Lena Lotzen

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Lena Lotzen

Lotzen bei der Nationalmannschaft (2013)

Informationen über die Spielerin
Geburtstag 11. September 1993
Geburtsort WürzburgDeutschland
Größe 171 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend

1999–2010
TG Höchberg
JFG Kreis Würzburg Süd-West
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2010– FC Bayern München 66 (22)
Nationalmannschaft2
2008
2009
2009–2010
2011
2011–2012
2012–
Deutschland U-15
Deutschland U-16
Deutschland U-17
Deutschland U-19
Deutschland U-20
Deutschland
5 0(0)
6 0(5)
12 0(4)
9 0(5)
11 0(9)
21 0(4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14
2 Stand: 19. Juni 2014

Lena Lotzen (* 11. September 1993 in Würzburg) ist eine deutsche Fußballspielerin, die seit der Saison 2010/11 beim Bundesligisten FC Bayern München unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Lotzen begann als Fünfjährige bei der TG Höchberg (gemeinsam mit Jungen) mit dem Fußballspielen, wechselte anschließend zur JFG Kreis Würzburg Süd-West (männliche Jugend) und wurde zur Saison 2010/11 vom FC Bayern München verpflichtet. Am 15. August 2010 (1. Spieltag) debütierte sie beim 2:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den Herforder SV; ihr erstes Bundesligator erzielte sie am 28. November 2010 (15. Spieltag) bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den FCR 2001 Duisburg mit dem Anschlusstreffer in der 86. Minute. Mit dem FC Bayern München gewann sie am 21. Mai 2011 – im Rahmen des WM-Überbrückungsturniers – den Bundesligacup und am 12. Mai 2012 zum ersten Mal auch den DFB-Pokal gegen den favorisierten 1. FFC Frankfurt.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Lotzen spielte zuvor in den bayerischen Auswahlmannschaften, bevor sie am 16. April 2008 in der U-15-Nationalmannschaft in Bisham Abbey beim 4:1-Sieg über die Auswahl Englands debütierte. Den Einstand für die U-16-Nationalmannschaft am 23. April 2009 in Castelfranco di Sotto beim 4:1-Sieg über die Auswahl Schottlands krönte sie mit ihren ersten drei Länderspieltoren. Mit der U-16-Nationalmannschaft nahm sie vom 29. Juni bis 4. Juli 2009 am Nordic Cup in Schweden teil und gelangte nach Siegen über die Auswahl der Niederlande, gegen die sie zwei Tore zum 3:0-Erfolg beisteuerte, Island (6:0) und Norwegen (2:1) ins Endspiel, das mit 1:2 gegen die Auswahl des Gastgebers verloren ging.

Nach zuvor erfolgreicher erster (0:0 gegen Island, 10:0 gegen Israel und 1:0 gegen Frankreich) und zweiter (1:0 gegen Österreich, 4:0 gegen Norwegen und 3:0 gegen Finnland) Qualifikationsrunde, nahm sie mit der U-17-Nationalmannschaft vom 22. bis 26. Juni 2010 in Nyon in der Schweiz teil, und errang mit ihr nach dem mit 0:1 verlorenen Halbfinale gegen Irland das Spiel um den 3. Platz mit 3:0 über die niederländische Auswahlmannschaft.

Sie nahm ferner vom 5. bis 25. September 2010 an der U-17-Weltmeisterschaft in Trinidad und Tobago teil, und erreichte mit der Mannschaft als Gruppensieger das Viertelfinale, das mit 0:1 gegen die Auswahl Nordkoreas verloren ging. Lotzen bestritt alle Gruppenspiele in denen sie vier Tore erzielte; beim 9:0-Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Mexiko traf sie doppelt.

Ihr Debüt in der U-19-Nationalmannschaft gab sie am 23. Februar 2011 in Nettetal beim 2:0 über die Auswahl der Niederlande. Ihr erstes Länderspieltor erzielte sie am 30. Mai 2011 in Cervia beim 3:1-Sieg über die Auswahl Norwegens im ersten Gruppenspiel der U-19-Europameisterschaft zum zwischenzeitlichen 2:1 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Mit zwei Toren im Turnierfinale (8:1 gegen Norwegen) und fünf insgesamt trug sie zum Gewinn der Europameisterschaft bei.

Am 25. Oktober 2011 stand sie beim 4:0-Erfolg gegen die Auswahl Belgiens erstmals für die U-20-Nationalmannschaft auf dem Platz und erzielte mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 ihr erstes Tor in dieser Altersklasse. 2012 stand sie in allen Spielen der U-20-Weltmeisterschaft in Japan im Startaufgebot. Das Finale gegen die Auswahl der Vereinigten Staaten verlor die Mannschaft mit 0:1, nachdem sie in der Gruppenphase mit 3:0 triumphierte. Bei dem Erfolg in der Gruppenphase erzielte Lotzen zwei Tore. Im Viertelfinale gegen Norwegen traf sie ebenfalls doppelt. Mit sechs Turniertoren war sie die dritterfolgreichste Torschützin; als Anerkennung wurde ihr der „Bronzenen Schuh“ zu Teil.

Lotzen im Spiel gegen die Niederlande bei der EM 2013

Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Martina Müller wurde Lotzen am 25. Februar 2012 erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert, die vom 29. Februar bis 7. März 2012 um den Algarve-Cup spielte. Im ersten Turnierspiel gegen die Auswahl Islands gab sie ihr Debüt, als sie in der 79. Minute für Alexandra Popp eingewechselt wurde. Das Turnier gewann sie mit der Mannschaft mit 4:3 im Finale gegen den amtierenden Weltmeister Japan.

Bei der vom 10. bis 28. Juli 2013 ausgetragenen Europameisterschaft in Schweden bestritt sie alle Turnierspiele. Ihr erstes Länderspieltor erzielte sie am 14. Juli im zweiten Gruppenspiel beim 3:0-Sieg gegen die Auswahl Islands mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 in der 24. Minute. Ihr erstes A-Länderspiel über 90 Minuten bestritt sie am 21. Juli beim 1:0-Sieg im Viertelfinale gegen die Auswahl Italiens. Im mit 1:0 gegen die Auswahl Norwegens gewonnenen Finale wurde sie in der 46. Minute für Anja Mittag, die drei Minuten später das Siegtor erzielte, ausgewechselt.

Erfolge[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Lotzen mit dem Bronzenen Schuh der U-20-WM 2012

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Preisträgerin der Fritz-Walter-Medaille 2012 in Gold (Beste Nachwuchsspielerin)
  • Bronzener Schuh (Drittbeste Torschützin der U-20-WM 2012)

Sonstiges[Bearbeiten]

Lena Lotzen ist die Tochter des bekannten Sportfotografen und ehemaligen Fußballspielers des Würzburger FV Matthias Lotzen.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lena Lotzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung auf dfb.de
  2. Abendzeitung: DFB-Frauen: Interview mit Matthias Lotzen: "Lena hat Power unterm Hemd" vom 28. Juli 2013.
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Johanna Elsig Fritz-Walter-Medaille der Juniorinnen in Gold
2012
Melanie Leupolz