Leinier Domínguez

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Leinier Domínguez (2008)
Domínguez bei der Schacholympiade 2008 in Dresden
Name Leinier Domínguez Pérez
Schreibweisen Leinier Dominguez Perez (FIDE)
Land KubaKuba Kuba
Geboren 23. September 1983
Havanna
Titel Großmeister (2001)
Aktuelle Elo-Zahl 2760 (Juli 2014)
Beste Elo-Zahl 2768 (Mai 2014)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Leinier Domínguez Pérez (* 23. September 1983 in Havanna) ist ein kubanischer Schachgroßmeister der erweiterten Weltspitze.

Domínguez, der bereits als begabter Jugendlicher zahlreiche Erfolge in nationalen und internationalen Jugendturnieren verbuchte, wurde 1999 Dritter bei der Kubanischen (Senioren-)Meisterschaft. Im selben Jahr wurde er Zweiter in Santa Clara und verbuchte seine erste Norm für den Großmeister-Titel.

2000 wurde er Zweiter bei der Landesmeisterschaft und gewann das Zonenturnier der FIDE in Valencia. Im selben Jahr debütierte er in der Nationalmannschaft auf der Schacholympiade in Istanbul (+5, -2, =3) und wurde Großmeister. 2002 gewann er erstmals die Kubanische Meisterschaft und siegte gemeinsam mit Lázaro Bruzón in Esbjerg. 2003 gewann er das Zonenturnier in Guayaquil und qualifizierte sich für die FIDE-WM 2004 in Tripolis. Hier setzte er sich ins Rampenlicht, als es ihm gelang, bis ins Viertelfinale zu kommen. Er schied gegen Teymur Rəcəbov erst nach zähem Kampf durch ein Remis in der letzten Blitzpartie, die er gemäß Reglement mit Weiß hätte gewinnen müssen, aus. In den vorherigen Runden setzte er sich gegen Spitzenspieler wie Vladislav Tkachiev und Alexei Drejew durch.

Kurz vor dieser Weltmeisterschaft gewann er das angesehene Capablanca-Memorial in Havanna. Auf der Schacholympiade in Calvià im gleichen Jahr spielte er am ersten Brett für Kuba und erzielte ein sehr gutes Resultat (+5, -1, =5). Bei der Kubanischen Meisterschaft 2005, die nach K.-o.-System ausgetragen wurde, verlor er im Finale gegen Lázaro Bruzón und wurde Vize-Meister. Ein Jahr darauf nahm er Revanche und schlug Bruzón im Finale mit 4,5-3,5, womit er den Titel nach 2002 zum zweiten Mal gewann. Im Oktober 2006 gewann er ein Turnier in Barcelona mit 8 Punkten aus 9 Partien, vor Wassyl Iwantschuk. Im Mai 2008 gewann er das 43. Capablanca-Memorial in Havanna, im November in Almaty die Weltmeisterschaft im Blitzschach.

Seine Gewinnpartie gegen Alexander Morosewitsch aus dem Corus-Schachturnier 2009 wurde als beste aus Band 105 des Schachinformator gewählt und erhielt auch den Preis für die beste Eröffnungsneuerung:

Domínguez - Morosewitsch 1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 a6 6. Le3 e5 7. Sb3 Le6 8. Dd2 Sbd7 9. f3 b5 10. 0-0-0 Tc8 11. g4 Sb6 12. g5 b4 13. Sa4! N Sxe4 14. fxe4 Sxa4 15. Dxb4 Dc7 16. Td2 Ld7 17. Da5 Dc6 18. Lxa6 Tb8 19. Td5 Le7 20. La7 Ta8 21. Lb5 Db7 22. Dxa4 Txa7 23. Sa5 Dc7 24. Thd1 Lxb5 25. Dxb5+ Kf8 26. Kb1 g6 27. Sc4 Tb7 28. Da4 Db8 29. b3 Ta7 30. Dc6 Tc7 31. Tb5 Da7 32. Dd5 Df2 33. Dd2 Df3 34. Sxd6 Lxg5 35. Sf5 Tc8 36. Tb8 1-0

2013 gewann er das in Thessaloniki ausgetragene vierte Turnier des FIDE Grand Prix 2012–2013 mit 8 Punkten aus elf Partien (+6 =4 -1).[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thessaloniki FIDE Grand Prix Tournament. Final Ranking. FIDE, abgerufen am 3. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leinier Domínguez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien