Lengdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lengdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lengdorf
Lengdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lengdorf hervorgehoben
48.26666666666712.05473Koordinaten: 48° 16′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 473 m ü. NHN
Fläche: 33,9 km²
Einwohner: 2710 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84435
Vorwahl: 08083
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 127
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Lengdorf
Bischof-Arn-Platz 1
84435 Lengdorf
Webpräsenz: www.lengdorf.de
Bürgermeisterin: Gerlinde Sigl (CSU/Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Lengdorf im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Lengdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lengdorf liegt in der Region München im Tal der Isen etwa 9 km westlich von Dorfen, 24 km nördlich von Ebersberg, 14 km südöstlich von Erding sowie 28 km vom Flughafen München entfernt. In die Landeshauptstadt München sind es 45 km, wobei künftig die lange geplante, jedoch höchst umstrittene Trasse der A 94 eine bessere Anbindung bieten soll.

Im Übrigen besitzt die Gemeinde Lengdorf im Ortsteil Thann einen Bahnhof an der Strecke München–Mühldorf am Inn, der etwa im Zweistundentakt bedient wird. Vom 27. September 1900 bis zum 28. September 1968 (Personenverkehr) bzw. 1. Dezember 1991 (Güterverkehr) wurde ferner die über Lengdorf führende Bahnstrecke Thann-Matzbach–Haag betrieben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Lengdorf besteht aus den Gemarkungen Lengdorf und Matzbach. Gemeindeteile sind:[2]
Au, Außerbittlbach, Badberg, Biberg, Brandlengdorf, Bruck, Daigelspoint, Furtarn, Gmaind, Göttenbach, Graben, Graß, Grub, Harnisch, Hauzenöd, Höhenberg, Hönning, Holnburg, Holz, Holzen, Hundsöd, Innerbittlbach, Kohlwies, Kopfsburg, Krinning, Kühberg, Lacken, Langprenning, Lengdorf, Lieding, Linding, Mairhof, Matzbach, Mehnbach, Mitteröd, Niedergeislbach, Nodering, Nußrain, Obergeislbach, Obernumberg, Oberöd, Penzing, Reithal, Schachtenseeon, Schaftlding, Schlairdorf, Schröding, Seeon, Sollach, Thann, Unternumberg, Waidach, Weg, Weinhackl, Wenshof und Wimpasing.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich erwähnt wird Lengdorf erstmals 1090 und war über 500 Jahre Teil der nahe gelegenen Hofmark Kopfsburg, ab 1682/1685 Besitz des Hochstift Freising; heute ist Kopfsburg ein Ortsteil von Lengdorf. Lengdorf gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde der größere Teil der aufgelösten Gemeinde Matzbach eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.973, 1987 dann 2.002 und im Jahr 2000 2.449 Einwohner gezählt.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Lengdorf

Das Wappen der Gemeinde Lengdorf wurde am 14. April 1967 festgelegt und am 9. Dezember 1981 bestätigt: „Durch einen goldenen Wellenbalken schräg geteilt von Rot und Schwarz; oben ein silberner Becher, unten eine silberne Salzkufe.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Weiß-Rot-Gelb.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Gerlinde Sigl (CSU). Ihr Vorgänger war Siegfried Rübensaal (Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 941 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 95 T€.

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 7, im produzierenden Gewerbe 107 und im Bereich Handel und Verkehr 11 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 29 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 819. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 10 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 113 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2452 ha, davon waren 1655 ha Ackerfläche und 796 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 93 Kindergartenplätze mit 92 Kindern
  • Volksschule: 1 mit 8 Lehrern und 181 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 88.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 573.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lengdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien