Leipheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Günzburg | |
| Höhe: | 470 m ü. NN | |
| Fläche: | 32,15 km² | |
| Einwohner: |
6656 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 207 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 89340 | |
| Vorwahl: | 08221 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 74 155 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktstraße 5 89340 Leipheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Christian Konrad (CSU) | |
| Lage der Stadt Leipheim im Landkreis Günzburg | ||
Leipheim ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Günzburg.
Ihr Wahlspruch lautet: „Leipheim - Stadt an der Donau“.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Leipheim liegt in der Region Donau-Iller am Südrand des Schwäbischen Donaumooses.
Es existieren die Gemarkungen Leipheim, Riedheim und Weißingen.
Geschichte [Bearbeiten]
Leipheim war von etwa 1270 bis 1373 im Besitz der Familie Güß von Güssenberg, die am 29. Mai 1327 von Kaiser Ludwig IV. (Ludwig der Bayer) die Marktrechte und am 17. November 1330 die Stadterhebung für den Ort erwirkte. 1343 ging die Stadt in den Besitz der Grafen von Württemberg über. 1453 kaufte die freie Reichsstadt Ulm die Stadt von Graf Ulrich V. von Württemberg für 23.200 Gulden. Und so wurde, als Ulm 1531 offiziell protestantisch wurde, auch Leipheim protestantisch. 1559 wurde mit dem Bau des Schlosses Leipheim am westlichen Rand der Stadt begonnen.
Nahe Leipheim erhob sich im deutschen Bauernkrieg 1525 der Leipheimer Haufen (ca. 5.000 Bauern) gegen die Stadt Ulm und wurde von dem Heer des schwäbischen Bundes, der von Ulm angeführt wurde, besiegt. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Leipheim war eine der wenigen Besitzungen der freien Reichsstadt Ulm, die nach 1810 noch bei Bayern verblieben, als im Rahmen eines Gebietsaustauschs Bayern Grenzgebiete an Württemberg abgeben musste. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Ab 1937 begann der Flugbetrieb auf dem Fliegerhorst Leipheim. Seine Existenz und Entwicklung beeinflussen auch heute, nach seiner Stilllegung, noch maßgeblich die Stadt Leipheim und einen großen Teil des nördlichen Landkreises.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Riedheim eingegliedert.[2]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1910 1.547 (Volkszählung vom 1. Dezember 1910), 1970 5.057, 1987 5.132, 2000 6.602 und im Jahr 2008 6.695 Einwohner gezählt.
Politik [Bearbeiten]
Der Stadtrat hat 20 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:
- CSU: 11 Sitze
- SPD: 3 Sitze
- Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG): 3 Sitze
- Freier Wählerblock: 2 Sitze
- Initiative Alber: 1 Sitz
Bürgermeister ist Christian Konrad (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Gerhard Hartmann (SPD) und 2008 in seinem Amt bestätigt.
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 5.660.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 3.179.000 €.
Wappen [Bearbeiten]
Das Stadtwappen geht auf das Familienwappen der Güssen zurück, unter deren Herrschaft das Stadtrecht verliehen wurde.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Seit 1993 besteht eine Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Fonyód am Plattensee, die mit regelmäßigen Besuchen gepflegt wird.
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Liste der Baudenkmäler in Leipheim
Vereine [Bearbeiten]
Stadtkapelle Leipheim e.V. [Bearbeiten]
Die Stadtkapelle Leipheim e.V. wurde bereits 1913 gegründet und ist heute fester Bestandteil vieler kultureller Veranstaltungen in Leipheim und Umgebung. Inzwischen über 40 erfahrene Musiker und talentierte Neueinsteiger beherrschen ein breites Repertoire von Bigbandsound über traditionelle böhmische Blasmusik, Evergreens bis hin zu anspruchsvollen Klassikern für Blasorchester.[3]
BC Leipheim e.V. [Bearbeiten]
Der BC Leipheim e.V. ist der ortsansässige Basketballverein. Gegründet wurde der Verein am 17. März 1995. Derzeit besitzt der Verein ca. 80 aktive und passive Mitglieder. Am Spielbetrieb nehmen aktuell eine Damen-, eine Herren- und eine U18-Mannschaft teil. Als einer von nur zwei Basketballvereinen im Landkreis ist der BC Leipheim e.V. weit über die Stadtgrenzen hinaus Anlaufstelle für junge Basketballtalente. Der BC Leipheim hat sich im Frühjahr 2008 aufgelöst.
