hugonioideae. Es gibt insgesamt etwa 10 bis 16 Gattungen mit etwa 290 bis 300 Arten.

Blüte von Linum australe var. australe.
Zwerg-Lein (Radiola linoides)
  • Linoideae: Die Linoideae sind überwiegend krautige Pflanzen mit meist schmalen Blättern und sie bilden nur Kapselfrüchte aus. Man unterscheidet sechs bis acht Gattungen mit etwa 240 Arten:
    • Anisadenia Wall. ex Meisn.: Mit nur zwei Arten vom nordöstlichen Indien, Bhutan, Nepal, nördlichen Myanmar, nördlichen Thailand bis China (beide Arten) verbreitet.
    • Cliococca Bab.: Sie enthält nur eine Art:
    • Hesperolinon (A.Gray) Small: Die etwa 13 Arten kommen nur in Kalifornien vor.
    • Lein (Linum L.): Die etwa 180 Arten sind von gemäßigten bis tropischen Gebieten fast weltweit verbreitet; das Zentrum der Artenvielfalt ist der Mittelmeerraum.
    • Radiola Hill: Mit nur einer Art:
    • Reinwardtia Dumort.: Mit zwei Arten
    • Sclerolinon C.M.Rogers: Sie enthält nur eine Art:
      • Sclerolinon digynum (A.Gray) C.M.Rogers: Sie ist im zentralen und westlichen Amerika verbreitet.
    • Tirpitzia Hallier f.: Sie enthält nur drei Arten in China (zwei Arten) und nordöstlichen Thailand sowie Vietnam.
  • Hugonioideae: Die Hugonioideae (Syn.: Hugoniaceae Arn.) sind meist verholzende Pflanzen, die recht breite Blätter besitzen und eine Steinfrucht oder andere Fruchttypen ausbilden. Sie enthält vier bis acht Gattungen mit etwa 61 Arten:
    • Hebepetalum Benth.: Die drei bis sechs Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Hugonia L.: Die 15 bis 32 Arten sind in den Tropen verbreitet.
    • Indorouchera Hallier f.: Mit ein bis drei Arten in Südostasien verbreitet.
    • Philbornea Hallier f.: Die ein bis drei Arten kommen auf Borneo und den Philippinen vor.
    • Roucheria Planch.: Die fünf bis acht Arten im tropischen Südamerika verbreitet.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leingewächse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien