Leiwen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Trier-Saarburg | |
| Verbandsgemeinde: | Schweich an der Römischen Weinstraße | |
| Höhe: | 129 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,71 km² | |
| Einwohner: |
1.501 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 118 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54340 | |
| Vorwahl: | 06507 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TR | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 35 074 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Brückenstraße 26 54338 Schweich |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Claus Feller (SPD) | |
| Lage der Ortsgemeinde Leiwen im Landkreis Trier-Saarburg | ||
Leiwen an der Mosel ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Er gehört der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Allgemeines
Der Name des Ortes entstand wahrscheinlich aus dem lateinischen Wort clivus (Abhang, Steilheit, ansteigende Straße), jenem Pfad, der bei Leiwen die römische Handelsstraße auf der Höhe des Talrandes mit der Straße unten an der Mosel verband. Der untere Moselweg gab auch Detzem seinen Namen, da dort der zehnte Meilenstein steht. Oberhalb von Leiwen bietet die Zummethöhe einen eindrucksvollen Blick ins Moseltal auf die Trittenheimer Moselschleife. Hier soll Kaiser Augustus seiner Gemahlin Livia eine prunkvolle Villa als Sommerresidenz errichtet haben, wovon römische Bodenfunde zeugen.
Eine andere Deutung der Herkunft des Ortsnamens enthält die offizielle Homepage von Leiwen: Die besagte Gemahlin des Augustus soll die Namensgeberin sein. Das Leiwener Ortswappen zeigt unter anderem eine Münze mit dem Porträt Livias (58 v. - 29 n. Chr.).
Der örtliche Sportverein SV Leiwen 1946 (jetzt SV Leiwen-Köwerich 2000 e.V.) gehörte von 1971 bis 1978 der Fußball-Amateurliga Rheinland und von 1979 bis 1990 mit Unterbrechungen der Oberliga Südwest an.
Im Juli 2008 gewann Leiwen im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" im Landesentscheid von Rheinland-Pfalz die Bronzemedaille. Seit 2011 wirbt Leiwen mit dem Slogan "LEIWEN - ein starkes Stück Mosel".
[Bearbeiten] Geographie
Ortsteile von Leiwen sind die Leiwenermühle im Dhrontal und der Zummeterhof.
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 724 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 45 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im August. Im August fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 2 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Ortsgemeinderat in Leiwen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Ortsgemeinderat:[2]
| SPD | CDU | FWG | Gesamt | |
| 2009 | 5 | 8 | 3 | 16 Sitze |
| 2004 | 5 | 8 | 3 | 16 Sitze |
| 1999 | 6 | 7 | 3 | 16 Sitze |
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Fachwerkhaus Leiwen, (Zehnthof) erbaut um 1484 in unmittelbarer Nähe der Mosel. Bis 1999 war das Fachwerkhaus noch bewohnt, steht seitdem aber leer.
- Kurtrierer Hof, erbaut 1610, ehemaliges Hofgut und Sitz des früheren Erzbischofs. Heute befindet sich ein Weingut darin.
- Katholische Pfarrkirche St. Stefanus, erbaut um 1500. Chor, Joch und der Schluss um 1500. Langhaus und Westturm 1769 nach Plänen von Johannes Seiz durch seinen Bruder Andreas erbaut. Ausstattung der Erbauungszeit in reichen Rokokoformen. Monstranz um 1460/70. In der Krypta sind noch originalerhaltene Reste der gotischen Ausmalung aus dem 16. Jahrhundert zu besichtigen.
- Euchariuskapelle, heute Heimat- und Weinmuseum, erbaut 1656, ausgestellt sind archäologische Funde aus vergangenen Epochen. Hervorzuheben ist eine Säulenfigur aus dem 11. Jahrhundert. In der angegliederten Scheune sind im Erdgeschoss eine komplette Küferwerkstatt, eine Destillationsanlage und der Weg von der "Traube am Stock" zum "Wein in der Flasche" (um 1950) zu sehen. Dass diese Gegend schon zu Zeiten der Römer besiedelt gewesen ist, zeigen die Ausgrabungen von römischen Landvillen in der Umgebung. Außerdem dokumentieren historische Fotografien das Leben der Leiwener zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
- Jüdischer Friedhof, Friedhof der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Leiwen (1592−1938) und Klüsserath. Der Friedhof ist eine mahnende Erinnerung an die ehemalige jüdischen Gemeinde von Leiwen, die ein Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde.
