Leitmedium
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als Leitmedium bezeichnet man in der Publizistik- und Medienwissenschaft ein spezifisches dominierendes Einzelmedium in einer bestimmten historischen Phase der Medienentwicklung, welchem „eine Hauptfunktion in der Konstitution gesellschaftlicher Kommunikation und von Öffentlichkeit zukommt“ [1].
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beispiele für Leitmedien
- Mittelalter und frühe Neuzeit: Flugschrift
- ab 16. Jahrhundert: Buch
- ab 19. Jahrhundert: Zeitung
- ab den 20-er/30-er Jahren des 20. Jahrhunderts: Hörfunk
- ab Mitte des 20. Jahrhunderts: Fernsehen
- seit der Jahrtausendwende Fernsehen Internet
[Bearbeiten] Begriff „Leitmedium“ für einzelne Medienangebote
In einer leicht abweichenden Bedeutung wird der Begriff auch für einzelne Medienangebote gebraucht, die einen besonders starken Einfluss auf die öffentliche Meinung und auf andere Massenmedien ausüben. Diese Bedeutung wurde durch den Medienwissenschaftler Jürgen Wilke im Jahr 1999 geprägt, der ihn zunächst auf Titel der gedruckten Presse bezog und als Kriterien unter anderem heranzog, welche Medien von Journalisten häufig bei der Recherche konsultiert werden.[2]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Jürgen Wilke: Leitmedien und Zielgruppenorgane. In: Jürgen Wilke (Hrsg.): Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland, S. 302–329., Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1999.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Udo Göttlich 2002
- ↑ Die Leitmedien. DeuFraMat. Abgerufen am 27. Februar 2009.

