Lelkendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lelkendorf führt kein Wappen
Lelkendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lelkendorf hervorgehoben
53.84175412.73066220Koordinaten: 53° 51′ N, 12° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 29,76 km²
Einwohner: 467 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17168
Vorwahl: 039956
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 066
Adresse der Amtsverwaltung: von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Webpräsenz: www.amt-mecklenburgische-schweiz.de
Bürgermeister: Eggo Habelt
Lage der Gemeinde Lelkendorf im Landkreis Rostock
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Lelkendorf ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet Lelkendorfs in der Mecklenburgischen Schweiz nordöstlich von Teterow ist durch eine kleine Endmoräne gekennzeichnet, die im Langen Berg 67 m über NN erreicht. Begrenzt wird dieses hügelige Gebiet vom Vurzbach im Norden und Osten sowie von der Peene im Süden und teilweise im Westen. Peene und Vurzbach bilden im Südosten die Grenze zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Ein Großteil der Gemarkung Lelkendorf liegt im Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Lelkendorf gehören die Ortsteile Groß Markow, Küsserow, Küsserow-Hof, Ludwigsdorf, Sarmstorf, Seeland und Sperlingshof.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 1225 taucht der Ort Lelkendorf erstmals in einer Urkunde auf. Ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes Schloss gehört den Nachkommen des Barons von Levetzow, der 1945 letzter Besitzer war, sowie anderen privaten Eigentümern. Das Schloss befindet sich seit 1990 wieder im Familienbesitz. Der Architekt und Kaufmann Joachim von Levetzow (* 1943) hat Teile der Schlossanlage zu Eigentumswohnungen umgebaut und 2003 den Verein „Kultur pro Regio“ gegründet (u. a. Temporäre Kunsthalle, Theateraufführungen). 1993 wurde in Lelkendorf ein Tierpark mit vom Aussterben bedrohten Nutztieren eröffnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Lelkendorf

  • Das Schloss in Lelkendorf, das bis 1945 Lehnsgut und Sitz derer von Levetzow als eines der ältesten Adelsgeschlechter der Region war, stammt ursprünglich von 1224. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg 1629 von Wallensteins Söldnern zerstört. In den folgenden Jahren wurde es im Renaissancestil wieder aufgebaut und erweitert. Im Jahre 1898 kam es durch den Architekten Paul Schultze-Naumburg zu einem erneuten Umbau nach dem Vorbild der englischen Tudorgotik und erhielt dabei den mächtigen Turm mit einer Aussichtsplattform.
  • Der Haustierpark Lelkendorf beherbergt ca. 500 Tiere aus 38 Haus- und Nutztierrassen, von denen einige akut vom Aussterben bedroht sind, wie z. B. Girgentana-Ziegen, Cachena-Rinder, Juan-Fernández-Ziegen, Rotbunte Husumer Schweine (auch bekannt als Husumer Protestschweine), chinesische Maskenschweine (Meishan), Englische Parkrinder, Exmoor-Ponys und Tadschiken-Ziegen.
  • Heimatstube in der alten Schule des Ortes
  • Schnursteinquelle, deren Tiefenwasser geschätzt wird
  • Groß Markow war ebenfalls über Jahrhunderte im Besitz derer von Levetzow. Das bescheidene eingeschossige Gutshaus, mit einem Mansarddach versehener Putzbau, entstand 1829 im Stil des Klassizismus. Zur Gartenseite ist die Fassade durch einen halbrund hervortretenden Mittelrisalit aufgelockert worden. Die Wirtschaftsbauten des einstigen Gutshofes wurden nach 1945 zum größten Teil abgerissen. Das Gutshaus mit Parkanlage wird als Hotel genutzt.
  • Die neugotische Kirche in Groß Markow wurde 1840 im Auftrag von Theodosius von Levetzow, Domcapitular von Magdeburg und Halberstadt und Erbherr auf Groß Markow, Klöden und Dannewitz erbaut, der Westturm 1890 fertiggestellt. Auch die Glasmalereiausstattung aller Fenster erfolgte 1890 durch die Glasmalerei Ferdinand Müller aus Quedlinburg im Auftrag der Familie von Levetzow. Das von einem Engel aus Marmor gehaltene Taufbecken ist nach einem Vorbild im Dom von Kopenhagen gefertigt worden.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Verbindungsstraße von Teterow nach Neukalen, von der nahen Kleinstadt Neukalen führen Straßen nach Malchin und Demmin. Im 14 Kilometer entfernten Teterow befindet sich auch der nächstgelegene Bahnhof, nachdem die Bahnstrecke Malchin–Dargun, an der Lelkendorf lag, im Jahr 1996 stillgelegt wurde. Die Bahn wird seit 2002 als Draisinenstrecke genutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lelkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)