FG Leipheimer Haufen e.V. [Bearbeiten]
Die Faschingsgesellschaft Leipheimer Haufen e.V. feierte 2007 ihr 33 jähriges bestehen. Neben Tanzsportgruppe "Güssengarde", Jugendgarde, Kindergarde, Elferrat, Showmix und Guggamusik gibt es noch ca. 80 passive Mitglieder, so dass der Verein insgesamt über 200 Mitglieder zählen kann. Die FG Leipheimer Haufen e.V. ist Mitglied bei der Faschingsvereinigung der Sieben Schwaben, im Landesverband Württembergischer Karneval (LWK) und dem Bayerisch-Schwäbischen Fasnachtsverband (BSF).
VfL Leipheim 1898 e.V. [Bearbeiten]
Der VfL Leipheim feierte 1998 sein 100-jähriges Bestehen. Der derzeit größte Sportverein in Leipheim bietet seinen rund 1100 Mitgliedern ein breites Betätigungsfeld in den Abteilungen Boxen, Fußball, Handball, Leichtathletik, Schach, Tennis, Turnen und Volleyball. Im Vordergrund der Vereinsaktivitäten steht der Breitensport.
Fliegerhorstmuseum Leipheim e.V. [Bearbeiten]
Der Fliegerhorstmuseum Leipheim e.V. wurde 2005 gegründet und befindet sich seit 2010 im Gebäude 361 des ehemaligen Fliegerhorstes Leipheim mit dem Zweck, ein Museum mit dauerhafter Ausstellung aufzubauen. Zurzeit besteht der Verein aus ca. 50 Mitgliedern.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
Der große Einkaufswagenhersteller Wanzl ist hier mit drei Werken beheimatet. Außerdem gab es seit 1935 einen Luftwaffenstützpunkt, der aber Ende 2008 aus Kostengründen geschlossen wurde[4].
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 58, im produzierenden Gewerbe 1660 und im Bereich Handel und Verkehr 210 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 863 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2162. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.691 ha, davon waren 1.271 ha Ackerfläche und 294 ha Dauergrünfläche.
Verkehr [Bearbeiten]
Leipheim besitzt einen zweigleisigen Haltepunkt an der Bahnstrecke Augsburg–Ulm, der jeweils im Stundentakt durch die Regional-Express-Linie Fugger-Express zwischen Ulm und München sowie durch die Züge der agilis zwischen Ulm und Ingolstadt oder Regensburg bedient wird. Am Wochenende verkehren die Züge der agilis nur im Zweistundentakt. Das Empfangsgebäude wird nicht mehr genutzt und steht leer.
Bildung [Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 245 Kindergartenplätze mit 235 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 32 Lehrern und 610 Schülern
- Außenstelle Volkshochschule Günzburg
Besondere Ereignisse [Bearbeiten]
Seit 1818 findet einmal im Jahr das Leipheimer Kinderfest statt, das an das Ende der Hungersnot erinnern soll, die 1816/17 auch die Stadt Leipheim heimsuchte. Grund der Hungersnot war der Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien im April 1815.
Söhne und Töchter des Ortes [Bearbeiten]
- Christoph Pfautz (1645–1711), Mathematiker, Astronom, Geograph und Bibliothekar
Literatur [Bearbeiten]
- Wolfgang Wüst: Günzburg (Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben, Günzburg I/ 13) München 1983, S. 160 ff. (betr. Leipheim), ISBN 3-7696-9933-5.
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage der Stadt Leipheim
- Leipheim: Wappengeschichte vom HdBG
- DP-Lager Leipheim
- Leipheim: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 476
- ↑ Stadtkapelle Leipheim e.V.
- ↑ http://www.leipheim.de/index.php?selected_page_id=3596
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