Leissigen

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Leissigen
Wappen von Leissigen
Basisdaten
Kanton: Bern
Amtsbezirk: Interlaken
BFS-Nr.: 0585i1
PLZ: 3706
Koordinaten: (625111 / 166580)46.6499927.76666575Koordinaten: 46° 39′ 0″ N, 7° 46′ 0″ O; CH1903: (625111 / 166580)
Höhe: 575 m ü. M.
Fläche: 10.4 km²
Einwohner: 912
(31. Dezember 2007)[1]
Website: www.leissigen.ch
Karte
Karte von Leissigen

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Leissigen ist eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Interlaken des Kantons Bern in der Schweiz.

Gemeindepräsident der Einwohnergemeinde ist seit Januar 2006 Daniel Steffen. Neben der Einwohnergemeinde gibt es eine Burgergemeinde mit demselben Namen. Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde wird zusammen mit Därligen geführt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ortsname

Der Name Leissigen kommt aus dem althochdeutschen Personennamen Lantgis und der Ortsnamensendung -ingun und bedeutet «bei den Leuten von Langtis/Langis».

[Bearbeiten] Geographie

Leissigen liegt im Berner Oberland am Thunersee. Die Nachbargemeinden von Osten beginnend im Uhrzeigersinn sind Därligen, Saxeten, Aeschi bei Spiez und Krattigen. Die südliche Gemeindegrenze bildet das Morgenberghorn (2249 m ü. M.).

[Bearbeiten] Tourismus

Der Tourismus in Leissigen ist schon sehr alt. Bereits 1628 unterhielt das Kloster Interlaken eine Klostertaverne in Leissigen. In der Folge nahm der Kur- und Badebetrieb einen Aufschwung. 1733 wurde erstmals von einem Leissigbades gesprochen.

1870 legte erstmals ein Dampfschiff in Leissigen an. Mit dem Bau der Thunerseebahn 1893 ging es mit dem Tourismus richtig los. Schon 1901 wurde der Verkehrsverein Leissigen gegründet.

Oberhalb Leissigen liegt die Meielisalp mit dem Aussichtrestaurant Hotel Meielisalp. Wahrzeichen von Leissigen ist das Morgenberghorn (2249 m) mit einer unschlagbaren Aussicht bis zum Chasseral und zu den schönsten Gipfel der Berner Alpen. Die einmalige Lage am Thunersee lädt zum Wassersport und baden ein.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1880 1900 1930 1950 1980 1990 2000
Einwohner 416 440 481 601 625 663 884 898


[Bearbeiten] Verkehr

Bahnanschluss SBB Linie Bern-Thun-Spiez-Interlaken.

Autobahnanschluss an die A8

[Bearbeiten] Geschichte

Kirche, davor eine alte Säge

1285 wurde das Dorf Lensengne genannt. 1290 auch Lenxingen. Die Siedlung ist aber wohl viel älter. Auf der Brunialp wurde ein Steinbeil und im Dorf mehrere Dolche und Bronzeschwerter gefunden.

Im Mittelalter gehörte das Dorf zur Herrschaft Unspunnen Rothenfluh. Danach gelangte es durch Erbteilung an die Freiherren von Weissenburg und schliesslich 1334 an das Kloster Interlaken. Nach der Säkularisation von 1528 wurde Leissigen der bernischen Landvogtei unterstellt.

Die Kirche aus dem 8. oder 9. Jahrhundert wurde nach einem Brand im Jahre 1675 wiederaufgebaut.

Neben Land- und Obstbau, Fischerei und Bootsbau wurde der Gipsabbau zu einem neuen Erwerb. Dank dieser Gipsquelle entstand 1780 das Bade- und Kurhaus am See. Durch die schmalen Uferzone wurde Leissigen immer mehr durch den Verkehr belastet. 1844 kam die Thunerseestrasse, 1887 die Schiffstation und 1893 die Bahnlinie. 1994 wurde der Umfahrungstunnel für die Autobahn eröffnet und Leissigen wurde vom lästigen Durchgangsverkehr entlastet.

[Bearbeiten] Kunst, Kultur

Auf dem Finel oberhalb Leissigen entstanden die bekanntesten Thunersee Bilder des Malers Ferdinand Hodler.

[Bearbeiten] Schulen

Kindergarten, Primarschule, Realschule (1.–9. Klasse). Sekundarschule, Gymnasium, Berufsschule in Interlaken

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Historische Säge am See. Erbaut 1841. Einzige am Thunersee erhaltene Säge mit drei noch vorhandenen Antriebsarten: Wasserrad, Petrolmotor und Elektromotor.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
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