- Weinbrunnen Leiwen, erbaut 1845. Ein schöner Brunnen mit modernem Platz in der Ortsmitte umgeben von Bäumen, Wiesen und vielen Winzern.
- Gerichtshaus aus dem frühen 17. Jahrhundert in der Tränkgasse: der Portalsturz zeigt eine Datierung von 1610. Das Hofgebäude stammt aus der Renaissancezeit.
- Skulpturenpark Bohnengarten, ein naturnaher Skulpturenpark mit ausschließlich heimischer Bepflanzung auf 12.000 m².
- Das Dhrontalkraftwerk unmittelbar an der Mosel liegt unweit vom Ort. Das Elektrizitätswerk ist eine technische Anlage der im Jahr 1911 erbauten Dhrontalsperre.
[Bearbeiten] Veranstaltungen
- Das große Weinfest mit offizieller Krönung der Leiwener Weinkönigin und ihrer zwei Prinzessinnen, der Festumzug und die öffentliche Weinprobe finden am dritten Augustwochenende statt.
- In der Römerstraße findet am ersten Septemberwochenende das Weinlesestraßenfest statt, bei dem die Winzerinnen und Winzer des Ortes persönlich in vielen Ständen neben ihren besten Weinen auch regionale, moseltypische Speisen anbieten.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Hauptwirtschaftszweig ist der Weinanbau und seine Vermarktung. Eine wichtige Einnahmequelle ist der Tourismus. (Jahr 2009: Betten: 2.780, Gäste: 95431, Übernachtungen: 400.790.) Leiwen verfügt über zwei große Ferienparks: Der Landal Greenpark "Sonnenberg" ist vor allem bei Familien ein beliebtes Ausflugsziel. Im Jahre 1999 wurde der "Eurostrand Mosel" eröffnet. Hier hat man sich auf Gruppen und Vereine spezialisiert. Nach dem Bau des Freizeitparks "Eurostrand" konnte Leiwen seine Tourismuszahlen jährlich steigern.
Leiwen ist geprägt vom Weinbau und mit 273 Hektar bestockter Rebfläche nach Piesport und Zell größte Weinbaugemeinde der Mosel. Es wird traditionell überwiegend Riesling angebaut. Der Anteil von Weißweinreben liegt bei 94,2 %. Zu einer Zäsur des Leiwener Weinbaus kam es im Jahr 1985 durch die neu gegründete Vereinigung „Leiwener Jungwinzer“. Weg von der Massenerzeugung, hin zu weniger Ertrag, sorgfältiger Lese und schonender Weinbehandlung im Keller waren das erfolgreiche Konzept. Der Wettbewerb in Definitionsproben gilt bis heute als wichtigster Schritt zur Qualitätsoptimierung.
Leiwen ist auch ein Ort mit intaktem Einzelhandel und einer der wenigen Dörfer, in dem sich noch zwei Banken befinden, eine Geschäftsstelle der Sparkasse Trier und der Hauptsitz der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen.
[Bearbeiten] Weinlagen
- Leiwener Klostergarten
- Leiwener Laurentiuslay
Großlage: Sankt Michael
[Bearbeiten] Persönlichkeiten des Ortes
- Carl Reh (1898 - 1962), Gründer des Weinbau- und Weinhandelsunternehmens Reh Kendermann
- Günter Reh, Unternehmer und 1. Ehrenbürger von Leiwen
- Herbert Reh, Unternehmer und 2. Ehrenbürger von Leiwen
- Heinz Weis, Weltmeister (1997) im Hammerwerfen
- Stefan Andres, Schriftsteller (geboren in Dhrönchen, getauft in Leiwen)
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Leiwen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Offizielle Internetseite der Gemeinde Leiwen
- Links zum Thema Leiwen im Open Directory Project
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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