Lemberger Buchforum

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Lemberger Buchforum 2008 vor dem Potocki-Palast.

Das Lemberger Buchforum ist die größte Buchmesse der Ukraine. Sie findet seit 1994 statt.[1] Die Leitung der als Bürgerliche Organisation bestehenden Veranstaltung hat sein Anbeginn Oleksandra Koval inne. Im September 2005 zählte sie 60.000 Besucher. Über 700 Verlage zeigten ihre Produkte im als Ausstellungsraum dienenden ehemaligen Palast der Grafen Potocki, dessen Hof und in der Innenstadt von Lemberg (Lwiw).[2] Ab 2001 nahmen eine Reihe deutscher Autorinnen und Autoren an der Buchmesse und dem mit ihr verbundenen Literaturfestival teil. Unter anderen besuchten aus diesem Anlaß Judith Hermann, Marcel Beyer, Thomas Brussig, Ingo Schulze Lwiw. Insbesondere durch die ausgreifenden Netze des Meridian Czernowitz folgten später viele weitere deutsche, österreichische und schweizer Autoren. 2005 hatte mit Unterstützung des Auswärtigen Amts die Frankfurter Buchmesse einen Gemeinschaftsstand. Hier und in einigen weiteren Jahren wurden Neuerscheinungen und Übersetzungen ukrainischer Autoren ins Deutsche gezeigt. Suhrkamp und das Goethe-Institut stellten sich mit deutschen Gegenwartsautoren vor. Neben der Lemberger Veranstaltung versucht sich seit Jahren in Kiew mit bislang viel geringerer Ausstrahlung und Beteiligung, aber in den schöneren Räumen des staatlichen "Kunst-Arsenals" eine zweite Buchmesse zu etablieren, das Kiewer Buch-Arsenal, die inzwischen jeweils im April stattfindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The rather political Lviv Book Forum. In: The Economist. 20. September 2012. Abgerufen am 30. November 2013.
  2. Frankfurter Buchmesse: Großer ukrainischer Stand auf der Frankfurter Buchmesse : Ukrainische Buchmesse verzeichnet Rekordzahlen. boersenblatt.net. 22. September 2005. Abgerufen am 30. November 2013.